Kategorie: Ratgeber

  • Pflegegrad Rückstufung: Was tun, wenn die Kasse herabsetzt?

    Ein Brief der Pflegekasse, dass sie den Pflegegrad herabsetzen will, sorgt in vielen Familien für Schrecken. Oft steht dahinter ein Gutachten, das weniger Hilfebedarf sieht als im Alltag tatsächlich besteht. Dieser Ratgeber zeigt, wann die Kasse den Pflegegrad senken darf, was Sie jetzt in welcher Frist tun können und welche Rolle der Besitzstand spielt.

    Wir unterstützen Sie in Düsseldorf bei den Schreiben und Unterlagen. Wie Sie den Entlastungsbetrag in Düsseldorf nutzen, der in jedem Pflegegrad bleibt, lesen Sie auf unserer Leistungsseite.

    Haben Sie ein Schreiben Ihrer Pflegekasse erhalten? Rufen Sie uns an, bevor Sie antworten. Wir bereiten Ihre Stellungnahme mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab, die Beratung ist kostenfrei.

    Wann die Pflegekasse den Pflegegrad senken darf

    Ein Pflegegrad ist kein Dauerzustand auf Lebenszeit. Die Verbraucherzentrale beschreibt die ursprüngliche Feststellung als Verwaltungsakt mit Dauerwirkung. Aufgehoben werden darf er nur bei einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse, so steht es in § 48 SGB X. Ein niedrigerer Wert im neuen Gutachten genügt allein nicht. Die Kasse muss darlegen, was sich seit der Bewilligung geändert hat.

    Auch der Medizinische Dienst bindet sich an klare Regeln. Nach seinen Richtlinien wird eine Wiederholungsbegutachtung nur beauftragt, wenn konkrete Hinweise auf eine mögliche Aufhebung der Leistungsbewilligung bestehen. Dort heißt es ausdrücklich: „Eine Wiederholungsbegutachtung, die sich allein am Zeitablauf orientiert, ist unzulässig.“

    Wie es zur erneuten Begutachtung kommt

    Die Verbraucherzentrale nennt vier typische Wege:

    • Das Erstgutachten hat eine erneute Begutachtung empfohlen, weil eine Besserung erwartet wird. Zeitpunkt und Prognose stehen laut BARMER in Punkt 9 des Gutachtens.
    • Die Leistungen wurden befristet bewilligt, nach Fristablauf prüft die Kasse neu.
    • Es gibt Anhaltspunkte für eine Besserung, etwa nach Operation oder Reha, oder Sie melden sie selbst.
    • Sie haben eine Höherstufung beantragt, und das neue Gutachten fällt niedriger aus.

    Der letzte Punkt überrascht viele. Ergibt die Begutachtung denselben Pflegegrad, wird der Antrag abgelehnt, ergibt sie einen niedrigeren, kann die Kasse kürzen. Prüfen Sie deshalb vor einem Antrag auf Höherstufung, ob der Hilfebedarf wirklich dauerhaft gestiegen ist. Die Verbraucherzentrale weist zudem darauf hin, dass eine Besserung der Pflegekasse mitzuteilen ist.

    Planen Sie gerade eine Höherstufung oder steht ein Begutachtungstermin an? Rufen Sie uns vorher an, wir gehen mit Ihnen kostenfrei durch, welche Unterlagen und Angaben zur Situation passen.

    Das Anhörungsschreiben: nicht liegen lassen

    Leistungen dürfen nicht einfach per Bescheid gekürzt werden. Nach § 24 SGB X muss die Behörde vor einem belastenden Bescheid Gelegenheit geben, sich zu den entscheidenden Tatsachen zu äußern. Die Richtlinien des Medizinischen Dienstes sehen dieses Anhörungsverfahren ausdrücklich vor, wenn der bisherige Pflegegrad nicht mehr erreicht wird. Schweigen Sie in der gesetzten Frist, erlässt die Kasse laut Verbraucherzentrale danach den Aufhebungsbescheid.

    Prüfen Sie in Ihrer Stellungnahme zwei Dinge:

    • Liegt wirklich eine wesentliche Veränderung vor, und ist sie im Gutachten richtig beschrieben?
    • Stimmen die Punkte des Medizinischen Dienstes in den einzelnen Bereichen? Falsche Bewertungen sollten Sie einzeln auflisten und begründen.

    Hilfreich sind aktuelle Arztberichte und ein Pflegetagebuch, das den tatsächlichen Alltag festhält. Wie die Punkte entstehen, erklärt unser Beitrag zu Punkten und Modulen.

    Was eine Rückstufung in Euro bedeutet

    Die Beträge 2026 laut Bundesgesundheitsministerium bei häuslicher Pflege: Pflegegrad 2 bringt 347 € Pflegegeld oder bis zu 796 € Pflegesachleistung im Monat, Pflegegrad 3 sind es 599 € beziehungsweise bis zu 1.497 €. Von Pflegegrad 3 auf 2 fehlen im Monat also 252 € Pflegegeld, von Pflegegrad 4 auf 3 sind es 201 €.

    Besonders einschneidend ist der Schritt von Pflegegrad 2 auf 1. In Pflegegrad 1 gibt es weder Pflegegeld noch Pflegesachleistung. Bis zu 131 € Entlastungsbetrag im Monat gelten dagegen in allen Pflegegraden von 1 bis 5. Der gemeinsame Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege von bis zu 3.539 € gilt nur für Pflegegrad 2 bis 5. Was Pflegegrad 2 im Einzelnen abdeckt, steht in unserem Beitrag zu Pflegegrad 2.

    Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto des Schreibens Ihrer Kasse. Wir sagen Ihnen kostenfrei, welche Frist läuft und welche Unterlagen Sie für die Antwort zusammenstellen sollten.

    Besitzstand: Wer 2017 übergeleitet wurde

    Zum 1. Januar 2017 wurden die drei Pflegestufen in fünf Pflegegrade überführt, ohne neuen Antrag und ohne neue Begutachtung. Nach § 140 SGB XI entspricht Pflegestufe I dem Pflegegrad 2, Stufe II dem Pflegegrad 3 und Stufe III dem Pflegegrad 4. Wer damals übergeleitet wurde, behält diese Zuordnung auch bei einer späteren Begutachtung nach neuem Recht, sie entfällt nur bei einem höheren Pflegegrad oder wenn keine Pflegebedürftigkeit mehr festgestellt wird.

    Die Verbraucherzentrale fasst es so zusammen: Bei Besitzstand ist eine Höherstufung möglich, eine Rückstufung nicht. Ergibt das neue Gutachten allerdings gar keinen Pflegegrad mehr, dürfen die Leistungen eingestellt werden. Klären Sie deshalb früh, ob für Sie eine Überleitung galt. Der Überleitungsbescheid von damals ist dafür ein wichtiger Beleg.

    Widerspruch gegen den Aufhebungsbescheid

    Kommt der Bescheid trotz Stellungnahme, ist der Widerspruch Ihr Mittel. Die Frist beträgt nach § 84 SGG einen Monat ab Bekanntgabe, eingelegt wird er schriftlich bei der Stelle, die den Bescheid erlassen hat. Fehlt im Bescheid der Hinweis auf das Widerspruchsrecht, gilt laut Verbraucherzentrale ein Jahr. Zunächst kann ein kurzes Schreiben genügen, die Begründung reichen Sie nach. Bewahren Sie einen Versandnachweis auf. Alles zu Form und Begründung steht im Beitrag zu Widerspruchsfrist und Begründung.

    Zwei Punkte stärken Ihre Position. Das Widerspruchsgutachten muss von einer Person erstellt werden, die am Vorgutachten nicht beteiligt war. Und bei einer Rückstufung muss der Medizinische Dienst begründen, inwiefern und wodurch sich die Beeinträchtigungen verringert haben. Nach § 86a Abs. 1 SGG hat der Widerspruch grundsätzlich aufschiebende Wirkung. Bleibt er erfolglos, steht der Weg zum Sozialgericht offen.

    Die Monatsfrist läuft ab Zugang des Bescheids. Rufen Sie uns schnell an, wir bereiten den Widerspruch und die Unterlagen mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Pflegekasse ab, kostenfrei.

    Den Alltag absichern, während das Verfahren läuft

    Ein Widerspruchsverfahren dauert, und die Pflege zu Hause geht in dieser Zeit weiter. Wer den Entlastungsbetrag bisher nicht abgerufen hat, kann ihn für Betreuung, Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe einsetzen, sofern ein Pflegegrad besteht. So bekommen pflegende Angehörige spürbar Luft. Bei der Beantragung der Leistungen bei der Pflegekasse unterstützen wir Sie. Mehr dazu in unserem Angebot zur Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Verschlechtert sich der Zustand nach einer Rückstufung wieder, können Sie später erneut eine Höherstufung beantragen. Wie die Begutachtung gelingt, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Vorbereitung auf die Begutachtung.

    Sie möchten wissen, wie Betreuung zu Hause in Düsseldorf neben dem Verfahren organisiert werden kann? Fordern Sie einen Rückruf an, die Beratung ist kostenfrei.

    Häufige Fragen zur Rückstufung

    Darf die Pflegekasse meinen Pflegegrad nach einem Jahr einfach neu prüfen?

    Nein, nicht allein wegen des Zeitablaufs. Nach den Richtlinien des Medizinischen Dienstes braucht es konkrete Hinweise auf eine mögliche Aufhebung der Bewilligung. Anders ist es bei einer ausdrücklich befristeten Bewilligung oder einer Empfehlung im Gutachten.

    Muss ich eine Besserung der Pflegekasse melden?

    Ja, laut Verbraucherzentrale besteht bei einer Besserung eine Mitteilungspflicht, auch bei Kindern, die sich gut entwickeln. Eine Besserung nach Operation oder Reha kann deshalb zu einer neuen Begutachtung führen.

    Was gilt, wenn im Bescheid die Rechtsbehelfsbelehrung fehlt?

    Dann beträgt die Widerspruchsfrist ein Jahr statt eines Monats. Verlassen Sie sich darauf aber nicht, sondern legen Sie Widerspruch am besten sofort ein.

    Hilft Ihnen City Concierge beim Widerspruch?

    Wir bereiten Schreiben und Unterlagen mit Ihnen vor, ordnen Arztberichte und Pflegetagebuch und stimmen uns mit der Pflegekasse ab. Die Entscheidung trifft allein die Pflegekasse. Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen sind für Sie kostenfrei, Details zur Betreuung besprechen wir persönlich. Sie erreichen uns über die Kontaktseite.

    Quellen: Verbraucherzentrale: Wann kann die Pflegekasse den Pflegegrad reduzieren?, Richtlinien des Medizinischen Dienstes Bund zur Pflegebegutachtung, § 48 SGB X, § 24 SGB X, § 140 SGB XI, § 84 SGG, § 86a SGG, BMG: Übersicht Leistungsbeträge 2026, BARMER: Pflegebegutachtung und danach.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Entlastungsbetrag und Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie der Pflegekasse antworten

    Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und bereiten Stellungnahme oder Widerspruch mit Ihnen vor. Unsere Beratung und die Hilfe bei den Unterlagen sind kostenfrei. Wir sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr für Sie da.

  • Wohnumfeldverbesserung: Zuschuss für Umbau in Düsseldorf

    Die Treppe wird zum Hindernis, die Badewanne zur Gefahr, und die Wohnungstür ist zu schmal für den Rollator. Wer zu Hause bleiben möchte, braucht dann oft einen Umbau. Die Pflegekasse kann sich daran beteiligen: mit einem Zuschuss von bis zu 4.180 € je Maßnahme. Entscheidend ist die Reihenfolge, denn der Antrag muss vor dem ersten Handwerkertermin gestellt werden. Bei der Beantragung unterstützt Sie City Concierge, Ihr Betreuungsdienst in Düsseldorf.

    Bevor Sie einen Handwerker beauftragen: Rufen Sie uns an. Wir besprechen mit Ihnen, welche Unterlagen die Pflegekasse für Ihren Umbau braucht, und unterstützen Sie bei der Antragstellung, kostenfrei.

    Was die Pflegekasse unter Wohnumfeldverbesserung versteht

    Rechtsgrundlage ist § 40 Abs. 4 SGB XI. Danach kann die Pflegekasse Maßnahmen bezuschussen, die das Wohnumfeld verbessern, wenn dadurch die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert wird oder eine möglichst selbstständige Lebensführung wiederhergestellt wird. Es geht also nicht um Schönheitsreparaturen, sondern um Umbauten mit einem klaren Bezug zur Pflegesituation.

    Die Verbraucherzentrale NRW nennt als Beispiele das Verbreitern von Türen, Handläufe an der Treppe, eine bodengleiche Dusche und einen Treppenlift. Der Anspruch beginnt bereits mit Pflegegrad 1. Wie sich ein Pflegegrad beantragen lässt, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Pflegegrad beantragen.

    4.180 € je Maßnahme: Was das konkret heißt

    Das Bundesgesundheitsministerium nennt in seiner Übersicht (Stand Juli 2026) bis zu 4.180 € je Maßnahme für die Pflegegrade 1 bis 5, gezahlt auf Antrag als Zuschuss. Wichtig ist, was als „eine Maßnahme“ zählt: Laut Verbraucherzentrale NRW gehört alles, was für die aktuelle Pflegesituation nötig ist, zu einem Vorhaben. Ein Bad-Umbau mit Dusche, Haltegriffen und angepasster Tür wird also in der Regel gemeinsam betrachtet, nicht Teil für Teil.

    Wohnen mehrere Pflegebedürftige in einer Wohnung, gilt der Betrag je Person. Insgesamt sind höchstens 16.720 € je Maßnahme möglich. Die Kosten über dem Zuschuss tragen Sie selbst.

    Sie wissen nicht, ob Ihr Vorhaben als eine oder mehrere Maßnahmen gilt? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir sortieren das gemeinsam mit Ihnen vor, kostenfrei und vor dem Antrag.

    Antrag vor dem Umbau: So gehen Sie vor

    Die wichtigste Regel steht bei der Verbraucherzentrale NRW ausdrücklich: Wenden Sie sich an die Pflegekasse, bevor die Arbeiten beginnen, und warten Sie die schriftliche Bewilligung ab. Wer zuerst bezahlt und danach die Rechnung einreicht, riskiert, dass der Zuschuss abgelehnt wird. Die Reihenfolge:

    1. Bedarf klären: Was macht den Alltag unsicher oder die Pflege schwer?
    2. Mindestens einen Kostenvoranschlag einer Fachfirma einholen, manche Kassen verlangen mehrere.
    3. Antrag mit Kostenvoranschlag bei der Pflegekasse einreichen.
    4. Schriftliche Bewilligung abwarten.
    5. Umbau ausführen lassen und die Rechnung einreichen, danach wird der Zuschuss ausgezahlt.

    Die Pflegekasse kann die Notwendigkeit vom Medizinischen Dienst oder einer Pflegefachperson prüfen lassen. Auch das Gutachten zur Pflegebedürftigkeit kann solche Maßnahmen empfehlen. Wie Sie sich darauf vorbereiten, steht in unserem Beitrag zur Begutachtung für den Pflegegrad.

    Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto vom Antragsformular Ihrer Kasse. Wir sehen es durch und sagen Ihnen, was noch fehlt, kostenfrei.

    Treppenlift, Dusche, Türen: Wann welcher Umbau passt

    Ob ein Umbau anerkannt wird, hängt vom Einzelfall ab. Zur Orientierung, was Betroffene und Angehörige häufig prüfen:

    • Treppenlift, wenn Stufen im Haus nicht mehr sicher zu bewältigen sind.
    • Bodengleiche Dusche statt Badewanne, wenn der Einstieg nicht mehr gelingt oder Pflegende beim Waschen helfen müssen.
    • Türverbreiterung, wenn Rollator oder Rollstuhl nicht durchpassen.
    • Handläufe und feste Haltegriffe in Flur, Treppenhaus und Bad.

    Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Eine ältere Dame wird zunehmend unsicher auf den Beinen, das Bad hat nur eine hohe Wannenkante. Die Familie holt einen Kostenvoranschlag für eine bodengleiche Dusche ein und stellt den Antrag, bevor der Handwerker kommt. Wenn Stürze Sie schon beschäftigen, hilft auch unser Beitrag zu Sturz und Gangunsicherheit.

    Mietwohnung: Wann der Vermieter gefragt werden muss

    In einer Mietwohnung brauchen Sie in der Regel die Zustimmung des Vermieters. Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW können Mieter nach § 554a BGB einen barrierefreien Umbau verlangen, wenn eine pflegebedürftige oder behinderte Person ihn braucht. Sie sollten den Plan mit dem Vermieter besprechen und die Notwendigkeit erklären, etwa mit Pflegegrad-Bescheid oder ärztlicher Bescheinigung. Der Vermieter kann ablehnen, wenn sein Interesse am unveränderten Zustand überwiegt, zum Beispiel bei großen Eingriffen in die Bausubstanz. Die Umbaukosten tragen Mieter selbst, und beim Auszug muss der frühere Zustand wiederhergestellt werden, sofern nichts anderes vereinbart ist.

    Mietwohnung und Pflegekasse zugleich abstimmen? Wir ordnen mit Ihnen die Unterlagen für beide Seiten und stimmen uns im Antragsverfahren mit der Kasse ab. Rufen Sie uns an, die Beratung ist kostenfrei.

    Zweiter Zuschuss und weitere Fördertöpfe

    Ein weiterer Zuschuss ist nur möglich, wenn sich die Pflegesituation seit dem letzten Antrag verändert hat. Die Verbraucherzentrale NRW nennt als Beispiel eine verschlechterte Beweglichkeit, durch die erstmals ein Treppenlift nötig wird.

    Darüber hinaus nennt sie weitere Möglichkeiten: den KfW-Kredit „Altersgerecht umbauen“, den KfW-Investitionszuschuss zur Barrierereduzierung (nur, solange Mittel verfügbar sind, und nur vor Projektbeginn beantragen), Landesprogramme in NRW sowie Eingliederungshilfe, die vom Einkommen abhängt. Welche Programme aktuell offen sind, sollten Sie vor dem Antrag direkt bei den Stellen prüfen.

    Mehrere Förderstellen, ein Umbau: Lassen Sie sich zurückrufen. Wir helfen Ihnen kostenfrei, die Reihenfolge der Anträge zu planen.

    Beratung vor Ort in Düsseldorf

    Für die Planung gibt es in Düsseldorf eine kostenlose Wohnberatung, die laut Pflegewegweiser NRW zu Wohnen im Alter, bei Behinderung und Pflegebedürftigkeit berät, auch direkt in Ihrer Wohnung, und zu Wohnraumanpassung. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich. Die Wohnberatung schaut sich Ihre Wohnung an, wir helfen bei den Antragsunterlagen und der Abstimmung mit der Kasse.

    Für den Alltag während und nach dem Umbau gibt es weitere Bausteine: Technische Hilfen wie ein Hausnotruf sind eine eigene Leistung, mehr dazu unter Hausnotruf und Pflegekasse. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch erklärt unser Beitrag Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Begleitung und Unterstützung im Haushalt finden Sie bei unserer Alltagsbegleitung in Düsseldorf.

    Fragen zu Antrag oder Ablauf? Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, wir melden uns Mo bis Fr zwischen 8 und 18 Uhr. Die Beratung ist kostenfrei.

    Häufige Fragen zum Zuschuss für den Umbau

    Gibt es den Zuschuss auch bei Pflegegrad 1?

    Ja. Laut Verbraucherzentrale NRW besteht der Anspruch bereits ab Pflegegrad 1. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme die häusliche Pflege ermöglicht oder erleichtert oder die Selbstständigkeit fördert.

    Zahlt die Kasse, wenn der Umbau schon fertig ist?

    Das ist riskant. Wer zuerst bezahlt und danach die Rechnung einreicht, bekommt laut Verbraucherzentrale NRW unter Umständen keinen Zuschuss. Stellen Sie den Antrag deshalb immer vorab und warten Sie die schriftliche Bewilligung ab.

    Was, wenn der Umbau mehr als 4.180 € kostet?

    Der Zuschuss ist nach § 40 Abs. 4 SGB XI auf 4.180 € je Maßnahme begrenzt. Den Rest zahlen Sie selbst, außer Sie finden zusätzliche Förderungen, zum Beispiel über KfW oder Landesprogramme.

    Kann ich nach einem Treppenlift später noch einmal einen Zuschuss bekommen?

    Nur, wenn sich die Pflegesituation inzwischen verändert hat. Einen neuen Antrag stellen Sie dann wieder vorab bei der Pflegekasse.

    Hilft City Concierge beim Antrag?

    Ja. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Die Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Unterlagen sind für Sie kostenfrei. Wie Sie parallel Ihre Leistungen nutzen, zeigt die Seite zum Entlastungsbetrag in Düsseldorf.

    Quellen: § 40 SGB XI (gesetze-im-internet.de), BMG: Pflegeleistungen zum Nachschlagen (Stand 07/2026), Verbraucherzentrale NRW: Wohnungsanpassung (Stand 04/2026), Pflegewegweiser NRW: Wohnberatung Düsseldorf, betanet: Wohnumfeldverbesserung.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Entlastungsbetrag und Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Erst anrufen, dann umbauen

    Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag stellen oder einen Handwerker beauftragen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, helfen kostenfrei bei den Unterlagen und stimmen uns mit der Kasse ab. Mehr zur Beratung bei Pflegegrad: Pflegeberatung nach § 7a.

  • Fibromyalgie und chronischer Schmerz: Haushaltshilfe in Düsseldorf

    Montag geht vieles, Dienstag kaum etwas: Wer mit Fibromyalgie oder chronischen Schmerzen lebt, kennt diese Schwankungen. Der Haushalt richtet sich nicht nach der Tagesform, und auch Anträge bei Kranken- und Pflegekasse verlangen Kraft, die an schlechten Tagen fehlt.

    Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie in Düsseldorf Alltag und Haushalt neu sortieren, welche Hilfen es gibt und wie ein Antrag vorbereitet wird. Wir bei City Concierge unterstützen Sie dabei, auch bei der Beantragung einer Haushaltshilfe bei der Krankenkasse.

    Ein Anruf genügt: Wir klären mit Ihnen, welche Leistung zu Ihrer Situation passt, und bereiten den Antrag mit vor. Die Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Gute Tage, schlechte Tage: Was die Krankheit im Haushalt verändert

    Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung mit tiefliegenden Muskelschmerzen in mehreren Körperregionen. Nach Angaben von gesundheitsinformation.de sind etwa zwei von hundert Erwachsenen in Deutschland betroffen, meist wird die Diagnose zwischen 40 und 60 Jahren gestellt. Dazu kommen häufig nicht erholsamer Schlaf, schnelle Erschöpfung und Konzentrationsprobleme, die manche als „Fibro-Nebel“ beschreiben.

    Der Verlauf wechselt oft zwischen stärkeren und fast beschwerdefreien Phasen. Genau das macht den Haushalt so zermürbend: Staubsaugen, Wäsche aufhängen oder der Wocheneinkauf sind an guten Tagen machbar, an schlechten eine Hürde.

    Ähnliche Muster kennen auch Menschen mit Rheuma und Arthrose oder mit Long Covid und ME/CFS.

    Den Haushalt an die Tagesform anpassen

    Ärztliche Vorgaben und die Therapie gehen vor. Für den Alltag nennt gesundheitsinformation.de einige Strategien, die viele Betroffene als hilfreich erleben:

    • für anstrengende Aufgaben mehr Zeit einplanen und Pausen einbauen,
    • Perfektionismus loslassen und die eigenen Grenzen beachten,
    • Bewegung langsam beginnen und in kleinen Schritten steigern, denn die Rheuma-Liga weist darauf hin, dass Gymnastik die Schmerzen anfangs verstärken kann.

    Praktisch heißt das: Aufgaben in kleine Teile zerlegen, Schweres nicht auf schlechte Tage legen und feste Wochentage für Hilfe vereinbaren. Dann hängt der Haushalt nicht von der Tagesform ab.

    Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, an welchen Tagen und bei welchen Aufgaben Sie Unterstützung bräuchten. Wir melden uns und besprechen kostenfrei, wie ein fester Rhythmus aussehen kann.

    Feste Hilfe statt Kraftakt: Was wir übernehmen

    City Concierge unterstützt Menschen in Düsseldorf im Alltag: Wir übernehmen Haushaltsaufgaben wie Wäsche, Einkauf und Ordnung, begleiten Sie zu Arztterminen oder zum Spaziergang und sind einfach da, wenn der Tag schwer ist. Therapie und Medikation bleiben bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

    Wie oft jemand kommt, legen wir mit Ihnen fest. Mehr dazu unter Alltagsbegleitung in Düsseldorf.

    Haushaltshilfe der Krankenkasse: Wann sie bei chronischen Schmerzen in Frage kommt

    Nach § 38 SGB V besteht Anspruch auf Haushaltshilfe, wenn Sie den Haushalt wegen schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung nicht weiterführen können, etwa nach einem Klinikaufenthalt oder bei ambulanter Krankenhausbehandlung. Eine dauerhaft stabile Erkrankung allein reicht dafür nicht, eine akute schwere Phase oder ein Klinikaufenthalt kann dagegen ein Anlass sein.

    Die Dauer beträgt ohne Kind im Haushalt höchstens vier Wochen. Lebt ein Kind unter zwölf Jahren oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind im Haushalt, sind es bis zu 26 Wochen. Zudem gilt: Kann eine andere Person im Haushalt ihn weiterführen, besteht kein Anspruch. Haben Sie bereits Pflegegrad 2 bis 5, greift dieser Weg bei schwerer Krankheit nicht, dann kommen Leistungen der Pflegeversicherung in Betracht. Manche Kassen sehen in der Satzung weitergehende Möglichkeiten vor.

    Wichtig ist die Genehmigung vor Beginn der Hilfe. Mehr zu Voraussetzungen und Ablauf lesen Sie in unserem Beitrag zur Haushaltshilfe bei Krankheit.

    Steht ein Klinikaufenthalt an oder liegt er hinter Ihnen und der Haushalt steht still? Fordern Sie einen Rückruf an, wir prüfen mit Ihnen die Unterlagen und stimmen uns mit Ihrer Kasse ab.

    Pflegegrad bei Fibromyalgie: Was die Begutachtung tatsächlich misst

    Keine Diagnose führt automatisch zu einem Pflegegrad. Entscheidend ist, wie selbstständig Sie im Alltag sind. Der Medizinische Dienst prüft sechs Bereiche: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen sowie Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

    Für Betroffene wichtig: Haushaltsführung und außerhäusliche Aktivitäten werden zwar erfasst, fließen aber nicht in die Punktzahl ein. Pflegegrad 1 beginnt bei 12,5 Punkten, Pflegegrad 2 bei 27 Punkten (Quelle: Bundesgesundheitsministerium). Dass der Haushalt allein nicht mehr zu schaffen ist, begründet also noch keinen Pflegegrad. Ob und welcher Pflegegrad zuerkannt wird, entscheiden Medizinischer Dienst und Pflegekasse.

    Wie der Antrag gestellt wird und welche Fristen gelten, steht in unserem Beitrag Pflegegrad beantragen.

    Der schlechte Tag muss im Gutachten vorkommen

    Die Begutachtung findet zuhause statt und dauert bis zu einer Stunde. Fällt der Termin auf einen guten Tag, entsteht schnell ein zu positives Bild. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, ein Pflegetagebuch zu führen und darin gerade die schlechten Tage festzuhalten, außerdem eine Vertrauensperson mitzunehmen. Schildern Sie Ihre Einschränkungen ehrlich, weder beschönigt noch übertrieben.

    Halten Sie zudem aktuelle Arzt- und Klinikberichte der letzten zwölf Monate, Ihren Medikationsplan und eine Liste Ihrer Hilfsmittel bereit (Hinweise der AOK). Mehr dazu unter Pflegetagebuch und Begutachtung, weitere Hinweise im Beitrag Begutachtung vorbereiten.

    Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Wer an drei von sieben Tagen kaum aus dem Bett kommt, sollte genau diese Tage mit Uhrzeit und Folgen notieren, statt dem Gutachter nur den guten Montag zu zeigen.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag auf einen Pflegegrad selbst stellen. Wir helfen kostenfrei beim Ausfüllen, ordnen Ihre Unterlagen und bereiten den Termin mit Ihnen vor.

    131 Euro im Monat: Entlastungsbetrag und Pflegegeld

    Mit anerkanntem Pflegegrad steht Ihnen der Entlastungsbetrag zu, bis zu 131 Euro monatlich, in allen Pflegegraden von 1 bis 5 (Stand 2026, Bundesgesundheitsministerium). Er ist zweckgebunden und kann nach § 45b SGB XI unter anderem für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag eingesetzt werden. Die Erstattung erfolgt gegen Belege bei der Pflegekasse. Mehr dazu auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag in Düsseldorf.

    Ab Pflegegrad 2 gibt es zusätzlich Pflegegeld, 2026 sind es 347 Euro monatlich bei Pflegegrad 2 und 599 Euro bei Pflegegrad 3. Alles dazu im Beitrag zu den Leistungen bei Pflegegrad 2.

    Sie wissen nicht, ob für Sie Haushaltshilfe, Entlastungsbetrag oder zunächst ein Pflegegrad-Antrag der richtige Schritt ist? Lassen Sie sich zurückrufen, die Ersteinschätzung ist kostenfrei.

    So gehen wir den Antrag mit Ihnen an

    1. Sie rufen an oder schreiben uns, wir klären Ihre Situation und Ihren Versicherungsstatus.
    2. Wir benennen die passende Leistung und die nötigen Unterlagen, etwa ärztliche Bescheinigung oder Berichte.
    3. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Die Hilfe beim Ausfüllen ist kostenfrei.
    4. Nach der Entscheidung starten wir mit der Unterstützung im Alltag, so wie sie zu Ihrer Tagesform passt.

    Als Vertragspartner der Krankenkassen für Versicherte mit Wohnsitz in NRW rechnen wir bei der Haushaltshilfe direkt mit der Kasse ab.

    Auch Erschöpfung und Sorgen gehören oft dazu, mehr dazu im Beitrag zu Angst und Burnout.

    Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto Ihres Bescheids oder Ihrer Unterlagen. Wir sehen es durch und sagen Ihnen, was als Nächstes zu tun ist.

    Häufige Fragen zu Fibromyalgie und Haushaltshilfe

    Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe bei Fibromyalgie?

    Nicht für die Diagnose als solche. Anspruch nach § 38 SGB V besteht bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung, wenn Sie den Haushalt nicht führen können und niemand im Haushalt einspringen kann. Ob das zutrifft, entscheidet die Kasse. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor.

    Bekomme ich mit Fibromyalgie einen Pflegegrad?

    Das hängt vom Einzelfall ab. Der Medizinische Dienst bewertet, wie selbstständig Sie in sechs Lebensbereichen sind, nicht die Diagnose. Haushaltsführung zählt dabei nicht in die Punktzahl.

    Was nutzt mir der Entlastungsbetrag?

    Mit einem Pflegegrad können Sie bis zu 131 Euro im Monat für anerkannte Unterstützungsangebote im Alltag einsetzen. Wir erklären Ihnen kostenfrei, wie die Abrechnung mit der Pflegekasse funktioniert.

    Muss ich an einem guten Tag zur Begutachtung?

    Der Termin wird vorher angekündigt. Gehen Sie ehrlich mit Ihrer Tagesform um, führen Sie ein Pflegetagebuch und nehmen Sie eine Vertrauensperson mit. So wird auch sichtbar, wie schlechte Tage aussehen.

    Wo finde ich Austausch mit anderen Betroffenen?

    Selbsthilfegruppen und Patientenschulungen, zum Beispiel über die Rheuma-Liga, bieten Austausch und Wissen rund um die Erkrankung. Bei der Suche nach einem Angebot in Düsseldorf beraten wir Sie gern.

    Quellen: gesundheitsinformation.de: Fibromyalgie, Deutsche Rheuma-Liga: Fibromyalgie, § 38 SGB V, § 45b SGB XI, Bundesgesundheitsministerium: Leistungsbeträge 2026, Bundesgesundheitsministerium: Pflegebedürftigkeit, Verbraucherzentrale: Begutachtung vorbereiten, AOK: Pflegebegutachtung.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Wir nehmen Ihnen den Papierkram ab

    Gute Tage sollen Ihnen gehören, nicht den Formularen. Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen: Wir beraten Sie kostenfrei, helfen kostenfrei beim Ausfüllen und stimmen uns mit Ihrer Kasse ab. Eine Übersicht finden Sie auch auf unserer Seite zur Haushaltshilfe in Düsseldorf.

  • Tagespflege Düsseldorf: Kosten, Antrag und Eigenanteil 2026

    Morgens abgeholt, nachmittags wieder zu Hause: Für viele Familien ist die Tagespflege der Punkt, an dem der Alltag wieder planbar wird. Die Mutter ist unter Menschen, die Tochter kann arbeiten, abends sitzt man gemeinsam am Tisch. Dieser Ratgeber erklärt, was Tagespflege in Düsseldorf leistet, was die Pflegekasse zahlt und wo Eigenanteile entstehen. Auch den Ablauf der Anmeldung, den Entlastungsbetrag als Hilfe beim Eigenanteil und die Frage, wie sich Tagespflege mit Betreuung zu Hause verbinden lässt, finden Sie hier.

    Sie planen Tagespflege und sind unsicher bei den Unterlagen? Rufen Sie uns an, bevor Sie etwas einreichen. Wir unterstützen die Beantragung, bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Pflegekasse ab. Die Beratung ist kostenfrei.

    Ein Tag in der Tagespflege: Was dort geschieht

    Tagespflege ist eine teilstationäre Leistung. Die Verbraucherzentrale beschreibt sie so: Die pflegebedürftige Person wird meist von zu Hause abgeholt, verbringt den Tag mit anderen Gästen in der Einrichtung und wird danach wieder heimgebracht. Dort gibt es gemeinsame Mahlzeiten, Beschäftigung und Förderung, außerdem Pflege nach Bedarf. Die Techniker Krankenkasse nennt als Beispiele Gedächtnistraining oder gemeinsames Singen. Üblich ist ein Tag etwa vom Frühstück bis zum Nachmittagskaffee.

    Besucht wird die Einrichtung ein- oder mehrmals pro Woche, je nach Bedarf. Gut passt das, wenn tagsüber niemand zu Hause ist, wenn Einsamkeit zum Problem wird oder wenn Angehörige eine feste Verschnaufpause brauchen. Abende, Nächte und meist auch das Wochenende bleiben zu Hause. Wie sich das organisieren lässt, zeigt unser Beitrag zu den Alternativen zur 24-Stunden-Pflege.

    Was die Pflegekasse zahlt, und zwar zusätzlich zum Pflegegeld

    Anspruch auf Tagespflege besteht ab Pflegegrad 2 (§ 41 SGB XI). Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Kosten einschließlich Betreuung bis zu einem Höchstbetrag pro Monat. Für 2026 nennt das Bundesgesundheitsministerium:

    • Pflegegrad 2: bis zu 721 €
    • Pflegegrad 3: bis zu 1.357 €
    • Pflegegrad 4: bis zu 1.685 €
    • Pflegegrad 5: bis zu 2.085 €

    Der entscheidende Punkt: Diese Beträge werden nicht auf Pflegegeld oder Pflegesachleistung angerechnet. Beides können Sie in vollem Umfang daneben nutzen (§ 41 Abs. 3 SGB XI). Ein denkbares Beispiel, kein realer Fall: Bei Pflegegrad 3 beträgt das Pflegegeld 599 € im Monat. Wird zusätzlich Tagespflege genutzt, kann die Kasse deren pflegebedingte Kosten bis 1.357 € übernehmen, ohne dass sich das Pflegegeld mindert. Wie sich Pflegegeld und Pflegedienst zu Hause aufteilen lassen, zeigt der Beitrag zur Kombinationsleistung.

    Bei Pflegegrad 1 gibt es keine Tagespflege-Leistung der Kasse. Hier kann der Entlastungsbetrag von bis zu 131 € monatlich eingesetzt werden.

    Welcher Pflegegrad liegt vor, und wie weit reicht der Betrag? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir ordnen die Leistungen kostenfrei mit Ihnen und klären, was Sie bei der Pflegekasse einreichen müssen.

    Eigenanteil: Wofür Sie selbst aufkommen

    Die Pflegekasse zahlt nicht alles. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums und der Verbraucherzentrale tragen Sie selbst:

    • Unterkunft und Verpflegung,
    • gesondert berechnete Investitionskosten der Einrichtung,
    • Kosten, die über den monatlichen Höchstbetrag Ihres Pflegegrads hinausgehen.

    Wie hoch das ausfällt, hängt von Einrichtung und Besuchstagen ab. Konkrete Tagessätze einzelner Düsseldorfer Häuser nennen wir hier nicht, lassen Sie sich diese schriftlich geben und vergleichen Sie mindestens zwei Angebote.

    Eigenanteil abfedern: Entlastungsbetrag und Sozialhilfe

    Der Entlastungsbetrag von bis zu 131 € im Monat darf ausdrücklich für Tages- und Nachtpflege eingesetzt werden (§ 45b SGB XI). Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass er sich anteilig für Hotel- und Investitionskosten nutzen lässt. Rechnet die Einrichtung nicht direkt ab, gehen Sie zunächst in Vorleistung und reichen die Rechnungen bei der Pflegekasse ein. Der Anspruch entsteht ohne vorherigen Antrag, erstattet wird gegen Belege. Nicht verbrauchte Beträge lassen sich in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen. Alles Wichtige dazu steht auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag in Düsseldorf.

    Reicht auch das nicht aus, kann nach Auskunft der Verbraucherzentrale Sozialhilfe beantragt werden. Wichtig dabei: Unterschreiben Sie den Vertrag mit der Einrichtung nicht im eigenen Namen, sondern als Bevollmächtigte oder Bevollmächtigter bzw. als Betreuer, und kennzeichnen Sie das deutlich. Sonst übernimmt das Sozialamt unter Umständen keine Kosten.

    Rechnung der Tagespflege liegt vor und Sie wissen nicht, ob sie erstattungsfähig ist? Schicken Sie uns eine kurze WhatsApp. Wir schauen kostenfrei mit Ihnen, wie der Entlastungsbetrag passt.

    Fahrdienst: Hin und zurück gehört zur Leistung

    Die notwendige Beförderung von der Wohnung zur Einrichtung und zurück ist Teil des Anspruchs (§ 41 SGB XI). Die Techniker Krankenkasse erläutert, dass viele Einrichtungen einen Fahrservice anbieten, der im Preis enthalten ist, sofern Sie im Einzugsgebiet wohnen. Bei größeren Entfernungen kann die Einrichtung nach Angabe des Bundesgesundheitsministeriums Transportkosten berechnen. Fragen Sie deshalb schon beim ersten Gespräch nach Abholzeiten, Einzugsgebiet und danach, ob eine Begleitung bis zur Wohnungstür dazugehört. Wer zusätzlich auf Fahrten zum Arzt oder zu Terminen angewiesen ist, findet Hinweise im Beitrag zu Fahrdiensten für Senioren in Düsseldorf.

    Anmeldung Schritt für Schritt

    Ein förmlicher Antrag mit Formular ist bei Tagespflege nicht in jedem Fall nötig. Die Techniker Krankenkasse schreibt, man teile ihr lediglich die gewählte Einrichtung mit. Die Kasse prüft, ob ein Versorgungsvertrag besteht, und stellt eine Bescheinigung für die Einrichtung aus. Andere Kassen können das anders handhaben, fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse nach. In der Praxis hilft diese Reihenfolge:

    1. Pflegegrad klären. Liegt noch keiner vor, beginnt alles mit dem Antrag auf Pflegeleistungen, siehe Pflegegrad beantragen: Ablauf und Fristen.
    2. Zwei bis drei Einrichtungen ansehen, Tagessätze und Fahrdienst schriftlich erfragen.
    3. Gewählte Einrichtung der Pflegekasse mitteilen und die Bescheinigung anfordern.
    4. Vertrag mit der Einrichtung abschließen, bei Vollmacht in der richtigen Funktion unterschreiben.
    5. Besuchstage festlegen und nach einiger Zeit prüfen, ob Umfang und Ablauf passen.

    Möchten Sie die Mitteilung an die Pflegekasse nicht allein formulieren? Rufen Sie uns vorher an. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und helfen Ihnen kostenfrei bei den Unterlagen.

    Tagespflege und Betreuung zu Hause: So ergänzen sie sich

    Tagespflege deckt die Stunden in der Einrichtung ab. Davor, danach und an den übrigen Tagen bleibt Zeit, die ausgefüllt sein will. Hier setzen wir als Betreuungsdienst an: Wir begleiten morgens beim Aufstehen und Frühstück, helfen im Haushalt, gehen mit zum Arzt oder zum Einkauf und sind an Tagen da, an denen keine Tagespflege stattfindet. Pflegerische Leistungen oder medizinische Behandlung übernehmen wir nicht, dafür gelten die Vorgaben von Ärztin, Arzt oder Pflegedienst.

    Zwei Rechenaufgaben sind dabei sinnvoll. Erstens: Der Entlastungsbetrag ist begrenzt, er kann für Tagespflege-Eigenanteile oder für unsere Betreuung verwendet werden, aber nicht doppelt. Zweitens: Ob mehr Tagespflege oder mehr Betreuung zu Hause besser passt, hängt vom Menschen ab. Wer Gruppen mag, profitiert von der Einrichtung. Wer Ruhe und vertraute Räume braucht, fährt oft besser mit einer festen Bezugsperson zu Hause. Wir stellen beides ohne Wertung gegenüber.

    Unklar, ob für Ihre Angehörigen eher Tagespflege oder feste Betreuung zu Hause passt? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir besprechen es kostenfrei und stimmen die nächsten Schritte mit Ihnen ab.

    Häufige Fragen zur Tagespflege in Düsseldorf

    Zahlt die Pflegekasse Tagespflege, wenn ich schon Pflegegeld bekomme?

    Ja. Tagespflege wird nicht auf Pflegegeld oder Pflegesachleistung angerechnet und kann in vollem Umfang zusätzlich genutzt werden. Das gilt ab Pflegegrad 2.

    Gibt es Tagespflege bei Pflegegrad 1?

    Eine Leistung der Pflegekasse für Tagespflege gibt es bei Pflegegrad 1 nicht. Möglich ist die Finanzierung über den Entlastungsbetrag von bis zu 131 € im Monat.

    Ist der Fahrdienst extra zu bezahlen?

    Die notwendige Beförderung gehört zum Anspruch. Bei größeren Entfernungen kann die Einrichtung Transportkosten berechnen, das hängt vom Angebot ab. Klären Sie das vor Vertragsabschluss schriftlich.

    Wie oft kann ich die Tagespflege besuchen?

    Ein oder mehrere Tage pro Woche sind möglich. Die Obergrenze bildet der monatliche Höchstbetrag Ihres Pflegegrads, darüber hinaus fallen Eigenkosten an.

    Kann ich das Angebot später ändern?

    Ja. Nach Auskunft der Techniker Krankenkasse lassen sich Pflegeleistungen anpassen, wenn sich der Bedarf ändert. Sprechen Sie dafür mit Ihrer Pflegekasse und der Einrichtung. Zur geplanten Pflegereform 2027, die noch nicht beschlossen ist, lesen Sie unseren Beitrag zur Pflegereform.

    Quellen: § 41 SGB XI Tagespflege und Nachtpflege, § 45b SGB XI Entlastungsbetrag, BMG: Teilstationäre Tages- oder Nachtpflege, BMG: Übersicht Leistungsbeträge 2026, Verbraucherzentrale: Tages- und Nachtpflege, Techniker Krankenkasse: Tagespflege und Nachtpflege, Barmer: Tages- und Nachtpflege.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Entlastungsbetrag und Haushaltshilfe.

    Ihr nächster Schritt: Erst anrufen, dann einreichen

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Tagespflege beantragen oder einen Vertrag unterschreiben. Wir bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor, stimmen uns mit der Pflegekasse ab und zeigen, wie sich Tagespflege mit unserer Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung in Düsseldorf verbinden lässt. Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind kostenfrei.

  • Inkontinenz im Alltag: Hilfsmittel und Pflegegrad in Düsseldorf

    Ungewollter Urinverlust oder Stuhlabgang ist für viele Menschen peinlicher als jede andere Beschwerde. Deshalb wird der Alltag still umgebaut: weniger Besuche, kürzere Wege, heimliche Wäsche. Dabei gibt es Hilfen, die Sie nutzen können, und Inkontinenz spielt auch bei der Einstufung in einen Pflegegrad eine Rolle. Wir erklären, was die Krankenkasse, die Pflegekasse und der Entlastungsbetrag hier jeweils leisten.

    Sie möchten das Thema ohne Peinlichkeit besprechen? Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge stellen. Wir hören ruhig zu, beraten Sie kostenfrei und bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor.

    Das Schweigen brechen: Wie Sie das Thema ansprechen

    Das Klinikum Dortmund nennt in einer Patienteninformation über acht Millionen Betroffene in Deutschland, aber nur etwa jeder Fünfte suche ärztliche Hilfe. Das Tabu ist also groß. Apotheken.de rät, offen mit Angehörigen, Freunden und der Ärztin oder dem Arzt zu sprechen und Kontakte und Hobbys nicht aufzugeben.

    Ein Einstieg, der vielen leichtfällt: Sprechen Sie über die Folgen, nicht über das Körperliche. Sätze wie „Ich gehe ungern ohne Toilette in der Nähe aus dem Haus“ sind sachlich und reichen als Anfang. Bei uns bleibt dieses Gespräch vertraulich und ohne Wertung.

    Erst die Ursache klären, dann versorgen

    Inkontinenz ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Symptom mit verschiedenen Ursachen. Die apotheken.de nennt unter anderem Belastungs-, Drang- und Überlaufinkontinenz sowie neurologische Formen, etwa bei Parkinson oder Multipler Sklerose. Bei Männern kommt sie oft nach einer Prostata-OP vor, wie in unserem Beitrag zur Haushaltshilfe nach Prostata-OP beschrieben. Die Diagnose stellen Urologie, Gynäkologie oder Hausarztpraxis.

    Hilfreich für den Termin ist ein Miktionsprotokoll: Es hält Trinkmengen, Toilettengänge, Harndrang und Vorlagenwechsel fest. Welche Behandlung sinnvoll ist, entscheiden Ihre Ärztinnen und Ärzte.

    Vorlagen vom Rezept oder 42 Euro von der Pflegekasse?

    Diese beiden Wege werden oft verwechselt, dabei laufen sie über unterschiedliche Kassen.

    • Saugende Inkontinenzhilfen (Vorlagen, Einlagen, Slips) sind ein Hilfsmittel der Krankenkasse. Laut Verbraucherzentrale brauchen Sie eine ärztliche Verordnung, und die Kasse zahlt bei mindestens mittelgradiger Inkontinenz. Bezogen wird über Vertragspartner Ihrer Kasse. Die Zuzahlung beträgt zehn Prozent, höchstens 10 Euro im Monat. Wünschen Sie höherwertige Produkte, trägt die Aufzahlung Ihr Geldbeutel.
    • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zahlt die Pflegekasse mit bis zu 42 Euro im Monat (§ 40 Abs. 2 SGB XI, Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums 2026). Die DAK nennt als Beispiele saugende Bettschutzeinlagen für den Einmalgebrauch, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel. Voraussetzung ist ein Pflegegrad.

    Beides lässt sich also kombinieren: Vorlagen über die Krankenkasse, Bettschutz und Handschuhe über die Pflegekasse. Wie der Antrag auf die 42 Euro läuft, steht in unserem Ratgeber zum Antrag auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

    Rezept, Vertragspartner, Pflegekasse: Wer erst alles sortieren muss, verliert schnell die Lust. Schicken Sie uns kurz eine WhatsApp-Nachricht, wir ordnen mit Ihnen die Unterlagen und helfen Ihnen kostenfrei beim Ausfüllen.

    Der Weg zur Toilette: Wo es im Alltag hakt

    Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Eine ältere Dame schafft den Weg zur Toilette nur langsam, nachts mit Angst vor dem Sturz. Sie trinkt deshalb weniger, was Harnwegsinfekte fördern kann. Laut apotheken.de sollen es etwa zwei bis zweieinhalb Liter täglich sein. Wer ausreichend trinken will, braucht also einen Weg, der sich sicher anfühlt.

    Praktisch helfen oft feste Toilettenzeiten und, wenn die Ärztin es empfiehlt, ein Toilettenstuhl. Für größere Umbauten gibt es Zuschüsse, mehr dazu unter Wohnumfeldverbesserung.

    Wir unterstützen bei dem, was den Alltag rund um die Toilette entlastet:

    • Wäsche waschen, besonders Bettwäsche und Unterwäsche, die jetzt öfter anfällt
    • Besorgungen im Sanitätshaus oder in der Apotheke
    • Begleitung zur Arztpraxis oder zu Terminen
    • Gesellschaft und Spaziergänge, damit Sie nicht zu Hause bleiben

    Körpernahe Pflege und medizinische Versorgung gehören nicht zu unseren Leistungen. Dafür sprechen Sie mit Praxis, Pflegeberatung oder einem ärztlich verordneten Pflegedienst. Unsere Alltagsbegleitung setzt davor an.

    Die Wäsche stapelt sich, und Sie trauen sich kaum noch aus dem Haus? Rufen Sie uns an. Wir besprechen mit Ihnen, welche Entlastung Ihre Pflegekasse bezahlen kann, und stimmen den Antrag mit der Kasse ab.

    So fließt Inkontinenz in die Begutachtung ein

    Der Medizinische Dienst prüft beim Pflegegrad, wie selbstständig Sie in sechs Bereichen sind. Die Toilettennutzung und der Umgang mit Inkontinenz gehören laut § 14 Abs. 2 SGB XI zu Modul 4, der Selbstversorgung. Dieses Modul zählt mit 40 Prozent in der Gesamtwertung, wie das Infoblatt der Pflegeberatung erläutert.

    Nach Anlage 1 zu § 15 SGB XI wird jedes Kriterium nach dem Grad der Selbstständigkeit bewertet:

    • Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls: bis zu 6 Punkte
    • Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz, auch Dauerkatheter und Urostoma: bis zu 3 Punkte
    • Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz und Umgang mit Stoma: bis zu 3 Punkte

    Die Punkte für Harn- und Stuhlinkontinenz zählen nur, wenn die Person überwiegend oder vollständig inkontinent ist oder Urin oder Stuhl künstlich abgeleitet wird. Stomaversorgung und Einmalkatheterisierung können zusätzlich in Modul 5 gezählt werden. Auch Wege zur Toilette hängen an der Beweglichkeit, also an Modul 1.

    Zur Einordnung: Ein Pflegegrad 1 beginnt bei 12,5 Gesamtpunkten, Pflegegrad 2 bei 27. Inkontinenz allein entscheidet also nicht, es zählt das Gesamtbild. Wie die Module zusammenwirken, erklärt der Beitrag Pflegegrad Punkte und Module. Haushaltsführung fließt nicht als eigenes Modul ein, Einschränkungen dort werden über die anderen Bereiche berücksichtigt (§ 14 Abs. 3 SGB XI).

    Vor der Begutachtung stellt sich oft die Frage, was man sagen soll. Fordern Sie einen Rückruf an. Wir helfen Ihnen kostenfrei, Ihre Situation ehrlich und vollständig zu beschreiben.

    Pflegetagebuch: Den Alltag so zeigen, wie er ist

    Aus Scham wird beim Gutachten gern beschönigt. Das schadet, denn der Medizinische Dienst kann nur bewerten, was er erfährt. Notieren Sie über ein bis zwei Wochen, wann Hilfe nötig war: beim Weg zur Toilette, beim Wechseln der Vorlage, bei Wäsche und Hautpflege nach einem Missgeschick. Wie das Tagebuch aufgebaut sein kann, steht unter Pflegetagebuch für die Begutachtung.

    Ob ein Pflegegrad zuerkannt wird, entscheidet allein die Pflegekasse auf Grundlage des Gutachtens. Wir unterstützen die Beantragung, bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab.

    Entlastungsbetrag: 131 Euro für Betreuung und Alltagshilfe

    Mit Pflegegrad stehen Ihnen bis zu 131 Euro im Monat zu (§ 45b SGB XI, Leistungsübersicht 2026). Sie können das Geld unter anderem für nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag nutzen, also etwa Betreuung und Haushaltshilfe. Die Erstattung erfolgt gegen Belege bei der Pflegekasse. In Pflegegrad 2 bis 5 darf der Betrag nicht für Leistungen der Selbstversorgung eines Pflegedienstes eingesetzt werden.

    Wie Sie das Budget in Düsseldorf sinnvoll einteilen, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Entlastungsbetrag. Die Reform ab 2027 ist noch nicht beschlossen, Näheres unter Pflegereform 2027.

    Sie wissen nicht, ob Ihr Entlastungsbetrag schon genutzt wird? Rufen Sie an. Wir klären kostenfrei, was Ihnen zusteht, und übernehmen die Abstimmung mit der Pflegekasse.

    Häufige Fragen zu Inkontinenz und Pflegegrad

    Bekomme ich wegen Inkontinenz automatisch einen Pflegegrad?

    Nein. Der Medizinische Dienst bewertet Ihre Selbstständigkeit in allen sechs Modulen. Inkontinenz zählt in Modul 4 mit, entscheidend ist die Gesamtpunktzahl. Die Entscheidung trifft die Pflegekasse.

    Wer zahlt Vorlagen, wenn ich keinen Pflegegrad habe?

    Die Krankenkasse kann Inkontinenzhilfen auch ohne Pflegegrad zahlen, wenn Ihre Ärztin sie verordnet und die Inkontinenz mindestens mittelgradig ist. Die 42 Euro der Pflegekasse setzen dagegen einen Pflegegrad voraus.

    Reichen die 42 Euro für Windeln und Vorlagen?

    Sie sind für Verbrauchsmaterial wie Bettschutz, Handschuhe und Desinfektion gedacht. Saugende Hilfsmittel laufen über das Kassenrezept. Welche Produkte in Ihrem Fall bezahlt werden, klärt Ihre Krankenkasse mit dem Vertragspartner.

    Hilft City Concierge beim Toilettengang?

    Körpernahe Pflege leisten wir nicht. Wir übernehmen Wäsche, Besorgungen, Begleitung und Gesellschaft und helfen kostenfrei beim Antrag. Mehr zur Alltagsbegleitung in Düsseldorf finden Sie bei den Leistungen.

    Wer hilft mir beim Antrag auf Pflegegrad?

    Wir unterstützen Sie bei Antrag, Unterlagen und Abstimmung mit der Pflegekasse. Unsere Beratung ist für Sie kostenfrei. Rufen Sie uns am besten an, bevor Sie den Antrag selbst stellen.

    Quellen: § 40 SGB XI, Gesetze im Internet, § 14 SGB XI, Gesetze im Internet, Anlage 1 zu § 15 SGB XI, Gesetze im Internet, § 45b SGB XI, Gesetze im Internet, Bundesgesundheitsministerium, Leistungsbeträge 2026, Verbraucherzentrale, Inkontinenzhilfen auf Rezept, DAK, Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, Pflegeberatung.de, Infoblatt Begutachtungsmodule, apotheken.de, Harninkontinenz, Klinikum Dortmund, Patienteninformation Inkontinenz.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Alltagsbegleitung und Entlastungsbetrag.

    Sprechen Sie mit uns, bevor Sie den Antrag stellen

    Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW. Die Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Unterlagen sind für Sie kostenfrei, die Entscheidung trifft die Kasse. Erreichbar sind wir Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.

  • Polyneuropathie im Alltag: Pflegegrad und Hilfe in Düsseldorf

    Der Fuß ist taub, die Zehen brennen nachts, und beim Knöpfen oder Tabletten Herausdrücken fehlt das Gefühl in den Fingern. Viele Menschen mit Polyneuropathie merken erst spät, dass sie sich verletzt haben oder unsicher auf den Beinen sind. Dieser Ratgeber zeigt, was die Nervenerkrankung im Alltag bedeutet, wie Sie Stürze und unbemerkte Wunden vermeiden und wann ein Pflegegrad infrage kommt.

    Wir von City Concierge unterstützen Familien in Düsseldorf bei Betreuung und Alltagshilfe und bei der Beantragung von Leistungen wie dem Entlastungsbetrag.

    Bevor Sie einen Antrag auf Pflegegrad oder Leistungen selbst stellen: Rufen Sie uns an. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und helfen kostenfrei beim Ausfüllen der Unterlagen.

    Wenn die Füße nichts mehr melden

    Bei einer Polyneuropathie sind mehrere Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark geschädigt. Typisch sind Kribbeln, Taubheit, Brennen und ein nachlassendes Temperaturempfinden. Auch Muskelschwäche, Krämpfe und Schwindel nach dem Aufstehen können auftreten (gesund.bund.de). Häufigste Auslöser sind ein schlecht eingestellter Diabetes und starker Alkoholkonsum. Bei vielen älteren Menschen bleibt die Ursache unklar.

    Bei diabetischer Neuropathie sind die Beschwerden nachts oft stärker. Betroffen sind meist die Füße, aber auch Hände und Unterschenkel. Etwa die Hälfte der Betroffenen hat laut gesund.bund.de gar keine Beschwerden. Heilbar ist die diabetische Neuropathie nicht, Ziel der Behandlung ist, das Fortschreiten zu verlangsamen. Welche Therapie sinnvoll ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Wer vor allem unter anhaltenden Schmerzen leidet, findet im Beitrag zu chronischem Schmerz im Alltag ergänzende Hinweise.

    Wo es im Alltag konkret hakt

    Ob Hilfe nötig ist, zeigt sich selten an der Diagnose, sondern an einzelnen Handgriffen. Typische Situationen:

    • Einkaufen und Tragen: Wer die Füße nicht mehr spürt, geht unsicherer, besonders auf unebenem Boden oder in der Dunkelheit.
    • Kochen und Heißes: Ein nachlassendes Temperaturempfinden erhöht das Risiko, sich an Herd, Wasser oder Wärmflasche zu verbrennen, ohne es zu bemerken.
    • Feinarbeit: Knöpfe, Reißverschlüsse, Medikamentenblister oder Schlüssel gelingen mit tauben Fingern schlechter.
    • Fußpflege: Die Füße täglich zu kontrollieren ist schwer, wenn Beweglichkeit oder Sehkraft fehlen.
    • Wege und Termine: Arztbesuche, Podologie und Apotheke kosten Kraft, wenn jeder Schritt unsicher ist.

    Hier setzt unsere Alltagsbegleitung an: Wir gehen mit zum Einkauf, begleiten zu Terminen und unterstützen im Haushalt. Medizinische Behandlung bleibt bei Ärztin, Arzt und Pflegedienst.

    Sie wissen nicht, welche Hilfe in Ihrer Situation überhaupt möglich ist? Fordern Sie einen Rückruf an, wir sortieren das kostenfrei mit Ihnen.

    Unbemerkte Wunden vermeiden: Fußkontrolle, Schuhe, Wasser

    Weil Schmerz, Druck und Wärme schlechter gespürt werden, können Verletzungen lange unbemerkt bleiben. Die KKH empfiehlt, die Füße möglichst täglich zu untersuchen und auf rissige Haut, Druckstellen, Rötungen, Blasen und eingewachsene Nägel zu achten. Bei Bedarf helfen ein Spiegel oder eine andere Person. Nach KKH gilt außerdem: nicht barfuß und nicht nur in Strümpfen laufen, Schuhe mit festem Fersenhalt und Platz für die Zehen tragen und sie vor dem Anziehen innen abtasten.

    Gesund.bund.de rät, die Wassertemperatur beim Baden mit dem Ellenbogen zu prüfen. Sind Hornhaut oder Nägel selbst nicht mehr sicher zu pflegen, kann bei Nerven- oder Gefäßveränderungen eine podologische Behandlung verordnet werden, sofern die Füße wundfrei sind (KKH). Bei kleinsten Verletzungen sollten Sie sofort die Arztpraxis aufsuchen. Wir ersetzen weder Fußpflege noch Wundversorgung, erinnern aber an Termine und begleiten Sie dorthin.

    Sturzgefahr in den eigenen vier Wänden senken

    Gefühlsstörungen erschweren das Gehen und erhöhen das Sturzrisiko. Nach gesund.bund.de können Haltegriffe im Bad, Nachtlichter und Physiotherapie helfen. Prüfen Sie Teppichkanten, Kabel und Schwellen, und sorgen Sie für gute Beleuchtung auf dem Weg zur Toilette. Mehr Praxistipps finden Sie in unserem Beitrag zur Sturzvorbeugung.

    Für größere Umbauten gibt es mit Pflegegrad Zuschüsse. Das Bundesgesundheitsministerium nennt bis zu 4.180 € je Maßnahme (Stand 2026), wie im Beitrag zur Wohnungsanpassung beschrieben. Wer zusätzlich Diabetes hat, findet im Beitrag Diabetes im Alltag weitere Hinweise.

    Eine Stufe, ein Bad ohne Haltegriff, ein unsicherer Gang: Schildern Sie uns kurz per WhatsApp, was im Alltag schwierig ist. Wir zeigen kostenfrei, welche Anträge infrage kommen.

    Reicht die Diagnose für einen Pflegegrad?

    Nein, die Diagnose allein entscheidet nicht. Pflegebedürftig ist, wer wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen dauerhaft, voraussichtlich mindestens sechs Monate, Hilfe anderer braucht (§ 14 SGB XI). Entscheidend ist, wie selbstständig Sie im Alltag sind. Bewertet werden sechs Bereiche, darunter Mobilität, Selbstversorgung und der Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen. Haushaltsführung ist kein eigenes Modul.

    Bei Polyneuropathie kommen etwa unsicheres Gehen, Hilfe beim Duschen oder Anziehen oder die Medikamentengabe in Betracht. Die Module sind unterschiedlich gewichtet: Selbstversorgung zählt mit 40 Prozent, die Bewältigung krankheitsbedingter Anforderungen mit 20 Prozent, Mobilität mit 10 Prozent (§ 15 SGB XI). Pflegegrad 1 beginnt bei 12,5 Gesamtpunkten, Pflegegrad 2 bei 27 Punkten. Wie die Rechnung im Einzelnen läuft, steht im Beitrag zu Punkten und Modulen. Ob und welcher Pflegegrad zuerkannt wird, entscheidet allein die Pflegekasse.

    Die Begutachtung: Zeigen Sie den Alltag, wie er ist

    Nach dem Antrag kündigt der Medizinische Dienst den Termin schriftlich an, meist findet er bei Ihnen zu Hause statt und dauert 60 bis 90 Minuten. Eine Vertrauensperson darf dabei sein. Die Begutachtung soll laut Pflegewegweiser NRW spätestens 20 Arbeitstage nach Antrag stattfinden, die Pflegekasse entscheidet spätestens nach 25 Arbeitstagen.

    Sinnvoll sind Arztbriefe, Medikamentenplan und ein Pflegetagebuch über einige Tage: Wobei brauchen Sie Hilfe, wie oft, auch nachts? Gerade bei schwankenden Beschwerden hilft das, den Alltag realistisch darzustellen. Eine Vorlage und Tipps finden Sie auf unserer Seite zum Pflegetagebuch, den Ablauf erklärt der Beitrag zur Vorbereitung der Begutachtung.

    Sie möchten den Termin des Medizinischen Dienstes gut vorbereiten? Rufen Sie uns vorher an. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, stimmen uns mit der Pflegekasse ab und gehen das Pflegetagebuch kostenfrei mit Ihnen durch.

    Was die Pflegekasse zahlt und wofür Sie es nutzen

    Nach der Broschüre des Bundesgesundheitsministeriums (Stand 2026) gelten diese Beträge:

    • Entlastungsbetrag: bis zu 131 € monatlich, ab Pflegegrad 1
    • Pflegegeld monatlich: Pflegegrad 2 347 €, Pflegegrad 3 599 €, Pflegegrad 4 800 €, Pflegegrad 5 990 €
    • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: bis zu 42 € monatlich
    • Gemeinsamer Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege: bis zu 3.539 € je Kalenderjahr, ab Pflegegrad 2

    Den Entlastungsbetrag können Sie für Betreuung, Begleitung und Hilfe im Haushalt durch anerkannte Angebote einsetzen, auch bei Pflegegrad 1. Wie das konkret läuft, steht im Beitrag zu Haushaltshilfe bei Pflegegrad 1. Eine Reform ab 2027 ist nicht beschlossen, Hintergründe lesen Sie unter Pflegereform 2027.

    Liegt noch kein Pflegegrad vor, kann nach einem Klinikaufenthalt oder bei schwerer Krankheit unter Umständen eine Haushaltshilfe der Krankenkasse möglich sein. Mit Pflegegrad 2 bis 5 greifen stattdessen die Leistungen der Pflegekasse.

    Unsicher, ob Pflegegeld, Entlastungsbetrag oder beides für Sie passt? Wir rechnen es gemeinsam durch, die Beratung ist für Sie kostenfrei. Fordern Sie einfach einen Rückruf an.

    Häufige Fragen zu Polyneuropathie, Pflegegrad und Hilfe im Alltag

    Bekomme ich mit Polyneuropathie automatisch einen Pflegegrad?

    Nein. Der Pflegegrad hängt nicht von der Diagnose ab, sondern davon, wie selbstständig Sie im Alltag sind. Der Medizinische Dienst prüft das bei der Begutachtung, die Pflegekasse entscheidet.

    Zählt die Hilfe bei der Fußkontrolle für den Pflegegrad?

    Sie gehört zu dem, was Sie dem Medizinischen Dienst schildern sollten, etwa im Pflegetagebuch. Wie sie bewertet wird, entscheidet der Gutachter im Gesamtbild der sechs Bereiche.

    Kann ich Hilfe bekommen, bevor der Pflegegrad entschieden ist?

    Das Verfahren dauert wenige Wochen. Rufen Sie uns in dieser Zeit an, wir besprechen mit Ihnen, welche Unterstützung schon jetzt möglich ist und was nach dem Bescheid folgt.

    Übernehmen Sie Verbandswechsel oder Insulingabe?

    Nein. Medizinische Versorgung bleibt bei Ärztin, Arzt oder Pflegedienst. Wir übernehmen Betreuung, Alltagsbegleitung und Hilfe im Haushalt und stimmen uns bei Bedarf mit den Beteiligten ab.

    Was kostet mich die Antragshilfe?

    Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Antragsunterlagen sind kostenfrei. Zu unseren Leistungen sprechen wir persönlich mit Ihnen.

    Quellen: gesund.bund.de: Polyneuropathie, gesund.bund.de: Diabetische Neuropathie, KKH: Diabetischer Fuß, § 14 SGB XI, § 15 SGB XI, Pflegewegweiser NRW: Begutachtung durch den Medizinischen Dienst, BMG: Pflegeleistungen zum Nachschlagen (Stand 07/2026).

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag stellen

    Montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sind wir für Sie da. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, stimmen uns mit der Kasse ab und beraten Sie kostenfrei. Alternativ erreichen Sie uns über unser Kontaktformular.

  • Leberzirrhose: Betreuung, Haushaltshilfe und Pflegegrad

    Bei einer Leberzirrhose ist der Alltag oft schwer vorherzusagen. An einem Tag klappt vieles, am nächsten fehlt die Kraft, die Beine schwellen an oder der Partner wirkt auf einmal fahrig und schläft tagsüber ein. Angehörige wissen oft nicht, was noch Alltag ist und was zur Ärztin oder zum Arzt gehört.

    Wir von City Concierge sind Ihr Betreuungsdienst in Düsseldorf. Wir übernehmen Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe, medizinische Entscheidungen bleiben bei Ihrer Klinik und Ihrer Praxis. Wie sich beides sinnvoll trennen lässt, zeigt dieser Ratgeber.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen: Wir klären mit Ihnen, ob Pflegegrad, Entlastungsbetrag oder Haushaltshilfe der richtige Weg ist. Die Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Was bei Leberzirrhose im Alltag auffällt

    Bei einer Zirrhose wird Lebergewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt. Am Anfang bleibt das oft unbemerkt. Müdigkeit, nachlassende Leistung, Übelkeit und Druck unter dem rechten Rippenbogen können erste Hinweise sein. Später kommen unter anderem Gelbfärbung der Haut, ein geschwollener Bauch, Muskelabbau und Juckreiz hinzu (Techniker Krankenkasse).

    Drei Komplikationen prägen den Alltag besonders:

    • Bauchwasser (Aszites), das Druck, Schwellung und Schmerzen verursachen kann
    • Krampfadern in Speiseröhre und Magen, die bluten können
    • die hepatische Enzephalopathie, bei der die Leber Giftstoffe nicht mehr ausreichend abbaut und das Gehirn betroffen ist

    Ob und wie behandelt wird, entscheiden die Fachärztinnen und Fachärzte. Unsere Rolle beginnt dort, wo es um den Tag danach geht: einkaufen, kochen, Wege, Termine, Gesellschaft.

    Verwirrt, schläfrig, zittrig: wenn das Gehirn mitbetroffen ist

    Die hepatische Enzephalopathie zeigt sich in Stufen. Leichte Formen äußern sich durch Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und kleine Persönlichkeitsveränderungen. Stärker ausgeprägt kommen Desorientiertheit, Zittern der Hände und verwaschene Sprache dazu. Es gibt auch eine verdeckte Form, die ohne spezielle Tests kaum auffällt (Deutsche Leberstiftung).

    Die ärztliche Leitlinie weist darauf hin, dass die Erkrankung die Lebensqualität mindert, das Sturzrisiko erhöht und die Fahreignung einschränken kann (AWMF-Leitlinie). Nach einer ausgeprägten Episode sollte zunächst nicht Auto gefahren werden. Wann das wieder möglich ist, klären Betroffene mit der behandelnden Ärztin.

    Was Sie als Angehörige tun können, ohne ärztliche Aufgaben zu übernehmen: erste Veränderungen aufschreiben, Auffälligkeiten zügig der Praxis oder Klinik melden und darauf achten, dass verordnete Medikamente wie Laktulose regelmäßig genommen werden. Als Ziel nennt die Leberstiftung drei weiche Stuhlgänge pro Tag. Dosierung und Anpassung bleiben Sache der Ärzte.

    Wenn Sie tagsüber nicht ständig anwesend sein können, begleiten wir den Alltag stundenweise. Lassen Sie sich zurückrufen, wir besprechen die Beantragung gemeinsam und kostenfrei.

    Bauchwasser, Salz und Gewicht: der Haushalt mit Auflagen

    Wer Bauchwasser hat, bekommt häufig Hinweise zu Ernährung und Trinkmenge. Die Deutsche Leberhilfe nennt bei Aszites derzeit 5 bis 6,5 Gramm Salz am Tag. Salz steckt reichlich in Brot, Suppen, Fertiggerichten und herzhaften Snacks. Eine Trinkmengenbegrenzung ist nach dieser Quelle meist nicht nötig und wird bei Bedarf von der Ärztin festgelegt (Deutsche Leberhilfe).

    Überraschend für viele: Eiweiß soll bei Zirrhose meist nicht eingespart werden. Die Leitlinie empfiehlt 1,2 bis 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Die Leberhilfe rät zu vier bis sechs kleinen Mahlzeiten plus einer kleinen Spätmahlzeit. Das Maß im Einzelfall legen Ärztin oder Ernährungsberatung fest.

    Genau hier hilft Alltagsunterstützung. Wer kaum Appetit hat, schnell erschöpft ist oder schwere Einkaufstaschen nicht tragen kann, kommt leicht in eine Abwärtsspirale. Wir kaufen mit Ihnen ein, bereiten Mahlzeiten nach den Vorgaben Ihrer Ärzte zu oder begleiten Sie beim Wiegen und Notieren, das die Leberhilfe bei Mangelernährung empfiehlt. Alkohol soll bei Zirrhose vollständig wegfallen (TK).

    Wann Sie nicht abwarten sollten

    Manche Anzeichen gehören nicht in den Alltag, sondern sofort in ärztliche Hände. Ein Universitätsspital nennt für Angehörige unter anderem schwarzen Stuhl oder Blut im Stuhl, Fieber ab 38 Grad, Verwirrtheit, Desorientierung, Teilnahmslosigkeit, Zittern der Hände oder verwaschene Sprache (Inselspital Bern). Bei Blutungen oder starker Verschlechterung gilt in Deutschland der Notruf 112.

    Dort steht auch, dass Angehörige klären sollten, wer einen Wohnungsschlüssel für den Notfall hat und ob eine Patientenverfügung existiert. Dazu passt unser Ratgeber zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

    Fragen zu Medikamenten, auch zu rezeptfreien Schmerzmitteln, gehören in die Praxis. Die TK weist darauf hin, rezeptfreie Mittel vorher ärztlich abzuklären, da regelmäßig hohe Dosen Paracetamol die Leber schädigen können.

    Sie haben unsichere Tage und wollen jemanden, der verlässlich vorbeikommt? Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, wir melden uns und erklären kostenfrei, welche Unterstützung die Kasse tragen kann.

    Pflegegrad bei Leberzirrhose: worauf es ankommt

    Die Diagnose allein ergibt keinen Pflegegrad. Entscheidend ist, wie selbstständig Sie im Alltag sind. Pflegebedürftig im Sinn des Gesetzes ist, wer wegen gesundheitlicher Einschränkungen auf Dauer, voraussichtlich mindestens sechs Monate, Hilfe braucht (§ 14 SGB XI). Der Medizinische Dienst bewertet dafür sechs Bereiche: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen sowie Gestaltung des Alltags und sozialer Kontakte (Medizinischer Dienst).

    Schwankende Tage lassen sich im Gutachten schwer vermitteln. Ein Pflegetagebuch über einige Wochen macht den Hilfebedarf sichtbar. Wie das geht, steht in unserem Beitrag zum Pflegetagebuch für die Begutachtung. Wie sich Punkte aus den Modulen zusammensetzen, erklärt der Artikel Pflegegrad: Punkte und Module. Ob Ihr Fall den Anforderungen genügt, entscheidet allein die Pflegekasse auf Grundlage des Gutachtens.

    Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Das umfasst Unterlagen, Fristen und Rückfragen. Wie Antrag und Widerspruch grundsätzlich ablaufen, lesen Sie unter Pflegegrad beantragen.

    Noch kein Pflegegrad beantragt? Rufen Sie vorher an. Wir gehen mit Ihnen die Unterlagen durch und helfen kostenfrei beim Ausfüllen der Antragsunterlagen.

    Haushaltshilfe der Kasse oder Entlastungsbetrag: der richtige Topf

    Welche Leistung passt, hängt vom Pflegegrad ab.

    Ohne Pflegegrad 2 bis 5 kann nach § 38 SGB V eine Haushaltshilfe der Krankenkasse in Frage kommen, etwa nach einem Klinikaufenthalt wegen einer Komplikation. Bei schwerer Krankheit gilt sie bis zu vier Wochen. Nach dem Gesetz ist sie ausgeschlossen, wenn Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt oder wenn eine andere Person im Haushalt den Haushalt weiterführen kann (§ 38 SGB V). Mehr dazu in unserem Beitrag zur Haushaltshilfe bei Krankheit und auf der Seite Haushaltshilfe in Düsseldorf.

    Mit Pflegegrad greift der Entlastungsbetrag: Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf bis zu 131 Euro monatlich für anerkannte Angebote, die pflegende Angehörige entlasten und die Selbstständigkeit im Alltag fördern (§ 45b SGB XI). Details finden Sie auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag in Düsseldorf.

    Unsicher, welcher Weg für Sie gilt? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir ordnen Ihre Situation ein und übernehmen die Abstimmung mit Ihrer Kasse, die Beratung ist kostenfrei.

    Wenn zusätzlich andere Organe leiden oder eine Transplantation ansteht

    Manche Betroffene haben zusätzlich Nierenprobleme, andere stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Dafür gibt es eigene Ratgeber: zur Betreuung bei Niereninsuffizienz und Dialyse und zur Haushaltshilfe nach einer Organtransplantation.

    Nach einer Entlassung stimmen wir die Hilfe mit Ihnen ab, damit der erste Tag zu Hause nicht ohne Unterstützung beginnt.

    Die Entlassung steht bevor? Schreiben Sie uns die Eckdaten per WhatsApp, wir melden uns zügig und helfen kostenfrei bei den Unterlagen für die Kasse.

    Häufige Fragen zu Leberzirrhose, Betreuung und Pflegegrad

    Bekomme ich bei Leberzirrhose automatisch einen Pflegegrad?

    Nein. Maßgeblich ist nicht die Diagnose, sondern der Hilfebedarf im Alltag, den der Medizinische Dienst in sechs Bereichen bewertet. Die Entscheidung trifft die Pflegekasse. Wir helfen Ihnen kostenfrei, den Antrag und die Unterlagen vorzubereiten.

    Darf eine Betreuungskraft bei Verwirrtheit Medikamente geben?

    Medizinische Aufgaben gehören nicht zu unseren Leistungen. Wir können im Alltag erinnern und begleiten, was die Ärztin verordnet hat. Bei Veränderungen wie Verwirrtheit oder Schläfrigkeit melden wir uns bei Ihnen, und die Praxis klärt das Weitere.

    Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe, wenn ich bereits Pflegegrad 2 habe?

    Die Haushaltshilfe wegen schwerer Krankheit nach § 38 SGB V ist ausgeschlossen, sobald Pflegegrad 2 bis 5 besteht. Dann kommen Entlastungsbetrag und weitere Leistungen der Pflegekasse in Betracht. Rufen Sie uns an, wir erklären Ihnen die Möglichkeiten kostenfrei.

    Was ist, wenn die Pflegekasse ablehnt?

    Gegen einen Bescheid können Sie Widerspruch einlegen. Wie das geht, lesen Sie im Ratgeber Pflegegrad Widerspruch.

    Quellen: Techniker Krankenkasse: Leberzirrhose, Deutsche Leberstiftung: Hepatische Enzephalopathie, Deutsche Leberhilfe: Ernährung, AWMF S2k-Leitlinie Komplikationen der Leberzirrhose, § 14 SGB XI, § 45b SGB XI, § 38 SGB V, Medizinischer Dienst: Pflegebegutachtung.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Wir entlasten Sie bei Leberzirrhose in Düsseldorf

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Ihren Antrag stellen. Wir unterstützen die Beantragung, stimmen uns mit der Kasse ab und beraten Sie kostenfrei. Mehr zur Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

  • Morbus Crohn und Colitis: Haushaltshilfe im Schub in Düsseldorf

    Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verlaufen meist in Schüben. Zwischen den Phasen mit Durchfall, Bauchschmerzen und Erschöpfung liegen oft Wochen oder Monate, in denen der Alltag fast normal läuft. Doch wenn ein Schub kommt oder eine Klinikaufnahme nötig wird, bleibt der Haushalt liegen. Wir erklären, wann die Krankenkasse dann eine Haushaltshilfe nach § 38 SGB V bezahlt und wie Sie Hilfe organisieren, ob Sie 25 sind oder 75. Die Schritte zum Antrag finden Sie auf unserer Seite zum Haushaltshilfe-Antrag bei der Krankenkasse.

    Gerade im Schub oder kurz vor der Klinikaufnahme? Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag selbst stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, und unsere Beratung ist kostenfrei.

    Schub, Klinik, Erschöpfung: Woran der Haushalt dann scheitert

    Die Patienteninformation von gesundheitsinformation.de beschreibt im akuten Schub vor allem Bauchschmerzen und Durchfall, dazu Gewichtsverlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, teils auch Fieber. Bei Colitis ulcerosa nennt die Seite zusätzlich häufigen, starken Stuhldrang. Müdigkeit und Abgeschlagenheit können laut gesundheitsinformation.de auch zwischen den Schüben bestehen bleiben.

    Das hat praktische Folgen. Wer mehrmals täglich zur Toilette muss und kaum Kraft hat, schafft keinen Großeinkauf, keine Wäscheberge und kein Kochen für mehrere Tage. Typische Lücken sind:

    • Einkauf und Besorgungen, besonders wenn Sie das Haus kaum verlassen mögen
    • Wäsche, denn Bettwäsche und Kleidung müssen im Schub öfter gewechselt werden
    • Kochen in kleinen Portionen, mehrmals am Tag
    • Bad und Toilette sauber halten, wenn sie stark beansprucht sind
    • Müll, Spülmaschine, Küche aufräumen

    Die Behandlung richtet sich nach den Vorgaben Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes. Wir übernehmen Haushalt und Alltagsbegleitung, keine medizinische Pflege.

    Essen im Schub und in ruhigen Phasen: Was das für Einkauf und Küche heißt

    Eine Einheitsdiät gibt es nicht. Die Techniker Krankenkasse nennt für Morbus Crohn mehrere kleine, fettarme Mahlzeiten und 2 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich, im Schub ballaststoffarme Kost wie gedünstetes Gemüse und Kartoffeln. Verzichten sollten Sie auf Lebensmittel, die Ihre Beschwerden verstärken. Die Patienteninformation von ernaehrung.de unterscheidet bei Colitis ulcerosa nach Phase: im akuten Schub ballaststoffarme, angepasste Vollkost, in der Remission Vollkost nach Art der mediterranen Ernährung mit wenig verarbeiteten Lebensmitteln. Eine Ernährungsberatung durch eine Fachkraft wird dort empfohlen.

    Welche Kost für Sie richtig ist, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrer Ernährungsberatung. Im Haushalt ändert sich dadurch der Einkaufszettel, und es wird öfter und in kleinen Mengen gekocht. Wir kaufen nach Ihrer Liste ein und bereiten Mahlzeiten nach Ihren Vorgaben zu.

    Schreiben Sie uns per WhatsApp, welche Aufgaben im Schub bei Ihnen liegen bleiben. Wir sagen Ihnen kostenfrei, welche Unterlagen die Kasse für den Antrag braucht.

    Junge Betroffene: Job, Studium, Familie und plötzlich ein Schub

    Morbus Crohn beginnt laut gesundheitsinformation.de meist zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr, die TK nennt vor allem Menschen zwischen 20 und 30. Bei Colitis ulcerosa liegt der Beginn am häufigsten zwischen 20 und 40. Wer in dieser Lebensphase einen Schub bekommt, steckt oft mitten im Berufsleben und hat vielleicht kleine Kinder.

    Dann zählt die Regel für Haushalte mit Kindern: Lebt ein Kind unter 12 Jahren (oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind) im Haushalt, sind nach § 38 SGB V bis zu 26 Wochen möglich. Wenn Sie ein Kind allein großziehen, lesen Sie unseren Beitrag zur Haushaltshilfe für Alleinerziehende.

    Ein denkbares Beispiel, kein realer Fall: Eine junge Frau liegt nach einem Schub eine Woche in der Klinik und kommt erschöpft nach Hause. Im Kühlschrank ist nichts, die Wäsche stapelt sich. Die Haushaltshilfe erledigt Einkauf, Kochen und Wäsche, während sie sich erholt.

    Ältere Betroffene: Wenn zur Darmerkrankung andere Einschränkungen kommen

    Colitis ulcerosa kann laut gesundheitsinformation.de in jedem Alter auftreten. Kommen zum Schub weitere Einschränkungen hinzu, werden Treppen und schwere Einkaufstaschen schnell zum Problem, und Angehörige wohnen nicht immer in der Nähe.

    Entscheidend ist der Pflegegrad. Mit Pflegegrad 2 bis 5 besteht nach § 38 SGB V bei schwerer Krankheit kein Anspruch auf Haushaltshilfe, dann kommen die Leistungen der Pflegekasse infrage. Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben nach § 45b SGB XI Anspruch auf bis zu 131 Euro monatlich, zweckgebunden etwa für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Mehr dazu auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag in Düsseldorf. Wie ein Antrag auf Pflegegrad abläuft, steht in unserem Beitrag Pflegegrad beantragen. Für regelmäßige Begleitung ohne akuten Schub ist unsere Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung der passende Weg.

    Sie sind unsicher, ob bei Ihnen die Krankenkasse oder die Pflegekasse zuständig ist? Lassen Sie sich zurückrufen. Wir sortieren das gemeinsam mit Ihnen, kostenfrei und ohne Verpflichtung.

    Wann die Kasse eine Haushaltshilfe bei Crohn oder Colitis zahlt

    Nach § 38 SGB V besteht Anspruch auf Haushaltshilfe, wenn Sie wegen einer Krankenhausbehandlung den Haushalt nicht weiterführen können und ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt lebt. Ohne Pflegegrad 2 bis 5 gilt der Anspruch auch bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, dann ohne Kind höchstens vier Wochen. Eine Diagnose allein reicht nicht: Entscheidend ist, dass Sie den Haushalt zurzeit nicht führen können.

    Der Anspruch besteht nur, soweit keine andere Person im Haushalt den Haushalt weiterführen kann. Die TK nennt für Versicherte ab 18 Jahren eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten pro Tag, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Zusätzlich zum Antrag bestätigt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf einem zweiten Formular, dass Sie den Haushalt krankheitsbedingt nicht führen können. Manche Kassen sehen in der Satzung weitere Fälle vor (§ 38 Abs. 2 SGB V). Den allgemeinen Rahmen erklärt unser Beitrag Haushaltshilfe bei Krankheit nach § 38 SGB V. Für Schübe, die in der Klinik enden, ist Haushaltshilfe nach dem Krankenhausaufenthalt der passende Beitrag.

    Ärztliche Bescheinigung, Antrag, Rückfragen der Kasse: Bei der Beantragung bereiten wir den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Rufen Sie uns vor dem Absenden an, das ist kostenfrei.

    Wenn eine Operation nötig wird

    Gesundheitsinformation.de beschreibt, dass bei Morbus Crohn eine Operation nötig werden kann, wenn Medikamente nicht ausreichend helfen. Dabei werden betroffene Darmabschnitte entfernt, manchmal wird vorübergehend, seltener dauerhaft ein künstlicher Darmausgang angelegt. Bei Colitis ulcerosa kommt eine Operation in Betracht, wenn Medikamente nicht helfen oder Komplikationen drohen, dabei wird der gesamte Dickdarm entfernt.

    Wie sich der Haushalt in dieser Zeit organisieren lässt, lesen Sie in unserem Beitrag zur Haushaltshilfe nach Darm-OP und Stoma.

    Eine Operation steht an? Schreiben Sie uns kurz Ihr Datum. Wir können den Antrag vor dem Klinikaufenthalt gemeinsam vorbereiten, die Beratung ist kostenfrei.

    Wer neben der Haushaltshilfe noch unterstützt

    Für die Behandlung nennt gesundheitsinformation.de fachärztliche Praxen oder Kliniken für Gastroenterologie. Die TK rät, bei Anzeichen eines Schubs früh zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen. Als Selbsthilfe nennt sie den DCCV e. V.

    Für den Alltag zu Hause sind wir da, nach den Vorgaben Ihrer Klinik oder Ärztin.

    Häufige Fragen zu Crohn, Colitis und Haushaltshilfe

    Reicht die Diagnose Morbus Crohn für eine Haushaltshilfe?

    Nein, die Diagnose allein genügt nicht. Entscheidend ist, ob Sie den Haushalt wegen einer Krankenhausbehandlung oder schwerer Krankheit gerade nicht weiterführen können und niemand im Haushalt einspringen kann. Die Kasse prüft das im Einzelfall.

    Wie lange zahlt die Kasse die Haushaltshilfe bei einem Schub?

    Nach § 38 SGB V bei schwerer Krankheit höchstens vier Wochen, bei einem Kind unter 12 Jahren im Haushalt bis zu 26 Wochen. Über Umfang und Dauer entscheidet die Kasse.

    Was gilt, wenn ich bereits Pflegegrad 2 habe?

    Dann greift § 38 SGB V bei schwerer Krankheit nicht. Stattdessen können Sie Leistungen der Pflegekasse nutzen, etwa den Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat nach § 45b SGB XI. Wir erklären Ihnen kostenfrei, welche Möglichkeiten für Sie passen.

    Kochen Sie auch Schonkost?

    Wir kochen nach Ihren Vorgaben. Welche Kost richtig ist, bestimmen Ihre Ärztin oder Ihre Ernährungsberatung.

    Was kostet mich die Haushaltshilfe?

    Bei Versicherten ab 18 Jahren fällt laut TK eine Zuzahlung von zehn Prozent der Tageskosten an, mindestens 5 und höchstens 10 Euro pro Tag. Die Abrechnung läuft direkt zwischen uns und der Kasse.

    Quellen: Morbus Crohn, gesundheitsinformation.de, Colitis ulcerosa, gesundheitsinformation.de, Patienteninformation Colitis ulcerosa, ernaehrung.de, Morbus Crohn, Techniker Krankenkasse, § 38 SGB V, Gesetze im Internet, § 45b SGB XI, Gesetze im Internet, Techniker Krankenkasse, Voraussetzungen Haushaltshilfe.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Schub, Klinik, Haushalt: Wir unterstützen bei Antrag und Alltag

    Rufen Sie uns Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr an, schreiben Sie per WhatsApp oder fordern Sie einen Rückruf an. Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Antragsunterlagen sind kostenfrei. Alles zu unserem Angebot finden Sie auf der Seite Haushaltshilfe in Düsseldorf oder über unser Kontaktformular.

  • Schwerhörigkeit im Alter: Alltagshilfe und Pflegegrad

    Der Fernseher läuft zu laut, das Telefon klingelt ins Leere, und beim Arzt wird genickt, obwohl vieles nicht angekommen ist. Schwerhörigkeit zeigt sich im Alter oft zuerst im Alltag, lange bevor jemand von Hörverlust spricht. Dieser Ratgeber zeigt, was sich im Alltag verändert, wie Begleitung hilft und was ein Hörverlust bei der Einstufung in einen Pflegegrad bedeutet. Wir von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf, bereiten Anträge mit Ihnen vor, zum Beispiel zum Entlastungsbetrag.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen: Wir besprechen mit Ihnen, welche Hilfe zu Ihrem Alltag passt. Unsere Beratung ist kostenfrei.

    Wenn Zuhören zur Schwerstarbeit wird

    Altersschwerhörigkeit ist die häufigste Ursache für einen Hörverlust. Das Deutsche Rehaportal der Rentenversicherung beschreibt sie nicht als Krankheit, sondern als Folge des biologischen Alterns. Betroffene hören oft zuerst die hohen Töne schlechter. Die Lautstärke wirkt dann unverändert, die Sprache aber undeutlich. Das erklärt den bekannten Satz: „Ich höre gut, ihr nuschelt nur.“

    Im Gespräch müssen sich Betroffene stark konzentrieren, etwa auf Mimik und Mundbild, und bleiben dennoch unsicher, ob sie alles richtig verstanden haben. Das Portal nennt als mögliche Folgen Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen sowie ein erhöhtes Risiko für Ängste und Depressionen. Häufig folgen sozialer Rückzug und Isolation.

    Rückzug vermeiden: Was im Gespräch zu Hause hilft

    Wer nicht mehr mithalten kann, sagt irgendwann nichts mehr. Familienfeiern, Café, Gruppenangebote: Vieles wird abgesagt. Wie sich daraus Einsamkeit entwickeln kann, lesen Sie in unserem Beitrag zu Einsamkeit im Alter. Der Deutsche Schwerhörigenbund gibt in seinem Kommunikationsleitfaden für die Pflege praktische Hinweise, die auch Angehörige nutzen können:

    • Augenkontakt herstellen und nicht von hinten ansprechen, denn viele verstehen über das Mundbild mit.
    • Deutlich und langsam sprechen. Laut sprechen oder schreien ist keine Lösung, es wirkt bevormundend und verschlechtert das Verstehen.
    • Offene Fragen stellen (Wo, Was, Wie, Wann). Geschlossene Fragen führen leicht zu einem „Ja“, das nur höflich gemeint ist.
    • Hintergrundgeräusche abstellen, Fernseher und Staubsauger inklusive, und für gutes Licht sorgen.
    • Untertitel am Fernseher einschalten und in Gruppen nur eine Person gleichzeitig sprechen lassen.

    Eine feste Begleitperson kann diese Regeln im Alltag umsetzen, ohne dass es sich nach Belehrung anfühlt: beim gemeinsamen Spaziergang, beim Kaffee, beim Lesen der Post. Mehr zu diesem Angebot finden Sie in unserem Ratgeber zur Alltagsbegleitung für Senioren in Düsseldorf.

    Möchten Sie jemanden, der regelmäßig vorbeikommt und Zeit für Gespräche mitbringt? Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, die Erstberatung ist kostenfrei.

    Schwerhörig oder verwirrt? Eine Verwechslung mit Folgen

    Wer auf Ansprache nicht reagiert, falsch antwortet oder sich zurückzieht, wirkt schnell unaufmerksam oder vergesslich. Der Schwerhörigenbund weist darauf hin, dass Schwerhörigkeit häufig mit Demenz verwechselt wird, mit der Folge unangemessener Pflege und Behandlung, etwa durch falsch eingesetzte Medikamente. Nicht reagierende oder „bockige“ Menschen sollten deshalb zuerst auf ein unerkanntes Hörproblem geprüft werden. Ein einfacher Flüstertest kann eine erste Einschätzung geben. Liegt mehr als eine Zahl falsch, empfiehlt der Verband eine Abklärung beim HNO-Arzt.

    Ob eine Hörminderung, eine Demenz oder beides vorliegt, klärt die Ärztin oder der Arzt. Wenn Sie Anzeichen bemerken, sprechen Sie Ihre Hausarztpraxis an. Falls später eine Demenz festgestellt wird, finden Sie Informationen in unserem Beitrag zur Betreuung bei Demenz zu Hause.

    Beim Arzt wirklich verstanden werden

    Arzttermine sind oft kurz, die Fachsprache ist schwer, und der Mund-Nasen-Schutz nimmt das Mundbild weg. Der Schwerhörigenbund empfiehlt, bei wichtigen Gesprächen auf einen Mundschutz zu verzichten, das Hörsystem konsequent zu tragen und bei Bedarf Schriftdolmetscher zu beantragen. Die Finanzierung sollte vorher über die Kranken- oder Pflegeversicherung geklärt werden. Außerdem gilt: Erste Ansprechperson ist der betroffene Mensch selbst, nicht die Begleitung.

    Genau hier hilft ein Mensch an Ihrer Seite. Wir begleiten Sie auf Wunsch zu Arzt- und Hörakustikerterminen, notieren vorab gemeinsam Ihre Fragen und schreiben im Termin mit. Fachliche Entscheidungen bleiben bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sie müssen sich nicht allein alles merken.

    Haben Sie bald einen Termin und möchten nicht allein hingehen? Rufen Sie uns an. Wir klären, wie wir Sie begleiten können, und die Beratung ist kostenfrei.

    Hörgerät: Was die Kasse zahlt und woran es im Alltag scheitert

    Hörgeräte sind ein Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung. Nach der Übersicht der Beratungsorganisation Betanet (Stand 12/2025) braucht es dafür eine Hörmessung und eine Verordnung der HNO-Praxis, die innerhalb von 28 Tagen eingelöst werden muss. Die Kasse übernimmt einen Festbetrag, Mehrkosten tragen Versicherte selbst. Eine Wiederversorgung ist in der Regel nach sechs Jahren möglich. Welche Beträge für Sie gelten, erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse und beim Hörakustiker.

    Ein Gerät allein löst nicht alles. Laut Rehaportal stellt ein Hörgerät das normale Hörvermögen nicht wieder her, viele erwarten aber genau das und tragen es deshalb nicht. Im Alltag scheitert es auch an Kleinigkeiten. Der Schwerhörigenbund nennt als erste Prüfpunkte: Sitzt das Gerät richtig, ist das Mikrofon verstopft, ist die Batterie leer, ist das Ohrpassstück verschmutzt? Wir erinnern Sie ans Einsetzen und Aufladen, schauen mit Ihnen nach der Batterie und fahren mit Ihnen zur Nachanpassung.

    Schwerhörigkeit und Pflegegrad: Was der Medizinische Dienst wirklich prüft

    Einen Pflegegrad bekommt man nicht für eine Diagnose, sondern für fehlende Selbständigkeit im Alltag. Der Medizinische Dienst bewertet nach der AOK-Übersicht sechs Module: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen sowie Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte. Je selbständiger jemand ist, desto weniger Punkte gibt es. Pflegegrad 2 beginnt bei 27 Gesamtpunkten.

    Für Hörverlust ist vor allem das zweite Modul relevant. Nach § 14 SGB XI gehören dazu unter anderem das Verstehen von Aufforderungen und die Beteiligung an einem Gespräch. In den Begutachtungs-Richtlinien gilt: Selbständig ist, wer etwas „unter Nutzung von Hilfsmitteln“ durchführen kann. Ein gut angepasstes Hörgerät zählt also mit. Zudem sind alle Hilfsmittel der antragstellenden Person aufzuführen, und „Hör- und Sehstörungen“ nennt die Richtlinie ausdrücklich als mögliche Besonderheit. Wie das Ergebnis ausfällt, entscheidet allein die Pflegekasse auf Grundlage des Gutachtens.

    Wenn Sie wissen möchten, wie Sie sich vorbereiten, hilft unsere Seite zum Pflegetagebuch für die Begutachtung. Den Ablauf des Antrags erklärt der Ratgeber Pflegegrad beantragen.

    Unsicher, ob bei Ihnen ein Antrag sinnvoll ist? Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, stimmen uns mit der Kasse ab und helfen beim Ausfüllen kostenfrei.

    Begleitung bezahlen: Was der Entlastungsbetrag möglich macht

    Mit Pflegegrad steht Ihnen in der häuslichen Pflege ein Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat zu (§ 45b SGB XI). Er ist zweckgebunden für qualitätsgesicherte Leistungen, die Angehörige entlasten oder die Selbständigkeit im Alltag fördern, darunter nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Was dazu zählt, erklärt unser Beitrag zu den Angeboten nach § 45a. Nicht verbrauchte Beträge lassen sich laut Gesetz ins erste Halbjahr des Folgejahres übertragen. Eine mögliche Pflegereform ab 2027 ist noch nicht beschlossen, den Stand fasst dieser Beitrag zusammen: Pflegereform 2027.

    Für schwerhörige Menschen bedeutet das konkret: Eine vertraute Person begleitet zu Terminen, unterstützt im Haushalt und ist Gesprächspartner. Ob und wie sich welche Leistung abrechnen lässt, klären wir vorab mit Ihnen und der Pflegekasse.

    Schicken Sie uns ein Foto Ihres Pflegegradbescheids per WhatsApp. Wir schauen kostenfrei, wofür Ihr Entlastungsbetrag eingesetzt werden kann.

    Häufige Fragen

    Bekomme ich wegen Schwerhörigkeit automatisch einen Pflegegrad?

    Nein. Maßgeblich ist, wie selbständig Sie im Alltag sind, nicht die Diagnose. Der Medizinische Dienst bewertet sechs Module und vergibt dafür Punkte. Die Entscheidung trifft die Pflegekasse.

    Soll ich zum Gutachten mein Hörgerät tragen?

    Ja, tragen Sie es so, wie Sie es im Alltag nutzen. Die Richtlinien sehen vor, Selbständigkeit unter Nutzung von Hilfsmitteln zu beurteilen und alle Hilfsmittel aufzuführen. Hinweise zur Vorbereitung finden Sie im Pflegetagebuch.

    Begleiten Sie mich zum HNO-Arzt oder Hörakustiker?

    Ja, Begleitung zu Terminen gehört zu unserer Alltagshilfe. Wir bereiten die Fragen mit Ihnen vor und unterstützen im Gespräch, die medizinische Entscheidung bleibt bei der Praxis.

    Kostet die Beratung bei Ihnen etwas?

    Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Antragsunterlagen sind kostenfrei. Zu den Leistungen sprechen wir mit Ihnen im persönlichen Gespräch.

    Wer schlecht hört, braucht vor allem Zeit, Geduld und einen Menschen, der dranbleibt. Wie das bei uns aussieht, lesen Sie auf der Seite zur Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung in Düsseldorf.

    Quellen: Deutsches Rehaportal (DRV): Schwerhörigkeit, Deutscher Schwerhörigenbund: Kommunikationsleitfaden Pflege, AOK: Pflegebegutachtung, Begutachtungs-Richtlinien Pflegebedürftigkeit (BRi), § 14 SGB XI, § 45b SGB XI, Betanet: Hörhilfen.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung und Entlastungsbetrag.

    Gut verstanden werden, auch ohne Umwege

    Wir sind Mo–Fr von 8 bis 18 Uhr für Sie da. Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen: Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, unterstützen bei der Beantragung und beraten Sie kostenfrei.

  • Long COVID und ME/CFS: Pflegegrad und Hilfe im Haushalt

    Die Spülmaschine ausräumen, zwei Telefonate führen, kurz einkaufen: Für viele Menschen mit Long COVID oder ME/CFS ist das kein Tagespensum, sondern ein Risiko. Nicht die Müdigkeit selbst ist das Problem, sondern die Rechnung, die oft erst am nächsten Tag kommt.

    Wir erklären, wie Sie Ihre Kräfte einteilen, welche Hilfe im Haushalt Kranken- und Pflegekasse tragen können und was Sie für die Begutachtung zum Pflegegrad wissen sollten.

    Sie wissen nicht, ob für Sie Haushaltshilfe, Entlastungsbetrag oder ein Pflegegrad der richtige Weg ist? Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag selbst stellen. Wir bereiten die Beantragung mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab, die Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Warum eine Stunde Hausarbeit tagelang nachwirkt

    Die Deutsche Rentenversicherung beschreibt ME/CFS als eigenständige, komplexe chronische Erkrankung und nicht als bloße Müdigkeit. Infektionen wie COVID-19 können sie auslösen. Zum Kern gehört die Post-Exertional Malaise (PEM): eine deutliche, anhaltende Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Anstrengung. Betroffene sprechen von einem Crash.

    Eine Informationsschrift des Münchner Chronischen Fatigue Centrums für Fachkräfte weist auf den Haken hin: Die Verschlechterung tritt oft erst Stunden oder einen Tag später auf und kann mindestens bis zum nächsten Tag, aber auch Wochen bis Monate anhalten. Deshalb merken Betroffene oft zu spät, dass es zu viel war.

    Die Rentenversicherung unterscheidet das Post-COVID-Syndrom (Beschwerden länger als zwölf Wochen) von ME/CFS, das sie als schwerste Form der gemeinsamen Beschwerden beschreibt. Die Diagnose stellt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

    Energie einteilen: So entlasten Sie den Haushalt auf dem Papier

    Pacing heißt, die eigenen Grenzen zu erkennen und den Tag innerhalb dieser Grenzen zu planen. Die Apotheken Umschau (dpa, 2022) vergleicht den Tag mit einem Beutel Energieperlen: Jede Tätigkeit kostet Perlen, auch Lesen oder Fernsehen. Ihre Empfehlungen im Überblick:

    • Ein Aktivitätstagebuch führen, damit Sie nach einem schlechten Tag nachvollziehen können, was ihn ausgelöst hat
    • Prioritäten setzen: Was muss sein, was kann warten, was kann jemand anderes übernehmen
    • Große Aufgaben in kleine Teile zerlegen und über mehrere Tage verteilen
    • Ansprüche senken: Dosensuppe statt Kochen, ungeputzte Fenster hinnehmen
    • An schlechten Tagen weniger vorhaben, nicht mehr

    Durchhalten, als sei nichts, nennt der Artikel den schlechtesten Weg. Wie viel Aktivität für Sie richtig ist, besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam, wir halten uns an dessen Vorgaben.

    Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, welche drei Haushaltsaufgaben Sie am meisten Kraft kosten. Wir melden uns Mo bis Fr zwischen 8 und 18 Uhr und besprechen, wie wir Sie dort entlasten können.

    Was wir Ihnen abnehmen können und was bei Ihnen bleibt

    Wir leisten Betreuung, Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe in Düsseldorf. Bei Erschöpfungserkrankungen heißt das vor allem, die energiereichen Handgriffe zu übernehmen, damit Ihre Kraft für das bleibt, was Ihnen wichtig ist. Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Jemand schafft an guten Tagen ein Gespräch mit der Nachbarin, aber nicht zusätzlich die Wäsche. Dann übernehmen wir die Wäsche.

    • Einkaufen und Vorkochen für mehrere Tage
    • Wäsche, Betten beziehen und Ordnung in der Wohnung
    • Begleitung zu Arztterminen und zur Apotheke, damit der Weg nicht den ganzen Tag verbraucht

    Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung in Düsseldorf. Ähnliche Fragen bei schwankender Tagesform behandeln wir im Ratgeber zu Betreuung und Haushaltshilfe bei Multipler Sklerose und im Beitrag zu chronischem Schmerz und Fibromyalgie.

    Haushaltshilfe der Krankenkasse bei schwerer Krankheit

    Nach § 38 SGB V kann die Krankenkasse eine Haushaltshilfe zahlen, wenn Sie wegen schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung den Haushalt nicht weiterführen können. Der Anspruch gilt längstens vier Wochen, bei einem Kind unter 12 Jahren oder einem behinderten, auf Hilfe angewiesenen Kind im Haushalt bis zu 26 Wochen. Die Satzung Ihrer Kasse kann weitere Fälle regeln, fragen Sie dort nach.

    Zwei Grenzen sollten Sie kennen:

    • Mit Pflegegrad 2 bis 5 besteht dieser Anspruch bei schwerer Krankheit nicht mehr.
    • Er entfällt, wenn eine andere Person im Haushalt ihn weiterführen kann.

    Eine Zuzahlung fällt für Versicherte ab 18 Jahren an, die Höhe richtet sich nach § 61 SGB V. Wie der Antrag bei Ihrer Kasse aussieht, zeigen wir auf der Seite Haushaltshilfe beantragen bei der Krankenkasse, den Hintergrund im Beitrag zu Haushaltshilfe bei Krankheit.

    Lassen Sie sich von uns zurückrufen. Wir prüfen mit Ihnen kostenfrei, welche Unterlagen Ihre Kasse braucht, und stimmen uns mit ihr ab, bevor Sie Hilfe in Anspruch nehmen.

    Pflegegrad bei ME/CFS: Die Diagnose allein reicht nicht

    Ein Pflegegrad hängt nicht von der Diagnose ab, sondern davon, wie selbstständig Sie im Alltag sind. Bewertet werden sechs Module nach § 14 SGB XI: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen sowie Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte. Die Pflegebedürftigkeit muss voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen.

    Haushaltsführung und außerhäusliche Aktivitäten werden nicht gesondert bepunktet, sie fließen nur über diese Kriterien ein (§ 14 Abs. 3 SGB XI). Bei Erschöpfung zählen daher zum Beispiel Körperpflege, Mahlzeiten, Wege, Konzentration und die Gestaltung des Tages. Wie die Punkte zusammenkommen, steht im Beitrag zu Pflegegrad, Punkten und Modulen.

    Die Pflegekasse muss spätestens 25 Arbeitstage nach Antragseingang schriftlich entscheiden. Die Frist ruht, solange noch erforderliche Unterlagen fehlen (§ 18c SGB XI).

    Begutachtung: Wie der Termin zeigt, was der Alltag kostet

    Der Termin ist kurz, PEM zeigt sich oft erst danach. Die Verbraucherzentrale rät, Befunde, Entlassbriefe, Medikationsplan und Hilfsmittelliste bereitzuhalten, eine Vertrauensperson dazuzunehmen und ehrlich zu bleiben, ohne zu über- oder untertreiben. Für Ihre Situation heißt das konkret:

    • Schildern Sie einen schlechten Tag und den Tag nach einer Anstrengung, nicht nur den heutigen
    • Erklären Sie, was Sie wiederholt können und was nur einmal, danach aber nicht mehr
    • Bitten Sie Ihre Ärztin um einen Bericht, der Belastungsgrenzen und die Verschlechterung nach Anstrengung beschreibt
    • Führen Sie ein Pflegetagebuch über mehrere Wochen

    Hinweise zum Pflegetagebuch für die Begutachtung und zur Vorbereitung finden Sie im Beitrag Pflegegrad-Begutachtung vorbereiten. Das Gutachten erhalten Sie mit dem Bescheid und können es auch später anfordern. Wenn Sie anderer Meinung sind, lesen Sie im Beitrag Widerspruch gegen den Pflegegrad, wie Sie vorgehen.

    Gerade bei schwankender Tagesform ist die Antragstellung entscheidend. Rufen Sie uns vorher an, wir helfen Ihnen kostenfrei beim Ausfüllen der Unterlagen und bereiten mit Ihnen das Gespräch mit dem Medizinischen Dienst vor.

    Wenn der Pflegegrad da ist: Leistungen für den Haushalt

    Für 2026 nennt das Bundesgesundheitsministerium folgende Pflegegeldbeträge pro Monat: 347 Euro bei Pflegegrad 2, 599 Euro bei Pflegegrad 3, 800 Euro bei Pflegegrad 4 und 990 Euro bei Pflegegrad 5. Pflegesachleistungen gibt es je nach Pflegegrad mit Obergrenzen zwischen 796 und 2.299 Euro. Dazu kommt der Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich, den auch Versicherte mit Pflegegrad 1 nutzen können. Für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege steht ab Pflegegrad 2 ein gemeinsamer Jahresbetrag von bis zu 3.539 Euro bereit.

    Wie wir den Entlastungsbetrag einsetzen, steht auf der Seite zum Entlastungsbetrag in Düsseldorf. Eine Reform ab 2027 ist nicht beschlossen, den Stand fassen wir hier zusammen: Pflegereform 2027.

    Sie haben schon einen Pflegegrad oder erwarten den Bescheid? Rufen Sie uns an, wir erklären kostenfrei, wie Sie Entlastungsbetrag und Sachleistung für den Haushalt einsetzen können.

    Häufige Fragen zu Long COVID, ME/CFS und Hilfe im Alltag

    Bekomme ich mit der Diagnose ME/CFS automatisch einen Pflegegrad?

    Nein. Entscheidend ist, wie stark Ihre Selbstständigkeit in den sechs Modulen eingeschränkt ist und ob das voraussichtlich mindestens sechs Monate andauert. Die Diagnose ersetzt nicht die Schilderung Ihres Alltags.

    Wie erkläre ich, dass es mir nach dem Termin schlechter geht?

    Halten Sie die Verschlechterung nach Anstrengung schriftlich fest, am besten im Pflegetagebuch, und lassen Sie sie ärztlich bestätigen. Eine Begleitperson kann beim Termin ergänzen, wie die Tage danach aussehen.

    Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe, wenn ich schon einen Pflegegrad habe?

    Bei schwerer Krankheit nach § 38 SGB V gibt es die Haushaltshilfe nur, wenn kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Mit Pflegegrad greifen stattdessen Entlastungsbetrag, Sachleistungen und Verhinderungspflege.

    Was kostet mich Ihre Hilfe beim Antrag?

    Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Unterlagen sind für Sie kostenfrei. Zu den Konditionen unserer Betreuung sprechen wir im persönlichen Gespräch.

    Quellen: Deutsche Rentenversicherung: Post-COVID-Syndrom und ME/CFS, Apotheken Umschau: Pacing bei Long Covid, Münchner Chronisches Fatigue Centrum: Infoblatt Physiotherapie, § 38 SGB V, § 14 SGB XI, § 18c SGB XI, BMG: Leistungsbeträge 2026, Verbraucherzentrale: Begutachtung vorbereiten.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Entlastung planen, bevor die Kraft ausgeht

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, bereiten die Beantragung kostenfrei mit Ihnen vor und stimmen uns mit Kranken- und Pflegekasse ab. So bleibt Ihre Energie für das, was Ihnen wichtig ist.