Der Weg zur Toilette in der Nacht, die Schwelle zum Balkon, die Stufe im Hausflur: Wer unsicher auf den Beinen ist, erlebt Alltagswege als Risiko. Viele ältere Menschen schränken sich dann ein, aus Angst vor dem nächsten Sturz. Dieser Ratgeber zeigt, wo die Gefahren im Haushalt liegen, was Begleitung, Hilfsmittel, Hausnotruf und Wohnungsanpassung leisten und welche Leistungen der Pflegekasse dabei helfen.
Wir von City Concierge unterstützen Menschen in Düsseldorf im Alltag und bei der Beantragung, etwa beim Entlastungsbetrag.
Sie sind unsicher, welche Leistung bei Ihnen passt? Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, und die Beratung ist für Sie kostenfrei.
Wie häufig Stürze im Alter sind
Nach Angaben des AOK-Gesundheitsmagazins stürzt jede dritte Person über 65 mindestens einmal im Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es jede zweite. Etwa jeder zehnte Sturz führt zu einem Knochenbruch, häufig an Hüfte, Unterarm oder Oberschenkelhals. Dazu kommt die Angst vor dem Fallen: Wer sich weniger bewegt, verliert Muskelkraft, und das erhöht das Risiko weiter.
Als Ursachen nennt die AOK unter anderem schwache Muskulatur, nachlassendes Reaktionsvermögen, Seh- und Hörprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Medikamente, die Aufmerksamkeit oder Reflexe beeinträchtigen. Oft kommen mehrere Faktoren zusammen. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick auf den gesamten Alltag, nicht nur auf die Wohnung.
Stolperfallen in der eigenen Wohnung finden
Gehen Sie Raum für Raum durch und achten Sie auf diese Punkte, die auch die AOK in ihrer Checkliste zu Stolperfallen nennt:
- lose Teppiche, Teppichbrücken und nicht fixierte Bodenbeläge
- Kabel und herumliegende Gegenstände auf den Laufwegen
- Schwellen an Türen und am Duschbereich
- schlechte Beleuchtung, besonders zwischen Schlafzimmer und Bad
- Treppen ohne Handlauf oder ohne vollflächigen Belag
- fehlende Haltegriffe an Dusche, Wanne und Toilette
- Lichtschalter, die vom Bett aus nicht erreichbar sind
Vieles lässt sich mit kleinen Schritten beheben: Läufer entfernen, Wege freiräumen, ein Nachtlicht anbringen, häufig benutzte Dinge in Griffhöhe stellen. Genau bei solchen Aufgaben können wir im Haushalt helfen, zum Beispiel beim Umräumen und Aufräumen.
Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto vom Flur oder Bad, das Ihnen Sorgen macht. Wir sagen Ihnen, wie wir im Alltag unterstützen können und wie die Kosten über die Kasse laufen können, kostenfrei und unverbindlich.
Wohnung anpassen: Zuschuss der Pflegekasse
Größere Veränderungen wie eine bodengleiche Dusche, breitere Türen, ein Treppengeländer oder ein Treppenlift kann die Pflegekasse bezuschussen. Laut Verbraucherzentrale NRW gilt das ab Pflegegrad 1: bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, sind es bis zu 16.720 Euro insgesamt.
Wichtig ist die Reihenfolge. Stellen Sie den Antrag, bevor die Arbeiten beginnen, und warten Sie die schriftliche Bewilligung ab. Sonst kann der Zuschuss entfallen. Üblich ist ein Kostenvoranschlag einer Fachfirma, dazu Fotos vom Ist-Zustand. Mieter sollten außerdem die Zustimmung der Vermietung klären. Alles Weitere erklären wir in unserem Ratgeber zur Wohnumfeldverbesserung und Wohnungsanpassung.
Planen Sie einen Umbau, etwa eine bodengleiche Dusche? Melden Sie sich, bevor Sie einen Handwerker beauftragen. Wir helfen Ihnen kostenfrei mit den Antragsunterlagen und der Abstimmung mit der Pflegekasse.
Gehhilfe, Schuhe und Sehhilfe: Was zum sicheren Gehen gehört
Pflege.de empfiehlt für Gehhilfen wie den Rollator eine Beratung im Sanitätsfachhandel und eine Einweisung, damit das Hilfsmittel wirklich passt. Im Alltag sollten Gehhilfen griffbereit und funktionstüchtig sein, die Bremsen werden beim Stehenbleiben festgestellt. Rutschfeste, hinten geschlossene Schuhe und regelmäßig geprüfte Brillen und Hörhilfen gehören ebenfalls dazu. Die AOK rät, mindestens alle zwei Jahre einen Sehtest zu machen.
Ob ein Stock oder Rollator für Sie sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Das gilt auch für Training: Gleichgewichts- und Krafttraining wirken laut AOK sturzvorbeugend, sollten aber vorher ärztlich abgeklärt werden. Physiotherapie zur Sturzprophylaxe kann ärztlich verordnet werden. Bei Schwindel oder neuen Medikamenten sprechen Sie ebenfalls mit der Praxis.
Begleitung im Alltag: Sicherheit auf den Wegen
Gerade Wege außer Haus sind für viele die größte Hürde: der Gang zum Arzt, zum Einkauf, zur Apotheke, zum Spaziergang im Park. Eine verlässliche Begleitperson gibt Halt, trägt die Tasche und nimmt Zeitdruck aus dem Tag. Das ist Betreuung und Alltagsbegleitung, keine medizinische Behandlung. Unsere Mitarbeitenden gehen mit Ihnen, bringen Sie zu Terminen und helfen im Haushalt, damit Sie nicht auf Stühle oder wacklige Leitern steigen müssen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung in Düsseldorf.
Für Angehörige entsteht so Entlastung. Wer nicht täglich vorbeikommen kann, weiß die Mutter oder den Vater an festen Terminen gut begleitet. Mit Pflegegrad können Sie dafür den Entlastungsbetrag einsetzen, der nach § 45b SGB XI bis zu 131 Euro im Monat beträgt. Ob und wie er bei uns genutzt werden kann, besprechen wir mit Ihnen persönlich.
Möchten Sie klären, ob Begleitung bei Ihnen über den Entlastungsbetrag laufen kann? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Pflegekasse ab, kostenfrei für Sie.
Hausnotruf: Hilfe auf Knopfdruck
Wer allein lebt, fürchtet vor allem den Sturz, nach dem man nicht mehr aufstehen kann. Ein Hausnotruf besteht aus einem Funksender, den Sie am Körper tragen, und einer Basisstation. Ein Knopfdruck löst Alarm in der Notrufzentrale aus, es entsteht eine Sprechverbindung, und die Zentrale veranlasst die vereinbarten Maßnahmen. Manche Systeme bieten zusätzlich eine Sturzerkennung.
Nach Angaben von betanet übernimmt die Pflegekasse auf Antrag in der Regel 27 Euro im Monat, sofern ein Pflegegrad vorliegt und Sie allein oder überwiegend allein leben und jederzeit mit einem Notfall zu rechnen ist. Die Restkosten tragen Sie selbst. Wie der Antrag abläuft, steht in unserem Beitrag zum Hausnotruf und dem Zuschuss der Pflegekasse.
Wenn nach dem Sturz mehr Hilfe nötig wird
Ein Sturz mit Bruch verändert vieles. Wer danach dauerhaft Unterstützung braucht, sollte prüfen, ob ein Pflegegrad infrage kommt. Dabei hilft ein Pflegetagebuch für die Begutachtung, in dem Sie festhalten, wo im Alltag Hilfe nötig ist. Der Ablauf des Antrags steht in unserem Ratgeber zum Pflegegrad beantragen.
Bei Osteoporose ist das Sturzrisiko besonders folgenreich, weil Knochen leichter brechen. Hinweise für diese Situation finden Sie im Beitrag zu Osteoporose, Haushaltshilfe und Betreuung. Wer unsicher ist, wo man in Düsseldorf Beratung bekommt, findet einen Überblick zur Pflegeberatung nach § 7a.
Nach einem Sturz ist vieles gleichzeitig zu regeln. Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge selbst stellen. Wir sortieren mit Ihnen die Unterlagen und stimmen uns mit der Kasse ab. Unsere Hilfe beim Ausfüllen ist kostenfrei.
Wie wir Sie unterstützen
Wir beraten Sie zunächst persönlich: Wo gibt es Gefahren, welche Hilfe wünschen Sie, welche Leistung kommt infrage? Danach unterstützen wir bei der Beantragung, sammeln die nötigen Angaben mit Ihnen und halten Rücksprache mit der Kasse. Die Betreuung selbst besprechen wir mit Ihnen im persönlichen Gespräch. Auch für Angehörige, die nicht in Düsseldorf wohnen, sind wir Ansprechpartner.
Häufige Fragen zu Sturz und Gangunsicherheit
Zahlt die Pflegekasse eine Begleitung gegen Sturzgefahr?
Mit Pflegegrad können Sie den Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag einsetzen. Dazu zählen Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe. Ob das bei Ihnen möglich ist, besprechen wir gern mit Ihnen.
Wer hilft bei der Wohnungsanpassung?
Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, sich zuerst von einer Wohnberatungsstelle beraten zu lassen. Wir unterstützen Sie bei den Antragsunterlagen für die Pflegekasse. Wichtig: Beantragen Sie den Zuschuss vor Beginn der Arbeiten.
Reicht ein Hausnotruf allein aus?
Er sorgt dafür, dass nach einem Sturz schnell Hilfe kommt, verhindert den Sturz aber nicht. Sinnvoll ist er zusammen mit einer sicheren Wohnung, passenden Hilfsmitteln und Begleitung im Alltag.
Was tue ich, wenn jemand gestürzt ist?
Laut pflege.de ruft man bei nicht ansprechbaren Personen sofort den Notarzt, bei Bein- oder Hüftverletzungen lässt man die Person nicht aufstehen. Im Zweifel wählen Sie die 112.
Kann ich in Ruhe überlegen, welche Hilfe passt?
Ja. Rufen Sie uns an oder fordern Sie über die Kontaktseite einen Rückruf an. Das Erstgespräch ist kostenfrei.
Quellen: AOK: Sturzprophylaxe im Alter, AOK: Checkliste Stolperfallen, Verbraucherzentrale NRW: Wohnungsanpassung, betanet: Hausnotrufsysteme, pflege.de: Sturzprophylaxe, § 45b SGB XI.
Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung und Entlastungsbetrag.
Sicher zu Hause bleiben, mit unserer Unterstützung
Rufen Sie uns Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr an, schreiben Sie uns per WhatsApp oder lassen Sie sich zurückrufen. Wir beraten Sie kostenfrei, helfen bei den Anträgen und stimmen uns mit Ihrer Kasse ab.

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