Autor: patrick-cc

  • Makuladegeneration im Alltag: Hilfe, Blindengeld, Begleitung

    Die Zeitung wird zum grauen Fleck, das Gesicht gegenüber verschwimmt, und der Briefumschlag liegt ungeöffnet auf dem Tisch. Wenn bei einer Makuladegeneration die Sehschärfe in der Mitte nachlässt, wird nicht der Arzttermin zum Problem, sondern der Alltag drumherum. Hier zeigen wir, was sich organisieren lässt und welche Leistungen es in Düsseldorf gibt. Wir unterstützen Sie bei der Beantragung und Nutzung des Entlastungsbetrags und bei den Unterlagen.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge selbst ausfüllen: Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind für Sie kostenfrei, und wir stimmen uns mit Kasse und Pflegekasse ab.

    Was bei der Makuladegeneration im Alltag wegfällt

    Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens. Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) wirken gerade Linien verzerrt, die Bildmitte verschwimmt, später kann ein dunkler Fleck im Zentrum entstehen. Lesen, Gesichter erkennen und Nahbereichsarbeiten fallen schwer, Blendung und blassere Farben kommen dazu. Das Seitensehen bleibt meist erhalten, eine völlige Erblindung ist laut Apothekenmagazin aponet nicht die Regel, ein schwerer Sehverlust im Spätstadium aber möglich.

    Die trockene Form schreitet in der Regel langsam voran. Die feuchte Form verläuft schneller und gilt als Notfall. Das Klinikum Dortmund empfiehlt, bei plötzlich auftretenden oder zunehmenden Verzerrungen sofort einen Augenarzt aufzusuchen. Alles Medizinische klären Sie mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt. Wir kümmern uns um den Rest.

    Haushalt und Küche: Was sich sicher organisieren lässt

    Im Haushalt entscheidet oft nicht das Können, sondern das Erkennen. Ist das Salz oder der Zucker im Topf? Ist das Geschirr sauber? Liegt auf dem Boden etwas im Weg? Typische Hilfen aus der Sehhilfenberatung von Blindenverbänden sind gute Beleuchtung, stärkere Kontraste und fest vereinbarte Plätze für Dinge. Praktisch heißt das:

    • Arbeitsflächen und Treppenstufen mit Kontrast markieren, helles Geschirr auf dunkler Unterlage.
    • Vorräte beschriften, am besten groß und mit dickem schwarzem Stift.
    • Ein fester Platz für Schlüssel, Brille, Telefon und Post.
    • Wege frei halten, lose Teppichkanten entfernen.

    Wir erledigen den Haushalt nach Ihren Vorgaben, kochen mit Ihnen oder für Sie und räumen so, dass Sie sich danach selbst zurechtfinden. Die Kosten können, je nach Situation, über den Entlastungsbetrag laufen. Er beträgt 2026 laut Bundesgesundheitsministerium 131 Euro im Monat, unabhängig vom Pflegegrad. Was dahinter steckt, lesen Sie im Ratgeber Entlastungsbetrag 2026 richtig nutzen.

    Sie möchten wissen, ob der Entlastungsbetrag für Ihren Haushalt passt? Fordern Sie einen Rückruf an, die Beratung ist kostenfrei.

    Tabletten, Tropfen, Termine: Fehler beim Sehen vermeiden

    Kleine Schrift auf Packungen ist für viele der erste Stolperstein. Packungen gleichen sich in Form und Farbe, und eine falsche Tablette ist schnell gegriffen. Fragen Sie Ihre Apotheke, wie sich Ihre Medikamente deutlich kennzeichnen lassen. Die Apotheke berät laut aponet auch zu Fragen rund um die Spritzentherapie. Wie und wann Sie etwas einnehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

    Wir erinnern an die Zeiten, die Ihnen vorgegeben sind, und achten darauf, dass die Medikamentendose zur Verordnung passt. Behandlungspflege oder das Verabreichen von Medikamenten übernehmen wir nicht. Das bleibt Aufgabe von Ärzten und Pflegekräften.

    Bei feuchter AMD kommen regelmäßige Spritzentermine hinzu. Laut Klinikum Dortmund wird anfangs etwa alle vier Wochen behandelt, später werden die Abstände nach Befund angepasst. Wer allein nicht sicher zur Praxis kommt, braucht eine Begleitung für Hin- und Rückweg.

    Wege und Termine: Begleitung statt Stürze

    Treppen, Bordsteine und Haltestellen sind mit verzerrtem Sehen riskant. Viele Betroffene gehen deshalb seltener vor die Tür, und das wirkt sich auf die Beweglichkeit und die Stimmung aus. Wir begleiten Sie zu Augenarzt, Apotheke, Bank oder einfach zum Spaziergang. Mehr zu diesem Angebot finden Sie unter Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung. Wer zusätzlich unsicher auf den Beinen ist, findet im Ratgeber Sturz und Gangunsicherheit weitere Hilfen.

    Schreiben Sie uns per WhatsApp, welche Wege und Termine bei Ihnen anstehen. Wir melden uns und planen die Begleitung mit Ihnen, die Beratung ist kostenfrei.

    Behördenpost und Anträge, wenn Lesen zur Hürde wird

    Bescheide, Rechnungen und Formulare sind in kleiner Schrift gedruckt, und Fristen laufen weiter. Legen Sie Post in einem festen Fach ab und lassen Sie sie nicht liegen. Wir lesen Ihnen Schreiben vor, ordnen die Unterlagen und bereiten Anträge gemeinsam mit Ihnen vor. Wichtig: Unterschreiben und entscheiden bleiben bei Ihnen. Wer jemand anderen dauerhaft für sich handeln lassen möchte, sollte sich zur Vollmacht beraten lassen, mehr dazu im Ratgeber Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

    Liegt bei Ihnen viel Post unbearbeitet? Lassen Sie sich zurückrufen, dann sortieren wir gemeinsam, was zuerst beantragt wird. Die Beratung ist kostenfrei.

    Lupe, Lesegerät, Sehhilfe: Was die Krankenkasse zahlt

    Wenn Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr ausreichen, kommen vergrößernde Sehhilfen wie Lupen oder elektronische Bildschirmlesegeräte in Frage. Laut betanet braucht es dafür eine Verordnung auf Muster 8A, zuvor prüft der Augenarzt, ob die Voraussetzungen für die Kassenleistung erfüllt sind. Erwachsene zahlen eine Zuzahlung von 10 Prozent, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Fragen Sie vor dem Kauf Ihre Krankenkasse, mit welchen Anbietern sie zusammenarbeitet. Wir helfen, die Unterlagen für die Kasse zu ordnen und den Antrag vorzubereiten. Das ist für Sie kostenfrei.

    Blindengeld und Hilfe bei hochgradiger Sehbehinderung in NRW

    In Nordrhein-Westfalen gibt es eine eigene Leistung, die unabhängig von Einkommen und Vermögen gezahlt wird. Für das Rheinland, zu dem Düsseldorf gehört, ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zuständig. Der LVR nennt zwei Voraussetzungen für Blindengeld: Die Sehschärfe des besseren Auges beträgt höchstens 2 Prozent oder es liegt eine gleichwertige Beeinträchtigung vor, und Sie leben in NRW. Nachweisen können Sie das mit einer augenärztlichen Bescheinigung oder mit dem Merkzeichen Bl im Schwerbehindertenausweis. Hochgradig Sehbehinderte ab 16 Jahren können eine eigene Hilfe beantragen, die laut Beratungsstandpunkt von Alter, Pflege und Demenz NRW 77 Euro im Monat beträgt. Für Blinde ab 60 Jahren nennt dieselbe Quelle 473 Euro, Stand Juli 2024. Aktuelle Beträge bestätigt der LVR.

    Wichtig für die Praxis: Wer Leistungen der Pflegeversicherung erhält, muss laut LVR mit Kürzungen rechnen, bei Pflegegrad 2 um 187,38 Euro und bei Pflegegrad 3 bis 5 um 173,71 Euro. Gezahlt wird ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht. Stellen Sie ihn deshalb früh. Der Antrag selbst ist kostenfrei, die ärztliche Bescheinigung zahlen Sie selbst. Den Ausweis mit dem Merkzeichen beantragen Sie beim Versorgungsamt, unser Ratgeber zum Schwerbehindertenausweis in Düsseldorf erklärt den Weg.

    Wir bereiten die Anträge für Blindengeld und Ausweis mit Ihnen vor und stimmen uns mit den Stellen ab. Rufen Sie uns vorher an, wir kennen die Abläufe in Düsseldorf und NRW, und die Hilfe beim Ausfüllen ist kostenfrei.

    Pflegegrad bei Sehbehinderung: Was Sie wissen sollten

    Für den Pflegegrad zählt nicht die Diagnose allein, sondern wie selbstständig Sie im Alltag insgesamt noch sind. Wenn Sie spürbar Unterstützung brauchen, kann ein Antrag bei Ihrer Pflegekasse sinnvoll sein. Wie die Begutachtung abläuft, steht im Ratgeber Pflegegrad beantragen 2026. Ein Pflegetagebuch hilft, die Alltagsprobleme anschaulich zu machen. Mit Pflegegrad bekommen Sie 2026 laut Bundesgesundheitsministerium Pflegegeld oder Pflegesachleistungen, zum Beispiel bei Pflegegrad 2 monatlich 347 Euro Pflegegeld.

    Wurde das Sehen zuletzt durch eine Operation beeinflusst, etwa bei Grauem Star, lesen Sie auch Haushaltshilfe nach Augen-OP.

    Häufige Fragen zu Makuladegeneration und Alltag

    Wie erkenne ich eine Verschlechterung früh?

    Das Amsler-Gitter ist ein einfaches Raster zur Selbstkontrolle. Das Klinikum Dortmund rät, es gut sichtbar aufzuhängen, etwa neben dem Badezimmerspiegel. Wirken Linien plötzlich schief oder fehlen Stellen, suchen Sie zeitnah den Augenarzt auf.

    Übernehmen Sie das Tropfen oder Spritzen?

    Nein. Medizinische Behandlung bleibt bei Ärzten und Pflegefachkräften. Wir begleiten Sie zu Terminen, erinnern an Zeiten und sorgen dafür, dass Sie zu Hause alles finden.

    Kann ich Blindengeld und Pflegegeld zugleich bekommen?

    Ja, Blindengeld wird aber gekürzt, wenn Sie Leistungen der Pflegekasse erhalten. Die genauen Beträge nennt der LVR. Wir helfen Ihnen, beide Anträge aufeinander abzustimmen.

    Wer zahlt die Alltagshilfe?

    Mit Pflegegrad kann der Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich eingesetzt werden. Ohne Pflegegrad klären wir im Gespräch, welche Möglichkeiten es gibt. Die Beratung ist kostenfrei.

    Quellen: aponet: AMD, Symptome und Behandlung, Klinikum Dortmund: Altersbedingte Makuladegeneration, LVR: Blindengeld beantragen, Alter, Pflege und Demenz NRW: Beratungsstandpunkt Sinnesbehinderungen, betanet: Sehhilfen, BMG: Leistungsbeträge der Pflegeversicherung 2026.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Entlastungsbetrag und Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Lassen Sie uns Ihren Alltag gemeinsam sortieren

    Rufen Sie uns Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr an. Wir klären, welche Hilfen für Sie in Frage kommen, und unterstützen die Beantragung bei Kasse, Pflegekasse und LVR. Unser Erstgespräch ist kostenfrei.

  • Lymphödem im Alltag: Hilfe bei Kompression und Haushalt

    Der Ring passt nicht mehr, der Ärmel spannt, abends ist der Arm dick und schwer: Nach einer Krebs-OP oder Bestrahlung kann sich Lymphflüssigkeit im Gewebe stauen. Dann bestimmen Kompression, Lymphdrainage-Termine und die Frage den Tag, welche Handgriffe im Haushalt noch gut sind. Dieser Ratgeber zeigt, was im Alltag belastet und welche Hilfe Sie in Düsseldorf über Kranken- und Pflegekasse bekommen können.

    Wir von City Concierge bereiten mit Ihnen den Antrag auf Haushaltshilfe vor und stimmen uns mit der Kasse ab.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag selbst stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in NRW, besprechen mit Ihnen die Unterlagen und helfen beim Ausfüllen. Das ist für Sie kostenfrei.

    Warum Arm oder Bein nach der Krebsbehandlung anschwellen

    Werden bei einer Krebs-OP oder Bestrahlung Lymphknoten oder Lymphbahnen geschädigt, kann die Lymphflüssigkeit nicht mehr ausreichend abfließen. Fachleute sprechen von einem sekundären Lymphödem. Nach Brustkrebs ist meist der Arm betroffen, nach Prostatakrebs können es die Beine sein. Betanet nennt für Brustkrebs eine Häufigkeit von 20 bis 30 Prozent der Patientinnen.

    Ob ein Lymphödem vorliegt, stellt die Ärztin oder der Arzt fest, zum Beispiel mit dem Hautfaltentest nach Stemmer. Meist lässt es sich nicht endgültig heilen, aber mit konsequenter Behandlung lässt sich oft gut damit leben. Mehr zur Zeit nach der Operation lesen Sie in unserem Ratgeber zur Haushaltshilfe nach Brustkrebs-OP.

    Der Wochenplan der Entstauung: Lymphdrainage, Kompression, Bewegung, Hautpflege

    Die Behandlung heißt Komplexe Physikalische Entstauungstherapie. Sie hat vier Bausteine, die einander ergänzen, und jeder Baustein kostet Zeit:

    • Manuelle Lymphdrainage: Sie wird ärztlich verordnet. Ein Rezept umfasst bis zu 6 Behandlungen, laut Betanet sind insgesamt maximal 30 verordnungsfähig. Bei ausgeprägtem Lymphödem nach Brust- oder Prostatakrebs wird oft eine Behandlung pro Woche empfohlen.
    • Kompression: In der Anfangsphase meist Verbände, danach dauerhaft nach Maß gefertigte, flachgestrickte Strümpfe aus dem Sanitätshaus. Je Arm oder Bein werden zwei Sätze gebraucht, damit täglich gewechselt werden kann. Neue Strümpfe werden spätestens nach sechs Monaten verordnet.
    • Bewegungsübungen: Die in der Klinik gelernten Übungen sollen täglich zu Hause gemacht werden.
    • Hautpflege und Hautschutz: Die Haut wird täglich kontrolliert und gepflegt, weil kleine Verletzungen sich leicht entzünden.

    Seit 1. Oktober 2024 können Praxen Lymphdrainage ohne Angabe der Behandlungsdauer verordnen. Die Therapeutin entscheidet dann selbst, ob 30, 45 oder 60 Minuten nötig sind. Voraussetzung ist ein Diagnosekode, der das Stadium des Ödems erkennen lässt.

    Praxis, Sanitätshaus und Lymphdrainage-Termine, dazu der normale Alltag: Sagen Sie uns, welche Wege und Aufgaben sich stauen. Wir klären kostenfrei, welche Unterstützung die Kasse tragen kann.

    Welche Haushaltsarbeiten Arm und Bein belasten

    Die Frauenselbsthilfe Krebs rät in ihrer Broschüre „Krebs und Lymphödem“ (fachlich beraten von der Földiklinik), schweres Heben und Tragen zu vermeiden, auch bei Koffern und Einkaufsbeuteln. Auch monotone Tätigkeiten wie langes Fensterputzen oder Bügeln sollten begrenzt werden, ebenso lange Überkopfarbeit und Arbeit bei starker Hitze oder Kälte. Die Apotheken Umschau empfiehlt, bei Schmerz oder Müdigkeit im Arm eine Pause zu machen und den Arm zwischendurch hochzulegen.

    Im Alltag heißt das konkret:

    • Wasserkisten, Wäschekörbe und volle Einkaufstaschen tragen andere.
    • Bettenmachen, Staubsaugen und Bügeln werden abgegeben oder auf mehrere kurze Einheiten verteilt.
    • Bei Garten-, Haus- und Küchenarbeit gehören Schutzhandschuhe dazu, der Backofen wird nur mit Topflappen bedient.
    • Heiße Bäder, Sauna und lange Sonne fallen aus, Wasser soll nicht zu warm sein.

    Die Medizin gibt vor, was für Sie persönlich gilt. Fragen Sie dazu Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren Arzt und Ihre Lymphtherapeutin.

    Wer die Hausarbeit übernimmt: Haushaltshilfe der Krankenkasse

    Nach einer Krankenhausbehandlung oder ambulanten OP kommt eine Haushaltshilfe nach § 38 SGB V in Betracht, wenn Sie den Haushalt nicht weiterführen können. Bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung gilt das längstens vier Wochen, und nur, solange kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Lebt ein Kind unter zwölf Jahren im Haushalt, sind bis zu 26 Wochen möglich. Der Anspruch besteht nur, soweit keine andere Person im Haushalt die Arbeit übernehmen kann. Manche Kassen sehen in ihrer Satzung weitergehende Leistungen vor.

    Für die Zeit der Strahlentherapie haben wir einen eigenen Ratgeber: Haushaltshilfe bei Strahlentherapie. Wie es nach der Krebs-OP weitergeht, steht unter Haushaltshilfe nach Krebs-OP. Sind die Beine betroffen und steht eine Beinoperation an, hilft auch der Beitrag zur Haushaltshilfe nach Krampfader-OP.

    Die Haushaltshilfe muss vorab genehmigt werden. Rufen Sie uns deshalb vor der Antragstellung an: Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, kostenfrei, und stimmen uns mit Ihrer Kasse ab.

    Wenn das Lymphödem bleibt: Pflegegrad und Entlastungsbetrag

    Ein Lymphödem begleitet viele Menschen dauerhaft. Ob ein Pflegegrad in Frage kommt, hängt nicht von der Diagnose ab. Entscheidend ist nach § 14 SGB XI, wie selbstständig Sie in sechs Lebensbereichen sind, etwa bei Mobilität, Selbstversorgung oder im Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen. Die Einschränkung muss voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen. Ob und welcher Pflegegrad festgestellt wird, entscheidet die Pflegekasse nach der Begutachtung. Wie Sie sich vorbereiten, lesen Sie im Beitrag Pflegegrad bei Krebs und in unserer Anleitung zum Pflegetagebuch.

    Mit Pflegegrad können Sie den Entlastungsbetrag nutzen: bis zu 131 Euro monatlich nach § 45b SGB XI, einsetzbar für nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Nicht verbrauchte Beträge lassen sich in das nächste Kalenderhalbjahr übertragen. Auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag erklären wir, wie das in Düsseldorf funktioniert.

    Unsicher, ob schon ein Pflegegrad möglich ist? Schreiben Sie uns per WhatsApp. Wir besprechen Ihre Situation kostenfrei und unterstützen bei der Beantragung bei der Pflegekasse.

    Wann es ein Fall für den Arzt ist, nicht für den Haushalt

    Verhärtungen oder Rötungen am betroffenen Arm oder Bein sollten sofort ärztlich angesehen werden, denn dahinter kann eine Wundrose stecken. Bei einer Wundrose darf laut Frauenselbsthilfe Krebs keine Lymphdrainage durchgeführt werden, bis Fieberfreiheit besteht. Wir leisten Betreuung, Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe, keine medizinische Pflege.

    Das An- und Ausziehen der Strümpfe kann bei ärztlicher Verordnung als häusliche Krankenpflege laufen. Wer damit Mühe hat, bekommt außerdem eine Anziehhilfe verordnet, die sich im Sanitätshaus ausprobieren lässt. Auch Lymphentstauungsgymnastik ist als Reha-Sport nach vorheriger Genehmigung der Kasse möglich.

    Entlastung zwischen den Terminen: Was wir übernehmen

    Unsere Alltagsbegleitung ist dafür da, dass der Arm nicht alles tragen muss. Wir begleiten zu Praxis- und Sanitätshausterminen, gehen mit Ihnen einkaufen und tragen die Taschen, erledigen Wäsche, Staubsaugen und Kochen. Mehr dazu auf der Seite Alltagsbegleitung in Düsseldorf.

    Gerade am Anfang hilft eine neutrale Beratung. Die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI erklärt, was Ihnen zusteht, mehr dazu im Beitrag Pflegeberatung nach § 7a. Bei Prostatakrebs finden Sie weitere Informationen unter Prostatakrebs: Haushaltshilfe und Betreuung.

    Lassen Sie sich zurückrufen und schildern Sie in zwei Minuten, was bei Ihnen zu Hause schwerfällt. Die Beratung und die Hilfe bei den Anträgen sind kostenfrei.

    Häufige Fragen zum Lymphödem im Alltag

    Wer bezahlt Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe?

    Beides wird ärztlich verordnet, und die Krankenkasse übernimmt die Kosten. In der Regel fällt die gesetzliche Zuzahlung an. Bei Strümpfen gelten Festbeträge: Wählen Sie ein teureres Produkt, zahlen Sie die Differenz selbst.

    Bekomme ich eine Haushaltshilfe, wenn das Lymphödem schon länger besteht?

    § 38 SGB V knüpft an schwere Krankheit, akute Verschlimmerung oder eine Behandlung wie Krankenhaus oder ambulante OP an. Ob das auf Ihre Lage zutrifft, prüft die Kasse. Rufen Sie uns vorher an, wir sehen den Fall mit Ihnen durch.

    Kann ich mit einem Lymphödem einen Pflegegrad bekommen?

    Das hängt nicht vom Namen der Erkrankung ab, sondern davon, wie selbstständig Sie im Alltag sind. Die Pflegekasse entscheidet nach einer Begutachtung. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor.

    Wie finde ich Austausch mit anderen Betroffenen?

    Die Lymphselbsthilfe e. V. und die Frauenselbsthilfe Krebs bieten Informationen und Selbsthilfegruppen an. Auch Ihr Sanitätshaus oder Ihre Lymphtherapeutin kennt oft Anlaufstellen.

    Quellen: Betanet: Krebs und Lymphödem (Stand 06/2026), Frauenselbsthilfe Krebs: Krebs und Lymphödem (10/2023), Apotheken Umschau: Lymphödem bei Brustkrebs, KBV: Manuelle Lymphdrainage ohne Zeitvorgabe verordnen, § 38 SGB V, § 45b SGB XI, § 14 SGB XI.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Wir stellen den Antrag mit Ihnen auf den Weg

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Haushaltshilfe oder Pflegegrad beantragen: Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr unter 0211 8383 23 23, per WhatsApp oder über den Rückruf. Wir bereiten alles mit Ihnen vor, stimmen uns mit der Kasse ab, und die Beratung bleibt für Sie kostenfrei. Alles zur Haushaltshilfe in Düsseldorf.

  • Haushaltshilfe nach Lungenentzündung: Anspruch & Antrag

    Die Lungenentzündung ist überstanden, die Klinik hat Sie entlassen, doch schon der Weg zum Briefkasten raubt die Luft. Das ist nach einer Pneumonie nicht ungewöhnlich, und Wäsche, Einkauf und Kochen werden plötzlich zur Hürde. Dieser Ratgeber zeigt, wann die Krankenkasse eine Haushaltshilfe übernehmen kann und wann stattdessen Kurzzeitpflege oder der Entlastungsbetrag in Frage kommen.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag bei der Kasse selbst stellen. Wir kennen die Abläufe in Düsseldorf und NRW, bereiten den Antrag auf Haushaltshilfe mit Ihnen vor, und die Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Wenn die Kraft nach der Lungenentzündung nicht sofort zurückkommt

    Nach den Angaben von gesund.bund.de klingt die Entzündung meist innerhalb von etwa vier Wochen ab. Bis der Körper wieder voll belastbar ist, kann es jedoch mehrere Monate dauern. Viele fühlen sich noch lange abgeschlagen und müde, der Husten kann hartnäckig bleiben. Wer sich zu früh belastet, riskiert nach demselben Text einen Rückfall oder andere Komplikationen.

    Bei Älteren ist das Bild oft weniger eindeutig. Gesundheitsinformation.de weist darauf hin, dass eine Lungenentzündung bei älteren Menschen schleichend beginnen kann und Symptome fehlen oder ungewöhnlich sein können, etwa Durchfall, Bauchschmerzen oder Bewusstseinsstörungen. Menschen über 65 Jahren erkranken häufiger und haben ein höheres Komplikationsrisiko. Die Erholung braucht deshalb Zeit, und der Haushalt muss in dieser Zeit trotzdem laufen.

    Was zu Hause in den ersten Wochen liegen bleibt

    Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Eine Seniorin kehrt nach einer Woche Klinik in ihre Wohnung im dritten Stock zurück. Die Treppe erledigt sie langsam, aber Getränkekisten, Wäschekorb und die große Pfanne sind nach kurzer Zeit zu viel. Genau solche Handgriffe übernehmen wir im Alltag:

    • Einkäufe erledigen und tragen
    • Mahlzeiten zubereiten, damit regelmäßig etwas Warmes auf dem Tisch steht
    • Wäsche waschen, Bett beziehen, Wohnung in Ordnung halten
    • Begleitung zu Hausarzt, Apotheke oder Kontrolltermin
    • Gesellschaft im Alltag, damit Sie sich nicht allein schonen müssen

    Wie viel Belastung gut ist, welche Medikamente Sie nehmen und ob Atemübungen sinnvoll sind, legen Klinik und Hausärztin fest. Daran richten wir uns. Wir übernehmen Betreuung und Haushalt, medizinische Maßnahmen gehören nicht dazu. Mehr dazu unter Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Sie wissen nicht, welche Hilfe in Ihrer Lage passt? Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, was zu Hause gerade nicht mehr geht. Wir melden uns und ordnen das kostenfrei für Sie ein.

    Haushaltshilfe von der Krankenkasse: Wann sie nach der Klinik greift

    Rechtsgrundlage ist § 38 SGB V. Danach haben Versicherte Anspruch auf Haushaltshilfe bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, einer ambulanten Operation oder einer ambulanten Krankenhausbehandlung, wenn sie den Haushalt nicht weiterführen können. Die Leistung gilt höchstens vier Wochen. Lebt im Haushalt ein Kind unter zwölf Jahren oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind, verlängert sie sich auf bis zu 26 Wochen.

    Zwei Punkte entscheiden oft über den Antrag:

    • Der Anspruch besteht nur, solange kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt.
    • Er besteht nur, soweit keine andere Person im Haushalt den Haushalt weiterführen kann.

    Außerdem kann die Satzung Ihrer Kasse weitere Fälle und andere Zeiträume vorsehen. Ab 18 Jahren zahlen Versicherte je Kalendertag eine Zuzahlung nach § 61 SGB V. Wie Ihre Kasse vorgeht, steht auf den Seiten zu TK, AOK Rheinland/Hamburg, Barmer und DAK.

    Entlassmanagement: Fragen Sie vor der Entlassung

    Laut AOK plant die Klinik die Anschlussversorgung schon vor der Entlassung. Der Sozialdienst stimmt sie mit den behandelnden Ärzten ab, dafür braucht er Ihr schriftliches Einverständnis. Je nach Bedarf kann die Klinik zeitlich begrenzt unter anderem Haushaltshilfe, Kurzzeitpflege oder häusliche Krankenpflege verordnen. Reicht die Zeit bis zum Versorgungsstart nicht, kann Übergangspflege im Krankenhaus bis zu 10 Tage möglich sein. Wenn die Klinik das nicht von selbst anspricht, dürfen Sie oder Ihre Angehörigen ein Entlassgespräch verlangen. Hintergründe zu den Düsseldorfer Kliniken liefert der Beitrag zum Entlassmanagement in Düsseldorf.

    Steht die Entlassung kurz bevor? Fordern Sie einen Rückruf an, dann klären wir mit Ihnen, welche Unterlagen die Kasse braucht. Die Hilfe beim Ausfüllen ist kostenfrei.

    Mit Pflegegrad: Entlastungsbetrag statt § 38

    Hatten Sie schon vor der Erkrankung einen Pflegegrad, greift die Haushaltshilfe nach § 38 SGB V nicht. Dann zählen die Leistungen der Pflegekasse. Das Bundesgesundheitsministerium nennt für 2026 einen Entlastungsbetrag von bis zu 131 € im Monat. Damit lassen sich anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag bezahlen. Wie das in Düsseldorf funktioniert, beschreibt die Seite zum Entlastungsbetrag.

    Bleibt die Schwäche über Monate bestehen und der Hilfebedarf wächst, kann ein Antrag auf einen Pflegegrad sinnvoll werden. Den Ablauf erklärt der Ratgeber Pflegegrad beantragen. Wer eine Vorerkrankung der Lunge hat, findet Hinweise im Beitrag zur COPD-Betreuung.

    Kurzzeitpflege: Wenn zu Hause zunächst nichts geht

    Manchmal ist die Rückkehr in die eigene Wohnung zu früh. Mit Pflegegrad 2 bis 5 besteht nach § 42 SGB XI Anspruch auf Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung, unter anderem für eine Übergangszeit nach einer stationären Behandlung. Die Pflegekasse zahlt bis zu 8 Wochen im Kalenderjahr. Der Gemeinsame Jahresbetrag für Kurzzeit- und Verhinderungspflege liegt 2026 bei 3.539 € (Bundesgesundheitsministerium).

    Auch ohne Pflegegrad ist das möglich. Nach § 39c SGB V übernimmt die Krankenkasse für eine Übergangszeit die erforderliche Kurzzeitpflege, wenn häusliche Krankenpflege nicht ausreicht, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt. Dauer und Höhe richten sich nach § 42 Abs. 2 SGB XI. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Kurzzeitpflege 2026 beantragen. Pflegen Angehörige und brauchen selbst eine Pause, hilft die Verhinderungspflege.

    Unklar, ob Haushaltshilfe, Kurzzeitpflege oder Entlastungsbetrag der richtige Weg ist? Rufen Sie uns vor dem Antrag an. Wir bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab, die Beratung ist kostenfrei.

    Rückfallrisiko bei Älteren: Was Angehörige im Blick behalten können

    Mehr Ruhe heißt nicht, dass Sie sich allein überlassen sind. Gesund.bund.de nennt für Menschen ab 60 Jahren Schutzimpfungen gegen Grippe, Pneumokokken und COVID-19. Ob für Sie eine Impfung infrage kommt, bespricht Ihre Hausärztin.

    Im Alltag hilft es, wenn regelmäßig jemand vorbeischaut. Fällt Ihnen oder uns auf, dass es Ihnen schlechter geht, etwa durch Verwirrtheit, ungewohnte Schwäche oder neue Beschwerden, informieren wir Sie und Ihre Angehörigen. Die Beurteilung und die Entscheidung über Arzt oder Notruf liegen bei Ihnen und den Fachleuten.

    Möchten Sie, dass in den ersten Wochen jemand regelmäßig nach dem Rechten sieht? Fordern Sie einen Rückruf an, wir besprechen mit Ihnen Häufigkeit und Umfang kostenfrei.

    So gehen wir mit Ihnen vor

    1. Sie rufen an, schreiben uns per WhatsApp oder nutzen das Rückrufformular.
    2. Wir klären Ihre Lage: Pflegegrad ja oder nein, Haushalt, Kinder, Wohnsituation.
    3. Wir übernehmen die Beantragung gemeinsam mit Ihnen: Wir bereiten den Antrag vor und helfen kostenfrei beim Ausfüllen. Die Entscheidung trifft die Kasse.
    4. Wir stimmen uns mit der Kasse ab und rechnen als Vertragspartner direkt mit ihr ab, soweit Ihr Wohnsitz in NRW liegt.
    5. Nach der Genehmigung beginnt der Einsatz.

    Häufige Fragen

    Wie lange dauert es, bis ich nach einer Lungenentzündung wieder fit bin?

    Die Entzündung klingt meist in etwa vier Wochen ab. Bis Sie wieder voll belastbar sind, können nach gesund.bund.de mehrere Monate vergehen. Müdigkeit und Husten halten manchmal länger an.

    Zahlt die Kasse eine Haushaltshilfe, wenn ich allein lebe?

    Nach § 38 SGB V ist das bei schwerer Krankheit möglich, wenn Sie den Haushalt nicht führen können und kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Die Hilfe ist auf höchstens vier Wochen begrenzt, mit Kind unter zwölf Jahren auf bis zu 26 Wochen. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, entscheidet die Kasse.

    Muss ich im Krankenhaus gewesen sein?

    Das Gesetz nennt den Krankenhausaufenthalt als wichtigen Fall, aber nicht als einzigen: Auch eine schwere Krankheit oder akute Verschlimmerung kann genügen. Schildern Sie uns Ihre Situation, dann prüfen wir, welche Unterlagen die Kasse sehen möchte.

    Kann ich Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad bekommen?

    Ja, nach § 39c SGB V kann die Krankenkasse sie übernehmen, wenn häusliche Krankenpflege nicht ausreicht und kein Pflegegrad 2 bis 5 besteht. Der Antrag läuft über die Krankenkasse.

    Übernehmen Sie Atemübungen oder medizinische Pflege?

    Nein. Wir leisten Betreuung, Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe. Was medizinisch nötig ist, bestimmen Klinik und Ärztin, und wir helfen, dass im Alltag Zeit und Kraft dafür bleiben.

    Quellen: gesund.bund.de: Lungenentzündung, gesundheitsinformation.de: Lungenentzündung, § 38 SGB V Haushaltshilfe, § 39c SGB V Kurzzeitpflege, § 42 SGB XI Kurzzeitpflege, BMG: Leistungsbeträge 2026, AOK: Entlassmanagement.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Erholen Sie sich, den Antrag begleiten wir

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Unterlagen bei der Kasse einreichen. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, stimmen uns mit der Kasse ab und beraten Sie kostenfrei. Weitere Möglichkeiten finden Sie bei der Haushaltshilfe nach dem Krankenhausaufenthalt.

  • Osteoporose im Alltag: Brüche vermeiden, Hilfe in Düsseldorf

    Ein volles Wäschekörbchen, ein Kasten Wasser, eine Matratze beim Bettenbeziehen: Bei Osteoporose sind es oft genau diese Handgriffe, die Sorgen machen. Dazu kommt die Angst vor dem Sturz auf glattem Boden. Dieser Ratgeber zeigt, welche Situationen im Haushalt das Risiko erhöhen und wie Sie sich praktisch entlasten.

    Wir von City Concierge in Düsseldorf unterstützen Sie bei Haushalt und Alltagsbegleitung und kümmern uns auf Wunsch um die Beantragung bei Ihrer Kasse, etwa über die Antragsseite zur Haushaltshilfe.

    Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor, und unsere Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Nicht die Diagnose, sondern der Sturz bricht den Knochen

    Bei Osteoporose nimmt die Knochendichte ab, das Risiko für Brüche steigt. Typische Bruchstellen sind Wirbelkörper, Handgelenke, Oberarm, Becken und Hüfte. Nach den Angaben von gesund.bund.de sind Stürze die Hauptursache für Knochenbrüche im Alter. Die Osteoporose trägt dazu bei, das größte Risiko sind aber die Stürze selbst.

    Daraus folgt für den Alltag: Es lohnt sich, Sturzquellen zu beseitigen und schwere, belastende Haushaltsarbeiten abzugeben. Aus Angst vor einem Sturz weniger zu laufen, ist laut gesund.bund.de keine Lösung, denn Bewegung verbessert Koordination, Gleichgewicht und Trittsicherheit. Welche Übungen für Sie passen, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

    Wirbelkörperbrüche: leise Gefahr im Rücken

    Wirbelbrüche entstehen bei Osteoporose spontan, meist durch eine Stauchung der Wirbelkörper oder Bandscheiben (gesund.bund.de). Rund die Hälfte der Betroffenen hat dabei keine Beschwerden. Sind mehrere Wirbel betroffen, sackt die Wirbelsäule zusammen und man wird kleiner.

    Die TK beschreibt als Warnzeichen plötzliche, einschießende Rückenschmerzen, die bei Belastung zunehmen. Dann gehört der Rücken ärztlich untersucht. Kommen Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Blasen- und Darmstörungen hinzu, ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Bei einem stabilen Bruch ohne Nervenschaden wird oft ohne Operation behandelt, mit Schmerztherapie, Physiotherapie und dem Ziel, die Muskulatur zu stärken. Ältere Menschen sollen möglichst bald wieder in Bewegung kommen, damit nicht noch Muskulatur verloren geht.

    Haben Sie einen Wirbelbruch hinter sich und wissen nicht, wer jetzt Wäsche, Einkauf und Bettenbeziehen übernimmt? Fordern Sie einen Rückruf an, wir sortieren mit Ihnen kostenfrei, welche Hilfe infrage kommt.

    Heben, Bücken, Drehen: Wo im Haushalt der Rücken leidet

    Die TK empfiehlt bei Rückenproblemen, mit geradem Rücken in die Knie zu gehen statt sich zu bücken, den ganzen Körper zu drehen statt nur die Wirbelsäule zu verdrehen und schwere Gegenstände nah am Körper zu halten. Bei Bedarf sollen Sie Hilfsmittel nutzen oder um Hilfe bitten. Übertragen auf den Haushalt, sind das typische Stellen:

    • Einkäufe, Wasserkästen und Getränkekisten tragen
    • Wäschekorb vom Keller in die Wohnung oder aus der Maschine heben
    • Betten beziehen und Matratzen bewegen
    • Staubsaugen und Wischen in gebückter Haltung
    • Gardinen aufhängen, in Schränke auf hohe Regalbretter greifen
    • Mülleimer und Altpapier zur Tonne bringen

    Das sind Aufgaben, die wir im Rahmen von Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung übernehmen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, die Klinik oder die Physiotherapie legen fest, was Sie selbst noch tun dürfen. Daran richten wir uns.

    Die Wohnung durchgehen: Stolperfallen und Hilfen

    Die DAK nennt als typische Ursachen für Stürze Stolperfallen, schlechte Beleuchtung und rutschige Böden. Sie empfiehlt:

    • lose Teppiche, Kabel und herumliegende Gegenstände entfernen
    • helles Licht im Wohnbereich und ausreichend beleuchtete Wege bei Nacht
    • rutschfeste Unterlagen in Bad und Küche
    • Haltegriffe an Bad, WC und Treppen
    • festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen, bei Bedarf Gehstock oder Rollator
    • Sehkraft regelmäßig prüfen lassen

    Auch Medikamente können Schwindel auslösen, etwa bestimmte Blutdrucksenker oder Psychopharmaka. Besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die TK rät außerdem zu einem Medikationsplan. Mehr zur Begleitung bei unsicherem Gang finden Sie im Beitrag Sturz und Gangunsicherheit.

    Möchten Sie Ihre Wohnung gemeinsam mit jemandem durchgehen, der mit anpackt? Schreiben Sie uns per WhatsApp, wir besprechen kostenfrei, wobei wir im Alltag entlasten können.

    Was nach einem Bruch gilt: Haushaltshilfe der Kasse

    Ist es bereits zum Bruch gekommen, kann die Krankenkasse eine Haushaltshilfe nach § 38 SGB V bezahlen. Voraussetzung ist, dass Sie den Haushalt wegen einer Krankenhausbehandlung oder einer schweren Krankheit nicht weiterführen können. Ohne Pflegegrad 2 bis 5 gilt die Hilfe bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung, auch nach Klinikaufenthalt, bis zu vier Wochen. Lebt ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes, auf Hilfe angewiesenes Kind im Haushalt, sind bis zu 26 Wochen möglich. Der Anspruch besteht nur, wenn niemand sonst im Haushalt die Haushaltsführung übernehmen kann.

    Wie das nach einer Operation aussieht, beschreiben die Ratgeber zur Hüft-OP und zum Knochenbruch. Eine Genehmigung der Kasse sollten Sie vor Beginn einholen. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab, die Hilfe beim Ausfüllen ist kostenfrei.

    Mit Pflegegrad: Entlastungsbetrag und mehr

    Wenn die Osteoporose Ihre Selbstständigkeit dauerhaft einschränkt, kann ein Pflegegrad infrage kommen. Das Gesetz stellt dafür nicht auf die Diagnose ab, sondern darauf, ob gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, Hilfe durch andere erfordern (§ 14 SGB XI). Wie Sie sich auf die Begutachtung vorbereiten, steht im Beitrag zum Pflegetagebuch.

    Das Bundesgesundheitsministerium nennt für 2026 diese Leistungen (Stand Juli 2026):

    • Entlastungsbetrag: bis zu 131 € im Monat (1.572 € im Jahr) bei Pflegegrad 1 bis 5, einsetzbar etwa für zugelassene Betreuungsdienste und anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag, gegen Belege bei der Pflegekasse
    • Gemeinsamer Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege: bis zu 3.539 € je Kalenderjahr bei Pflegegrad 2 bis 5
    • Zuschuss für Wohnumfeldverbesserung: bis zu 4.180 € je Maßnahme

    Wie Sie den Entlastungsbetrag in Düsseldorf einsetzen, lesen Sie auf der Leistungsseite. Zur Wohnungsanpassung gibt es den Ratgeber Wohnumfeldverbesserung.

    Noch kein Pflegegrad oder unsicher, ob die Voraussetzungen vorliegen? Rufen Sie uns vor Ihrem Antrag an. Wir bereiten ihn mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Pflegekasse ab, kostenfrei für Sie.

    Eine Alltagswoche mit Unterstützung

    Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Eine Seniorin mit Osteoporose will ihre Selbstständigkeit behalten, scheut aber den Einkauf mit schweren Taschen und das Bettenbeziehen. Eine Betreuungskraft begleitet sie zum Einkauf und trägt die Taschen, wechselt die Bettwäsche, räumt Gegenstände aus hohen Schränken in Griffhöhe und achtet auf freie Wege in der Wohnung. Die Seniorin geht weiter spazieren und macht ihre von der Praxis empfohlenen Übungen.

    Gerade bei Osteoporose kommt es auf diese Mischung an: Bewegung bleibt wichtig, schwere Arbeiten werden abgegeben. Mehr zu Begleitung im Alltag finden Sie unter Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung. Hilfe im Notfall kann ein Hausnotruf bieten. Das BMG führt Hausnotrufsysteme unter den technischen Pflegehilfsmitteln, die Zuzahlung beträgt in der Regel 10 %, höchstens 25 € je Hilfsmittel. Details im Ratgeber Hausnotruf und Pflegekasse.

    Möchten Sie wissen, wie eine Woche mit unserer Unterstützung bei Ihnen aussehen könnte? Fordern Sie einen Rückruf an, die Erstberatung ist kostenfrei und unverbindlich.

    Häufige Fragen zu Osteoporose im Alltag

    Darf ich bei Osteoporose noch selbst Hausarbeit machen?

    Leichte, gewohnte Tätigkeiten und Bewegung sind in der Regel erwünscht. Was Sie tragen, heben oder nicht tun sollen, sagt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Schwere und gebückte Arbeiten können Sie an uns abgeben.

    Woran erkenne ich einen Wirbelbruch?

    Plötzliche, einschießende Rückenschmerzen, die bei Belastung stärker werden, können darauf hindeuten (TK). Viele Wirbelbrüche verursachen aber keine Beschwerden. Lassen Sie Rückenschmerzen deshalb ärztlich abklären.

    Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe bei Osteoporose?

    Nur bei einer Krankenhausbehandlung oder schweren Krankheit mit Genehmigung und, ohne Pflegegrad 2 bis 5, in den Grenzen des § 38 SGB V. Die Osteoporose allein reicht als Anlass nicht aus. Wir prüfen Ihre Situation mit Ihnen.

    Was ist mit Vitamin D und Kalzium?

    Laut TK lässt sich der Kalziumbedarf meist über die Ernährung decken. Nahrungsergänzungsmittel nützen den meisten Menschen nicht, können aber für pflegebedürftige Menschen sinnvoll sein. Fragen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

    Wie fange ich mit der Unterstützung an?

    Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns per WhatsApp. Wir klären Ihren Bedarf, Ihre Möglichkeiten und stellen die Unterlagen für den Antrag zusammen.

    Quellen: gesund.bund.de: Osteoporose, gesund.bund.de: Wirbelbruch, TK: Wirbelbrüche, TK: Osteoporose, Knochen stärken und Brüchen vorbeugen, DAK: Sturzrisiken vermeiden, § 38 SGB V, § 14 SGB XI, BMG: Pflegeleistungen zum Nachschlagen (Stand 07/2026).

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Sicher durch den Alltag, mit Hilfe bei den schweren Dingen

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Ihren Antrag stellen. Wir bereiten ihn mit Ihnen vor, stimmen uns mit Ihrer Kasse ab und unterstützen Sie in Düsseldorf bei Haushalt und Alltag. Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind kostenfrei, den passenden Antrag finden Sie auch unter Haushaltshilfe beantragen.

  • Rheuma und Arthrose: Haushalt trotz Gelenkschmerzen in Düsseldorf

    Das Marmeladenglas lässt sich nicht mehr öffnen, die Finger sind morgens wie eingerostet, und der Wäschekorb wird auf dem Weg zur Waschküche zur Kraftprobe. Bei Rheuma und Arthrose summieren sich solche Kleinigkeiten, bis der Haushalt an manchen Tagen mehr Kraft kostet, als vorhanden ist.

    Wir zeigen, welche Handgriffe typischerweise schwerfallen und welche Hilfen es über Krankenkasse und Pflegekasse gibt. Wenn eine Haushaltshilfe nach einem Klinikaufenthalt infrage kommt, finden Sie die Wege auf unserer Seite zum Antrag auf Haushaltshilfe bei der Krankenkasse.

    Sie sind unsicher, welche Hilfe bei Ihren Gelenkbeschwerden zustehen könnte? Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen. Wir übernehmen die Beantragung mit Ihnen und stimmen uns mit der Kasse ab, die Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Rheuma oder Arthrose: Was die Begriffe unterscheidet

    Die Deutsche Rheuma-Liga beschreibt Rheuma als Sammelbegriff für mehr als 100 Erkrankungen. Die häufigste entzündliche Form ist die rheumatoide Arthritis. Dabei greift das Immunsystem die Gelenkinnenhaut an. Laut Techniker Krankenkasse sind in Deutschland etwa 1 Prozent der Erwachsenen betroffen, meist beginnt die Krankheit nach dem 50. Lebensjahr.

    Bei Arthrose wird dagegen der Knorpel dünner. Das geschieht meist langsam über Jahre und häufig ab dem 40. Lebensjahr, vor allem an Knie, Hüfte und Fingern. Ein Hinweis zur Einordnung ist die Morgensteifigkeit: Bei Arthrose lässt der Anlaufschmerz meist schnell nach. Hält die Steifigkeit länger als 30 Minuten an, spricht das laut gesundheitsinformation.de eher für entzündliches Rheuma. Die Rheuma-Liga nennt als Warnzeichen mehr als 60 Minuten. Die Diagnose stellt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Für den Haushalt zählt vor allem, was Ihnen im Alltag schwerfällt.

    Morgensteifigkeit, Greifkraft, Treppen: Wo der Haushalt zuerst hakt

    Die Einschränkungen sind je nach Gelenk verschieden. Häufig genannt werden diese Situationen:

    • Der Start in den Tag: Knöpfe schließen oder Messer und Gabel führen kann nach der Nacht schwerfallen, wie die Techniker Krankenkasse schreibt.
    • Greifen und Drehen: Flaschen und Gläser öffnen, Wasserhahn bedienen, Kartoffeln schälen. Bei Fingerarthrose und Rheuma in den Händen ist das typisch.
    • Tragen und Bücken: volle Einkaufstaschen, Wäschekorb, Bettbezüge, Staubsauger.
    • Treppen und lange Wege: Bei Knie oder Hüfte wird jede Stufe zur Belastung, ein Einkauf ohne Aufzug zum Kraftakt.
    • Erschöpfung: Bei Rheuma kommen laut Techniker Krankenkasse ausgeprägte Müdigkeit und häufigere Ruhepausen hinzu, sodass der Tag weniger Aufgaben fasst.

    Wer diese Aufgaben abgibt, hat mehr Kraft für das, was ihm wichtig ist. Bei dauerhaften Schmerzen ohne Entzündung lesen Sie auch unseren Beitrag zu Fibromyalgie und chronischem Schmerz, bei Sturzangst durch brüchige Knochen den zu Osteoporose.

    Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, welche Handgriffe bei Ihnen am meisten schmerzen: Wäsche, Einkauf oder Küche? Wir melden uns Mo bis Fr zwischen 8 und 18 Uhr.

    Gelenke schonen: Was Fachstellen für den Alltag raten

    Die Deutsche Rheuma-Liga empfiehlt, Gelenke schon vor den ersten Beschwerden möglichst wenig zu belasten, Pausen einzulegen und Schmerz als Warnsignal ernst zu nehmen. Hilfsmittel sollen früh genutzt werden, nicht erst, wenn nichts mehr geht. Die Bundesärztekammer nennt in ihrer Patienteninformation Öffner für Flaschen und Gläser, verdickte Griffe für Stifte, Kämme, Zahnbürsten und Messer sowie bequeme, stabile Schuhe. Bei Knie- und Hüftarthrose kommen laut gesundheitsinformation.de Gehstöcke infrage.

    Auch Bewegung gehört dazu. Sie versorgt den Knorpel mit Nährstoffen und stärkt die Muskeln, die das Gelenk stabilisieren. Was für Ihre Gelenke passt, sagen Ärztin oder Ergotherapeut. Ergotherapie zeigt Ihnen, wie Sie alltägliche Handgriffe gelenkschonend ausführen. Zuschüsse für Umbauten in der Wohnung erklärt unser Beitrag zur Wohnumfeldverbesserung und Wohnungsanpassung.

    Was wir für Sie übernehmen und was bei Ihnen bleibt

    Als Betreuungsdienst übernehmen wir Aufgaben, die Ihre Gelenke am meisten fordern: Wäsche und Bettwäsche, Einkaufen und Tragen, Kochen und Aufräumen. Dazu kommt Alltagsbegleitung, etwa zum Arzt oder zur Physiotherapie. Therapie und Medikamente richten sich weiter nach den Vorgaben Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes. Mehr dazu auf unserer Seite zur Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung in Düsseldorf.

    Denkbares Beispiel (kein realer Fall): Eine Person mit Fingerarthrose kocht gern selbst, kann aber keinen schweren Topf mehr heben und keine Taschen tragen. Wir übernehmen Einkauf und Wäsche, das Kochen bleibt bei ihr. Sie entscheiden, was Sie abgeben und was Sie selbst machen möchten.

    Möchten Sie in Ruhe besprechen, welche Aufgaben wir übernehmen könnten? Fordern Sie einen Rückruf an. Das Gespräch und die Hilfe bei den Antragsunterlagen sind für Sie kostenfrei.

    Haushaltshilfe von der Krankenkasse: bei Klinik, Reha oder Schub

    Nach § 38 SGB V besteht Anspruch auf Haushaltshilfe, wenn Sie den Haushalt wegen einer Krankenhausbehandlung oder bestimmter weiterer Leistungen nicht weiterführen können und ein Kind unter zwölf Jahren oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind im Haushalt lebt. Bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung gibt es Haushaltshilfe für längstens vier Wochen, bei einem Kind im Haushalt bis zu 26 Wochen. Das gilt nur, solange kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Die Satzung Ihrer Kasse kann Weiteres vorsehen. Kann eine Person im Haushalt den Haushalt weiterführen, besteht kein Anspruch. Je Kalendertag fällt eine Zuzahlung nach § 61 SGB V an.

    Bei Rheuma und Arthrose sind das meist Phasen wie ein Gelenkersatz oder ein starker Schub. Lesen Sie dazu unsere Beiträge Haushaltshilfe nach Knie-OP und Haushaltshilfe bei Krankheit nach § 38 SGB V. Ob Ihre Situation darunterfällt, entscheidet die Kasse. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit ihr ab.

    Steht bei Ihnen eine Gelenk-OP oder eine Reha an? Melden Sie sich vorher bei uns. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und helfen kostenfrei beim Antrag.

    Pflegegrad und Entlastungsbetrag bei dauerhaften Einschränkungen

    Pflegebedürftig sind nach § 14 SGB XI Menschen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf Hilfe angewiesen sind, voraussichtlich für mindestens sechs Monate. Der Medizinische Dienst bewertet im Auftrag der Pflegekasse sechs Bereiche, darunter Mobilität und Selbstversorgung, etwa Waschen und Anziehen. Die Gesamtpunktzahl entscheidet über den Pflegegrad. Dass der Haushalt nicht mehr allein zu schaffen ist, zählt nicht als eigener Bereich. Die AOK empfiehlt, vor der Begutachtung Alltagsschwierigkeiten zu notieren, Medikamentenplan, Arztberichte und Hilfsmittel bereitzuhalten und eine vertraute Person dazuzuholen. Hilfe bietet unser Beitrag zur Vorbereitung der Begutachtung und die Seite zum Pflegetagebuch.

    Mit Pflegegrad können Sie den Entlastungsbetrag nutzen: bis zu 131 Euro monatlich nach § 45b SGB XI, für nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Erstattet wird gegen Belege, der Anspruch entsteht ohne vorherigen Antrag. Nicht verbrauchte Beträge lassen sich in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen. Alles dazu auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag in Düsseldorf.

    Unsicher, ob für Sie ein Pflegegrad infrage kommt? Wir besprechen mit Ihnen die nächsten Schritte und unterstützen bei den Unterlagen für die Pflegekasse. Beratung und Ausfüllhilfe sind kostenfrei.

    Häufige Fragen zu Rheuma, Arthrose und Hilfe im Haushalt

    Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe bei Rheuma?

    Die Diagnose allein genügt nicht. Anspruch besteht nach § 38 SGB V, wenn Sie den Haushalt etwa wegen einer Krankenhausbehandlung nicht führen können oder bei schwerer Krankheit beziehungsweise akuter Verschlimmerung, sofern kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Die Kasse prüft den Einzelfall.

    Reicht die Schwierigkeit mit dem Haushalt für einen Pflegegrad?

    Nicht allein. Die Punkte ergeben sich aus sechs Bereichen wie Mobilität und Selbstversorgung. Haushaltsführung ist kein eigener Bereich. Der Medizinische Dienst begutachtet Sie in der Regel zu Hause und prüft, wie selbstständig Sie im Alltag sind.

    Kann ich den Entlastungsbetrag für Hilfe im Haushalt nutzen?

    Wenn Pflegegrad besteht, ja, für nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag, bis zu 131 Euro im Monat. Sprechen Sie uns vorab an, wir erklären die Abrechnung und die Belege. Weiteres zu Angeboten finden Sie in unserem Beitrag zu Angeboten zur Unterstützung im Alltag nach § 45a.

    Sollten Gelenke bei Arthrose geschont oder bewegt werden?

    Beides. Gesundheitsinformation.de nennt Bewegung als eine der wichtigsten Maßnahmen, weil sie Muskeln und Gelenke stärkt. Überlastung vermeiden Sie durch Pausen und Hilfsmittel. Das richtige Maß klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Therapeuten.

    Wo bekomme ich weitere Beratung zu Rheuma?

    Die Deutsche Rheuma-Liga bietet eine Info-Hotline unter 0800 6002525 sowie örtliche Gruppen und Bewegungskurse. Für Haushalt, Betreuung und Anträge bei Kasse und Pflegekasse sind wir kostenfrei für Sie da, zum Beispiel über unsere Kontaktseite.

    Quellen: TK: Rheumatoide Arthritis, gesundheitsinformation.de: Arthrose, Deutsche Rheuma-Liga: Was ist Rheuma, Deutsche Rheuma-Liga: Gelenkschutz, Bundesärztekammer: Patienteninformation Rheumatoide Arthritis, § 38 SGB V, § 14 SGB XI, § 45b SGB XI, AOK: Pflegebegutachtung.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Gelenkschmerzen im Haushalt? Wir entlasten Sie in Düsseldorf

    Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag bei Kranken- oder Pflegekasse stellen. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, besprechen die Unterlagen und stimmen uns mit der Kasse ab. Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind für Sie kostenfrei. Erreichbar Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr.

  • Haushaltshilfe bei Reha und Anschlussheilbehandlung: Wer zahlt?

    Die Reha ist bewilligt, in wenigen Tagen geht es los, und zu Hause bleiben Wohnung, Wäsche, Einkäufe und vielleicht Kinder zurück. Viele Betroffene fragen sich erst jetzt, wer das übernimmt. Wir erklären, in welchen Fällen die Krankenkasse oder die Rentenversicherung eine Haushaltshilfe bezahlt, und was Sie tun können, wenn kein Anspruch besteht.

    Reha steht an? Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge stellen. Wir prüfen mit Ihnen kostenfrei, welcher Träger zuständig ist, und bereiten die Unterlagen für die Haushaltshilfe vor.

    Reha ist nicht gleich Reha: Wer zahlt die Haushaltshilfe?

    Die Haushaltshilfe richtet sich nach dem Träger Ihrer Reha. Ist die Krankenkasse Kostenträger, gilt § 38 SGB V. Ist es die Rentenversicherung, gilt § 74 SGB IX. Für Rentner ist oft die Krankenkasse zuständig, weil die Rentenversicherung vor allem Reha für Versicherte vor dem Rentenalter bezahlt, deren Erwerbsfähigkeit gefährdet ist.

    Beide Vorschriften sind sich in einem Punkt einig: Die Hilfe ist an Voraussetzungen geknüpft. Sie können Ihren Haushalt wegen der Reha nicht weiterführen, und keine andere Person im Haushalt kann das übernehmen. Das ist die eine Hälfte.

    Die entscheidende Hürde: das Kind im Haushalt

    Die zweite Hälfte überrascht viele. Sowohl nach § 38 Abs. 1 SGB V als auch nach § 74 SGB IX muss im Haushalt ein Kind leben, das bei Beginn der Haushaltshilfe jünger als zwölf Jahre ist, oder ein behindertes Kind, das auf Hilfe angewiesen ist. Die Deutsche Rentenversicherung nennt dieselben Bedingungen und erwähnt zusätzlich, dass die Behinderung vor dem 18. Geburtstag eingetreten sein muss, bei Ausbildung vor dem 27. Geburtstag.

    • Mit Kind unter zwölf: Anspruch möglich, wenn die Reha den Haushalt unmöglich macht und niemand sonst einspringen kann.
    • Kind älter als zwölf: Die Rentenversicherung kann auf Antrag stattdessen unvermeidbare Kinderbetreuungskosten bezuschussen. Das Gesetz nennt bis zu 160 Euro je Kind und Monat als Grundbetrag, der angepasst wird.
    • Ohne Kind: Ein gesetzlicher Anspruch besteht für die Reha nicht. Die Satzung Ihrer Krankenkasse kann nach § 38 Abs. 2 SGB V weitere Fälle vorsehen. Das prüfen wir gern für Sie.

    Wir sagen Ihnen das offen, damit Sie nicht auf einen Antrag hoffen, der ins Leere läuft.

    Sie sind unsicher, ob Ihre Kasse eine Satzungsleistung anbietet? Wir klären das kostenfrei für Sie. Fordern Sie einen Rückruf an.

    Anschlussheilbehandlung: Wenige Tage, um alles zu regeln

    Bei einer Anschlussrehabilitation (AHB) bleibt wenig Zeit. Sie muss nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung spätestens 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnen. Die Klinik entscheidet, ob eine AHB nötig ist, und der Sozialdienst hilft beim Antrag. Die Reha dauert in der Regel drei Wochen, sie kann verkürzt oder verlängert werden.

    Planen Sie die Haushaltshilfe deshalb schon im Krankenhaus mit. Sprechen Sie den Sozialdienst darauf an, und lesen Sie in unserem Beitrag zum Entlassmanagement in Düsseldorfer Kliniken, was Ihnen bei der Entlassung zusteht. Typische Fälle für eine AHB sind ein künstliches Hüftgelenk oder ein Herzinfarkt.

    Antrag auf Haushaltshilfe: So gehen Sie vor

    Die Haushaltshilfe müssen Sie zusätzlich zur Reha beantragen. Die Rentenversicherung rät, den Antrag rechtzeitig vor Beginn der Reha zu stellen, und zwar beim zuständigen Rentenversicherungsträger. Bei der Krankenkasse gilt dasselbe. Klären Sie die Kostenübernahme vorab, bevor Sie Rechnungen auslösen.

    1. Klären Sie mit dem Sozialdienst oder der Reha-Beratung, wer Kostenträger ist.
    2. Stellen Sie den Antrag auf Haushaltshilfe bei diesem Träger, mit Angaben zu Haushalt, Kindern und Personen, die ausfallen.
    3. Legen Sie Reha-Bewilligung und Entlassunterlagen bei, soweit der Träger sie verlangt.
    4. Warten Sie die Zusage ab, bevor die Hilfe startet.

    Wir übernehmen die Beantragung mit Ihnen: Wir füllen die Unterlagen gemeinsam aus und stimmen uns mit der Kasse ab. Das ist für Sie kostenfrei.

    Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto des Reha-Bescheids. Wir sagen Ihnen, welche Unterlagen für den Antrag noch fehlen, und das kostenfrei.

    Zuzahlung, eigene Helfer und Verwandte

    Ab 18 Jahren zahlen Sie bei Haushaltshilfe nach § 38 SGB V je Kalendertag eine Zuzahlung von 10 Prozent der Kosten, mindestens 5 und höchstens 10 Euro (Quelle: GKV-Spitzenverband). Die Reha selbst kostet bei einer stationären AHB der Rentenversicherung bis zu 10 Euro pro Tag, für höchstens 14 Tage im Kalenderjahr, Befreiungen sind bei geringem Einkommen möglich.

    Haben Kasse oder Rentenversicherung keine Hilfe zur Hand, können Sie sich selbst jemanden suchen. Die Kosten werden dann in angemessener Höhe erstattet. Bei Verwandten und Verschwägerten bis zum zweiten Grad gibt es keine Erstattung der Hilfe selbst, nur Fahrkosten und Verdienstausfall können unter Umständen ersetzt werden. Die Rentenversicherung übernimmt bei selbst beschaffter Hilfe nur notwendige Stunden, höchstens acht pro Tag.

    Ohne Kind, mit Pflegegrad: Was dann hilft

    Viele Reha-Patienten sind älter und haben kein Kind mehr im Haushalt. Dann lohnt der Blick auf die Pflegeversicherung. Bei Pflegegrad bleibt das Pflegegeld nach § 34 SGB XI bei einer stationären Reha in den ersten acht Wochen erhalten. Der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat nach § 45b SGB XI kann für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden. Wie das in Düsseldorf funktioniert, lesen Sie auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag.

    Ob ein Pflegegrad infrage kommt, erfahren Sie in unserem Ratgeber Pflegegrad beantragen. Wichtig: Haushaltshilfe wegen schwerer Krankheit nach § 38 SGB V gibt es nur, soweit kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Mit Pflegegrad greifen die Leistungen der Pflegekasse.

    Sie haben einen Pflegegrad und gehen in die Reha? Rufen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Entlastungsbetrag einsetzen, und unterstützen Sie kostenfrei bei den Anträgen.

    Was wir in der Zeit Ihrer Abwesenheit leisten

    Wir bieten Betreuung, Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe, keine Behandlungspflege. Medizinische Vorgaben der Reha-Klinik oder Ihrer Ärztin bleiben dabei maßgeblich. Wo ein Anspruch besteht, rechnen wir direkt mit der Kasse ab.

    • Wohnung vor der Abreise vorbereiten, damit nach der Rückkehr alles erreichbar ist
    • Einkäufe und Wäsche, wenn Familienmitglieder im Haushalt versorgt werden müssen
    • Begleitung zu Arztterminen und Besorgungen nach der Rückkehr
    • Entlastung im Haushalt in den ersten Wochen, wenn Sie noch Schonung brauchen

    Für Familien mit kleinen Kindern lohnt zusätzlich ein Blick auf Kinderbetreuung bei Krankheit und Operation. Geht es um eine Kur für Eltern und Kinder, hilft unser Beitrag zur Mutter-Kind-Kur.

    Möchten Sie wissen, wie eine Haushaltshilfe für Ihre Reha-Wochen in Düsseldorf konkret aussehen kann? Wir beraten kostenfrei und im persönlichen Gespräch. Fordern Sie einfach einen Rückruf an.

    Häufige Fragen zur Haushaltshilfe in der Reha

    Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe, wenn ich allein lebe und in die Reha gehe?

    Nach dem Gesetz setzt die Haushaltshilfe bei Reha ein Kind unter zwölf Jahren oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind im Haushalt voraus. Ohne Kind kommt vor allem eine Satzungsleistung Ihrer Kasse in Betracht. Fragen Sie uns, wir prüfen das für Sie.

    Wann muss ich die Haushaltshilfe beantragen?

    Rechtzeitig vor Beginn der Reha, so die Deutsche Rentenversicherung. Bei einer Anschlussheilbehandlung bleiben nur etwa 14 Tage bis zum Start, daher sollten Sie schon im Krankenhaus mit dem Antrag beginnen. Wir unterstützen Sie dabei.

    Wer kümmert sich um meine Kinder, während ich in der Reha bin?

    Das kann eine Haushaltshilfe sein, die Hilfe wählen Sie frei. Alternativ kann die Rentenversicherung die Mitnahme des Kindes in die Reha-Einrichtung oder eine andere Unterbringung übernehmen, wenn Betreuung sonst nicht möglich ist und der Reha-Erfolg nicht gefährdet wird.

    Bekomme ich mein Pflegegeld während der Reha weiter?

    Ja, bei stationärer Reha wird das Pflegegeld nach § 34 SGB XI in den ersten acht Wochen weitergezahlt. Für die Zeit danach fragen Sie bitte vor der Abreise Ihre Pflegekasse.

    Kann ich die Reha-Entscheidung anfechten, wenn der Träger ablehnt?

    Lehnt ein Träger die Reha ab, lohnt sich in vielen Fällen ein Widerspruch. Ist ein Träger unzuständig, muss er den Antrag weiterleiten. Sprechen Sie uns an, wir erklären Ihnen die nächsten Schritte kostenfrei.

    Quellen: § 38 SGB V (lxgesetze.de), § 74 SGB IX (gesetze-im-internet.de), Deutsche Rentenversicherung: Haushaltshilfe bei Reha, Deutsche Rentenversicherung: Anschlussrehabilitation, GKV-Spitzenverband: Haushaltshilfe, § 34 SGB XI, § 45b SGB XI, Betanet: Antrag medizinische Rehabilitation.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

    Wir kümmern uns um den Haushalt, während Sie sich erholen

    Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag selbst stellen. Wir bereiten die Unterlagen für die Haushaltshilfe über die Krankenkasse mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind für Sie kostenfrei. Erreichbar Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr.

  • Dekubitus vorbeugen: Lagerung, Betreuung und Pflegegrad

    Wer wochenlang überwiegend liegt oder sitzt, riskiert Druckgeschwüre. Das betrifft nicht nur Menschen mit Pflegegrad 4 oder 5, sondern auch Angehörige, die zu Hause pflegen und plötzlich Verantwortung für die Haut eines geliebten Menschen tragen. Dieser Ratgeber zeigt, woran Sie ein Risiko erkennen, was Angehörige im Alltag tun können und welche Leistungen der Pflegekasse in Düsseldorf dabei helfen.

    Die medizinischen Vorgaben legen Hausärztin, Klinik und Pflegedienst fest. Wir ergänzen das mit Betreuung und Alltagsbegleitung, damit der Plan im Alltag nicht an fehlender Zeit scheitert. Die Anträge dafür bereiten wir mit Ihnen vor, mehr dazu unter Entlastungsbetrag in Düsseldorf.

    Sie pflegen zu Hause und wissen nicht, welche Leistung wofür gilt? Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge stellen. Unsere Beratung ist kostenfrei.

    Was ein Druckgeschwür ist und wie es entsteht

    Fachleute sprechen von Dekubitus. Gemeint ist eine örtlich begrenzte Schädigung von Haut oder tieferem Gewebe, meist über Knochenvorsprüngen. Auslöser sind Druck oder Druck zusammen mit Scherkräften, so beschreibt es der Expertenstandard des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP).

    Das Prinzip ist einfach: Hält der Druck auf eine Stelle an, werden kleine Blutgefäße zusammengedrückt, das Gewebe wird schlecht versorgt und kann absterben. Die Unimedizin Mainz weist darauf hin, dass die Heilung Wochen bis Monate dauern kann. Betroffen sind keineswegs nur Menschen im Bett. Auch langes Sitzen im Sessel oder Rollstuhl kann ein Druckgeschwür verursachen.

    Woran Sie ein erhöhtes Risiko erkennen

    Das österreichische Gesundheitsportal gesundheit.gv.at nennt als wichtigsten Faktor anhaltenden Druck, etwa durch langes Liegen in derselben Position. Besonders gefährdet sind Stellen mit wenig Polster zwischen Haut und Knochen:

    • Gesäß und Steißbein, Hüften, Schulterblätter
    • Fersen und Hinterkopf

    Das Risiko steigt, wenn weitere Umstände dazukommen. Die Unimedizin Mainz führt unter anderem diese auf:

    • eingeschränkte Beweglichkeit, zum Beispiel nach Schlaganfall oder Operation
    • trockene, rissige oder dauerhaft feuchte Haut, etwa bei Inkontinenz
    • Durchblutungsstörungen und vermindertes Schmerzempfinden
    • Mangelernährung, zu wenig Trinken, Fieber

    Auch Diabetes, Demenz und Nervenerkrankungen werden als Risikofaktoren genannt. Wie hoch das Risiko bei einem Menschen tatsächlich ist, schätzt nach dem DNQP-Standard die Pflegefachkraft ein, zu Beginn der Pflege und erneut, wenn sich Beweglichkeit oder Umstände ändern.

    Möchten Sie mit jemandem durchsprechen, wie Sie die Pflege zu Hause organisieren? Fordern Sie einen Rückruf an, die Erstberatung ist für Sie kostenfrei.

    Was Angehörige im Alltag beitragen können

    Der DNQP-Standard sieht vor, dass Pflegekräfte Betroffene und Angehörige zu Bewegung, Hautbeobachtung, Druckentlastung und Hilfsmitteln anleiten. Fragen Sie danach, wenn Sie das noch nicht erlebt haben. Die Unimedizin Mainz nennt für Angehörige drei Aufgaben: die Haut auf Feuchtigkeit und Rötungen beobachten, Veränderungen dem Pflegepersonal melden, und auf Trinken und Bewegung achten.

    Haut kontrollieren und Rötungen prüfen

    Gesundheit.gv.at beschreibt einen einfachen Test: Drücken Sie kurz auf eine gerötete Stelle. Wird sie dabei nicht weiß und bleibt rot, kann das ein erstes Zeichen sein. Weitere Warnzeichen sind Juckreiz, Schmerzen, Überwärmung und rissige Haut. Zeigen Sie solche Stellen zeitnah der Ärztin oder dem Pflegedienst. Für schwer einsehbare Bereiche wie das Gesäß kann ein Handspiegel helfen.

    Bewegung, Haut und Ernährung im Blick behalten

    Schon kleine Lageänderungen helfen, etwa den Kopf drehen, einen Arm oder ein Bein verschieben oder ein kleines Kissen unterlegen. Wie oft und in welcher Lage umgelagert wird, legen Ärztin und Pflegefachkraft individuell fest. Zur Hautpflege empfiehlt gesundheit.gv.at pH-neutrale Seife und nicht zu heißes Wasser. Bei Inkontinenz soll die Haut durch regelmäßigen Wechsel der Einlagen vor Harn und Stuhl geschützt werden. Bei Mangelernährung kann Trinknahrung ein Thema für die ärztliche Abklärung sein.

    Pflegebett, Matratze, Lagerungshilfen: Wer was bezahlt

    Hilfsmittel gegen Druckgeschwüre reichen von einfachen Lagerungskissen bis zu Spezialmatratzen. Die DAK-Gesundheit schreibt, dass sie solche Antidekubitushilfsmittel auf ärztliche Verordnung übernimmt; es fällt nur die gesetzliche Zuzahlung an, Aufzahlungen für Komfortprodukte sind möglich. Die Zuständigkeit und die Regeln unterscheiden sich je nach Hilfsmittel und Kasse, fragen Sie vor der Bestellung nach.

    Ein Pflegebett zahlt nach Angabe der AOK die Pflegekasse, wenn ein Pflegegrad festgestellt ist und die Person überwiegend im Bett versorgt wird. Erwachsene zahlen 10 Prozent der Kosten, höchstens 25 Euro. Nach § 40 SGB XI sollen technische Pflegehilfsmittel möglichst leihweise überlassen werden. Die Kasse entscheidet in der Regel innerhalb von drei Wochen, bei Einschaltung einer Pflegefachkraft oder des Medizinischen Dienstes innerhalb von fünf Wochen. Mehr zu Verbrauchsmaterial wie Handschuhen und Einlagen lesen Sie im Ratgeber Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

    Pflegebett oder Hilfsmittel fehlen noch? Wir helfen Ihnen kostenfrei beim Ausfüllen der Antragsunterlagen und stimmen uns mit der Pflegekasse ab.

    Was der Pflegegrad bringt, wenn jemand überwiegend liegt

    Bettlägerigkeit zeigt sich im Pflegegrad meist durch große Einschränkungen bei der Selbstständigkeit. Wie der Pflegegrad zusammenkommt, lesen Sie im Ratgeber Pflegegrad: Punkte, Module, Berechnung. Die Leistungen für 2026 laut Bundesgesundheitsministerium (Stand 04.11.2025):

    • Pflegegeld monatlich: Pflegegrad 4 800 Euro, Pflegegrad 5 990 Euro
    • Pflegesachleistung bis zu: Pflegegrad 4 1.859 Euro, Pflegegrad 5 2.299 Euro
    • Entlastungsbetrag: bis zu 131 Euro monatlich, ab Pflegegrad 1
    • Gemeinsamer Jahresbetrag für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege: bis zu 3.539 Euro

    Die Details je Pflegegrad finden Sie unter Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5. Ändert sich der Zustand, kann ein neuer Antrag auf höheren Pflegegrad sinnvoll sein. Wie Sie sich auf die Begutachtung vorbereiten, hilft das Pflegetagebuch.

    Pflegedienst und Betreuung: Wer übernimmt welche Aufgabe

    Medizinische Aufgaben wie Wundversorgung oder ein ärztlich angeordneter Lagerungsplan gehören in die Hand von Fachkräften. Das ist Sache von Pflegedienst, Ärztin und Klinik. Wir leisten Betreuung, Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe, keine Behandlungspflege.

    Dazwischen liegt viel, was Angehörige entlastet: Gesellschaft leisten, ans Trinken erinnern, Mahlzeiten vorbereiten, den Haushalt führen, Termine begleiten. Der Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI ist laut Gesetz zweckgebunden für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger, darunter nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Bei Pflegegrad 2 bis 5 darf er für Pflegedienste nicht für Leistungen der Selbstversorgung eingesetzt werden. Unsere Alltagsbegleitung ist deshalb ein häufiger Einsatzzweck. Wie das im Alltag aussieht, steht auch im Ratgeber Pflegende Angehörige entlasten.

    Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, was im Alltag zu Hause am meisten fehlt. Wir sagen Ihnen kostenfrei, wie sich das über den Entlastungsbetrag organisieren lässt.

    Wann Sie sofort ärztlichen Rat holen sollten

    Haut, die trotz Druckentlastung gerötet bleibt, offene Stellen oder Blasen gehören in ärztliche Hände. Gesundheit.gv.at nennt als Zeichen für eine Infektion Fieber, Schüttelfrost, gelblich-grüne Verfärbung und unangenehmen Geruch der Wunde. Bessert sich ein Dekubitus trotz Behandlung nach zwei Wochen nicht, kann das auf eine Wundinfektion hindeuten. Die Behandlung bestimmen dann Ärztin oder Wundexperten, nicht Angehörige oder wir.

    Geht es um eine mögliche Wohnungsanpassung, etwa für ein Pflegebett, lesen Sie auch den Ratgeber zu Wohnumfeldverbesserung.

    Steht ein höherer Pflegegrad oder die Beantragung eines Pflegebetts an? Wir übernehmen die Vorbereitung der Unterlagen mit Ihnen, kostenfrei und in Abstimmung mit der Kasse.

    Häufige Fragen zur Vorbeugung

    Bekommt man Dekubitus nur im Bett?

    Nein. Nach Angaben der Unimedizin Mainz kann auch langes, bewegungsloses Sitzen im Stuhl oder Rollstuhl ein Druckgeschwür verursachen. Entscheidend ist anhaltender Druck auf Stellen über Knochen.

    Wer zeigt mir, wie ich richtig lagere?

    Nach dem DNQP-Expertenstandard sollen Pflegekräfte Betroffene und Angehörige zu Bewegung, Hautbeobachtung und Hilfsmitteln anleiten. Fragen Sie Ihren Pflegedienst oder die Pflegeberatung. Hilfe gibt es auch über Pflegekurse für Angehörige.

    Zahlt die Kasse eine Spezialmatratze?

    Die DAK-Gesundheit übernimmt Antidekubitushilfsmittel auf ärztliche Verordnung, bis auf die gesetzliche Zuzahlung. Wie das bei anderen Kassen läuft, sagt Ihre Kasse. Wir helfen Ihnen kostenfrei beim Ausfüllen der Unterlagen.

    Kann ich den Entlastungsbetrag für Betreuung nutzen?

    Ja, wenn die Leistung zu den nach § 45b SGB XI zulässigen gehört, zum Beispiel ein anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag. Auf Wunsch klären wir mit Ihnen vorab, wie das bei Ihrer Pflegekasse läuft.

    Was mache ich bei einer roten Stelle?

    Prüfen Sie mit dem Fingertest, ob sie weiß wird. Bleibt sie rot, zeigen Sie die Stelle zeitnah der Hausärztin oder dem Pflegedienst. Vorgaben zur Lagerung kommen von dort.

    Quellen: DNQP Expertenstandard Dekubitusprophylaxe (Auszug), Unimedizin Mainz: Dekubitus, gesundheit.gv.at: Dekubitus, DAK: Antidekubitushilfsmittel, AOK: Pflegebetten, § 40 SGB XI, § 45b SGB XI, BMG Leistungsbeträge 2026.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Entlastungsbetrag und Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Wir entlasten Sie in Düsseldorf

    Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge stellen. Wir bereiten sie mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Pflegekasse ab. Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind kostenfrei. Erreichbar Mo bis Fr, 8 bis 18 Uhr.

  • Sturzprävention für Senioren in Düsseldorf: Wohnung, Hilfe, Notruf

    Der Weg zur Toilette in der Nacht, die Schwelle zum Balkon, die Stufe im Hausflur: Wer unsicher auf den Beinen ist, erlebt Alltagswege als Risiko. Viele ältere Menschen schränken sich dann ein, aus Angst vor dem nächsten Sturz. Dieser Ratgeber zeigt, wo die Gefahren im Haushalt liegen, was Begleitung, Hilfsmittel, Hausnotruf und Wohnungsanpassung leisten und welche Leistungen der Pflegekasse dabei helfen.

    Wir von City Concierge unterstützen Menschen in Düsseldorf im Alltag und bei der Beantragung, etwa beim Entlastungsbetrag.

    Sie sind unsicher, welche Leistung bei Ihnen passt? Rufen Sie uns an, bevor Sie einen Antrag stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, und die Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Wie häufig Stürze im Alter sind

    Nach Angaben des AOK-Gesundheitsmagazins stürzt jede dritte Person über 65 mindestens einmal im Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es jede zweite. Etwa jeder zehnte Sturz führt zu einem Knochenbruch, häufig an Hüfte, Unterarm oder Oberschenkelhals. Dazu kommt die Angst vor dem Fallen: Wer sich weniger bewegt, verliert Muskelkraft, und das erhöht das Risiko weiter.

    Als Ursachen nennt die AOK unter anderem schwache Muskulatur, nachlassendes Reaktionsvermögen, Seh- und Hörprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Medikamente, die Aufmerksamkeit oder Reflexe beeinträchtigen. Oft kommen mehrere Faktoren zusammen. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick auf den gesamten Alltag, nicht nur auf die Wohnung.

    Stolperfallen in der eigenen Wohnung finden

    Gehen Sie Raum für Raum durch und achten Sie auf diese Punkte, die auch die AOK in ihrer Checkliste zu Stolperfallen nennt:

    • lose Teppiche, Teppichbrücken und nicht fixierte Bodenbeläge
    • Kabel und herumliegende Gegenstände auf den Laufwegen
    • Schwellen an Türen und am Duschbereich
    • schlechte Beleuchtung, besonders zwischen Schlafzimmer und Bad
    • Treppen ohne Handlauf oder ohne vollflächigen Belag
    • fehlende Haltegriffe an Dusche, Wanne und Toilette
    • Lichtschalter, die vom Bett aus nicht erreichbar sind

    Vieles lässt sich mit kleinen Schritten beheben: Läufer entfernen, Wege freiräumen, ein Nachtlicht anbringen, häufig benutzte Dinge in Griffhöhe stellen. Genau bei solchen Aufgaben können wir im Haushalt helfen, zum Beispiel beim Umräumen und Aufräumen.

    Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto vom Flur oder Bad, das Ihnen Sorgen macht. Wir sagen Ihnen, wie wir im Alltag unterstützen können und wie die Kosten über die Kasse laufen können, kostenfrei und unverbindlich.

    Wohnung anpassen: Zuschuss der Pflegekasse

    Größere Veränderungen wie eine bodengleiche Dusche, breitere Türen, ein Treppengeländer oder ein Treppenlift kann die Pflegekasse bezuschussen. Laut Verbraucherzentrale NRW gilt das ab Pflegegrad 1: bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, sind es bis zu 16.720 Euro insgesamt.

    Wichtig ist die Reihenfolge. Stellen Sie den Antrag, bevor die Arbeiten beginnen, und warten Sie die schriftliche Bewilligung ab. Sonst kann der Zuschuss entfallen. Üblich ist ein Kostenvoranschlag einer Fachfirma, dazu Fotos vom Ist-Zustand. Mieter sollten außerdem die Zustimmung der Vermietung klären. Alles Weitere erklären wir in unserem Ratgeber zur Wohnumfeldverbesserung und Wohnungsanpassung.

    Planen Sie einen Umbau, etwa eine bodengleiche Dusche? Melden Sie sich, bevor Sie einen Handwerker beauftragen. Wir helfen Ihnen kostenfrei mit den Antragsunterlagen und der Abstimmung mit der Pflegekasse.

    Gehhilfe, Schuhe und Sehhilfe: Was zum sicheren Gehen gehört

    Pflege.de empfiehlt für Gehhilfen wie den Rollator eine Beratung im Sanitätsfachhandel und eine Einweisung, damit das Hilfsmittel wirklich passt. Im Alltag sollten Gehhilfen griffbereit und funktionstüchtig sein, die Bremsen werden beim Stehenbleiben festgestellt. Rutschfeste, hinten geschlossene Schuhe und regelmäßig geprüfte Brillen und Hörhilfen gehören ebenfalls dazu. Die AOK rät, mindestens alle zwei Jahre einen Sehtest zu machen.

    Ob ein Stock oder Rollator für Sie sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Das gilt auch für Training: Gleichgewichts- und Krafttraining wirken laut AOK sturzvorbeugend, sollten aber vorher ärztlich abgeklärt werden. Physiotherapie zur Sturzprophylaxe kann ärztlich verordnet werden. Bei Schwindel oder neuen Medikamenten sprechen Sie ebenfalls mit der Praxis.

    Begleitung im Alltag: Sicherheit auf den Wegen

    Gerade Wege außer Haus sind für viele die größte Hürde: der Gang zum Arzt, zum Einkauf, zur Apotheke, zum Spaziergang im Park. Eine verlässliche Begleitperson gibt Halt, trägt die Tasche und nimmt Zeitdruck aus dem Tag. Das ist Betreuung und Alltagsbegleitung, keine medizinische Behandlung. Unsere Mitarbeitenden gehen mit Ihnen, bringen Sie zu Terminen und helfen im Haushalt, damit Sie nicht auf Stühle oder wacklige Leitern steigen müssen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung in Düsseldorf.

    Für Angehörige entsteht so Entlastung. Wer nicht täglich vorbeikommen kann, weiß die Mutter oder den Vater an festen Terminen gut begleitet. Mit Pflegegrad können Sie dafür den Entlastungsbetrag einsetzen, der nach § 45b SGB XI bis zu 131 Euro im Monat beträgt. Ob und wie er bei uns genutzt werden kann, besprechen wir mit Ihnen persönlich.

    Möchten Sie klären, ob Begleitung bei Ihnen über den Entlastungsbetrag laufen kann? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Pflegekasse ab, kostenfrei für Sie.

    Hausnotruf: Hilfe auf Knopfdruck

    Wer allein lebt, fürchtet vor allem den Sturz, nach dem man nicht mehr aufstehen kann. Ein Hausnotruf besteht aus einem Funksender, den Sie am Körper tragen, und einer Basisstation. Ein Knopfdruck löst Alarm in der Notrufzentrale aus, es entsteht eine Sprechverbindung, und die Zentrale veranlasst die vereinbarten Maßnahmen. Manche Systeme bieten zusätzlich eine Sturzerkennung.

    Nach Angaben von betanet übernimmt die Pflegekasse auf Antrag in der Regel 27 Euro im Monat, sofern ein Pflegegrad vorliegt und Sie allein oder überwiegend allein leben und jederzeit mit einem Notfall zu rechnen ist. Die Restkosten tragen Sie selbst. Wie der Antrag abläuft, steht in unserem Beitrag zum Hausnotruf und dem Zuschuss der Pflegekasse.

    Wenn nach dem Sturz mehr Hilfe nötig wird

    Ein Sturz mit Bruch verändert vieles. Wer danach dauerhaft Unterstützung braucht, sollte prüfen, ob ein Pflegegrad infrage kommt. Dabei hilft ein Pflegetagebuch für die Begutachtung, in dem Sie festhalten, wo im Alltag Hilfe nötig ist. Der Ablauf des Antrags steht in unserem Ratgeber zum Pflegegrad beantragen.

    Bei Osteoporose ist das Sturzrisiko besonders folgenreich, weil Knochen leichter brechen. Hinweise für diese Situation finden Sie im Beitrag zu Osteoporose, Haushaltshilfe und Betreuung. Wer unsicher ist, wo man in Düsseldorf Beratung bekommt, findet einen Überblick zur Pflegeberatung nach § 7a.

    Nach einem Sturz ist vieles gleichzeitig zu regeln. Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge selbst stellen. Wir sortieren mit Ihnen die Unterlagen und stimmen uns mit der Kasse ab. Unsere Hilfe beim Ausfüllen ist kostenfrei.

    Wie wir Sie unterstützen

    Wir beraten Sie zunächst persönlich: Wo gibt es Gefahren, welche Hilfe wünschen Sie, welche Leistung kommt infrage? Danach unterstützen wir bei der Beantragung, sammeln die nötigen Angaben mit Ihnen und halten Rücksprache mit der Kasse. Die Betreuung selbst besprechen wir mit Ihnen im persönlichen Gespräch. Auch für Angehörige, die nicht in Düsseldorf wohnen, sind wir Ansprechpartner.

    Häufige Fragen zu Sturz und Gangunsicherheit

    Zahlt die Pflegekasse eine Begleitung gegen Sturzgefahr?

    Mit Pflegegrad können Sie den Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag einsetzen. Dazu zählen Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe. Ob das bei Ihnen möglich ist, besprechen wir gern mit Ihnen.

    Wer hilft bei der Wohnungsanpassung?

    Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, sich zuerst von einer Wohnberatungsstelle beraten zu lassen. Wir unterstützen Sie bei den Antragsunterlagen für die Pflegekasse. Wichtig: Beantragen Sie den Zuschuss vor Beginn der Arbeiten.

    Reicht ein Hausnotruf allein aus?

    Er sorgt dafür, dass nach einem Sturz schnell Hilfe kommt, verhindert den Sturz aber nicht. Sinnvoll ist er zusammen mit einer sicheren Wohnung, passenden Hilfsmitteln und Begleitung im Alltag.

    Was tue ich, wenn jemand gestürzt ist?

    Laut pflege.de ruft man bei nicht ansprechbaren Personen sofort den Notarzt, bei Bein- oder Hüftverletzungen lässt man die Person nicht aufstehen. Im Zweifel wählen Sie die 112.

    Kann ich in Ruhe überlegen, welche Hilfe passt?

    Ja. Rufen Sie uns an oder fordern Sie über die Kontaktseite einen Rückruf an. Das Erstgespräch ist kostenfrei.

    Quellen: AOK: Sturzprophylaxe im Alter, AOK: Checkliste Stolperfallen, Verbraucherzentrale NRW: Wohnungsanpassung, betanet: Hausnotrufsysteme, pflege.de: Sturzprophylaxe, § 45b SGB XI.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung und Entlastungsbetrag.

    Sicher zu Hause bleiben, mit unserer Unterstützung

    Rufen Sie uns Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr an, schreiben Sie uns per WhatsApp oder lassen Sie sich zurückrufen. Wir beraten Sie kostenfrei, helfen bei den Anträgen und stimmen uns mit Ihrer Kasse ab.

  • Angststörung und Burnout: Haushaltshilfe und Betreuung in Düsseldorf

    Die Spülmaschine ist voll, aber die Kraft zum Ausräumen fehlt. Der Gang zum Supermarkt löst Herzklopfen aus, und die Post bleibt ungeöffnet. Wenn Angst oder Erschöpfung den Alltag lähmen, ist das keine Frage des Willens. Wir von City Concierge zeigen Ihnen, welche Hilfe es in Düsseldorf gibt und wie Sie die Haushaltshilfe bei Ihrer Krankenkasse beantragen.

    Sie wissen nicht, ob bei Ihnen Kasse, Pflegekasse oder beides in Frage kommt? Erzählen Sie uns Ihre Situation. Wir sortieren die Möglichkeiten mit Ihnen, die Beratung ist kostenfrei.

    Wenn Sorgen und Müdigkeit den Haushalt übernehmen

    Nach der Apotheken Umschau zeigen sich Angststörungen durch anhaltende Anspannung, Grübeln und oft auch durch körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Zittern oder Schwindel. Viele Betroffene meiden Situationen, die Angst auslösen, oder halten sie nur mit einer vertrauten Person aus. Für den Haushalt bedeutet das: Einkäufe, Behördengänge und Arzttermine werden aufgeschoben, obwohl sie dringend wären.

    Wichtig für Sie: Die Behandlung legen Ihre Ärztin oder Ihr Therapeut fest, bei Angststörungen ist das nach der Apotheken Umschau häufig eine kognitive Verhaltenstherapie. Wir ersetzen diese Behandlung nicht. Wir nehmen Ihnen Aufgaben im Haushalt ab und begleiten Sie im Alltag, damit Sie Kraft für die Therapie behalten.

    Burnout: Warum die Diagnose für Anträge zählt

    Burnout ist nach den Angaben der Pharmazeutischen Zeitung keine eigenständige Krankheit. In der ICD-10 steht es unter Z73.0 als Problem der Lebensbewältigung, in der ICD-11 unter QD85 als Syndrom, das sich ausdrücklich auf Arbeit bezieht. Im Alltag wird die Erschöpfung dennoch real erlebt: Der Haushalt bleibt liegen, Mahlzeiten fallen aus, der Tag hat keine Struktur.

    Für Ihren Antrag heißt das praktisch: Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin, welche Diagnose festgehalten ist und welche Einschränkungen im Haushalt daraus folgen. Die Pharmazeutische Zeitung beschreibt Burnout als besondere Form der Erschöpfungsdepression. Zur Depression lesen Sie mehr in unserem Ratgeber Depression: Haushaltshilfe, Betreuung und Pflegegrad.

    Sie haben schon einen Entlassbrief oder eine Bescheinigung, wissen aber nicht, was die Kasse damit anfängt? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir schauen die Unterlagen mit Ihnen durch, kostenfrei.

    Haushaltshilfe der Krankenkasse bei psychischer Erkrankung

    Die Krankenkasse zahlt eine Haushaltshilfe nach § 38 SGB V, wenn Sie den Haushalt wegen einer Krankenhausbehandlung, einer Rehabilitation oder anderer Leistungen nicht weiterführen können. Auch bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung kann ein Anspruch bestehen. Ob die Kasse eine psychische Belastung im Einzelfall als schwere Krankheit anerkennt, entscheidet sie selbst.

    Diese Regeln nennen Gesetz und GKV-Spitzenverband:

    • Bei schwerer Krankheit gilt der Anspruch längstens vier Wochen. Lebt ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind im Haushalt, sind es bis zu 26 Wochen.
    • Der Anspruch besteht nur, wenn keine andere Person im Haushalt den Haushalt weiterführen kann.
    • Bei schwerer Krankheit gibt es die Leistung nur, wenn kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt.
    • Versicherte ab 18 Jahren zahlen pro Tag 10 Prozent der Kosten, mindestens 5 und höchstens 10 Euro.
    • Die Satzung einer Kasse kann weitere Fälle vorsehen (§ 38 Abs. 2 SGB V). Fragen Sie danach.

    Eine ausführliche Erklärung finden Sie im Ratgeber Haushaltshilfe bei Krankheit nach § 38 SGB V. Wie der Antrag bei Ihrer Kasse läuft, steht auf unserer Seite zum Haushaltshilfe-Antrag.

    Eine kurze Nachricht genügt: Schreiben Sie uns Ihre Krankenkasse und ob Kinder im Haushalt leben. Wir sagen Ihnen, welche Unterlagen Sie brauchen, und bereiten den Antrag mit Ihnen vor. Das ist kostenfrei.

    Mehr als Wäsche und Einkauf: Begleitung im Alltag

    Bei Ängsten ist oft nicht die Aufgabe selbst das Problem, sondern der Weg dorthin. Deshalb unterstützen wir nicht nur im Haushalt. Als Betreuungsdienst begleiten wir Sie im Rahmen der Alltagsbegleitung zum Beispiel zum Einkauf, zur Apotheke oder zu Terminen. Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Jemand traut sich allein nicht mehr in den Supermarkt. Eine vertraute Betreuungskraft geht mit und der Einkauf gelingt.

    Wir folgen dabei den Vorgaben von Ihrer Ärztin oder Ihrem Therapeuten. Ob und wann Sie Situationen schrittweise allein meistern, legt die Behandlung fest, nicht wir. Wir leisten Betreuung und Haushaltshilfe, keine Therapie und keine medizinische Pflege.

    Pflegegrad bei Angst und Erschöpfung: Wann das ein Thema wird

    Die Pflegeversicherung fragt nicht nach der Diagnose, sondern nach der Selbstständigkeit im Alltag. Nach § 14 SGB XI zählen auch psychische Beeinträchtigungen. Im Bereich Verhaltensweisen und psychische Problemlagen nennt das Gesetz ausdrücklich Ängste und Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmung. Die Einschränkung muss dauerhaft sein und voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen.

    Eine kurze Erschöpfungsphase genügt deshalb in der Regel nicht. Anhaltende, schwere Einschränkungen können dagegen den Antrag auf einen Pflegegrad sinnvoll machen. Welche Bereiche der Medizinische Dienst bewertet, lesen Sie in unserem Beitrag Pflegegrad bei psychischer Erkrankung. Wie Sie den Gutachtertermin vorbereiten, zeigt der Ratgeber zur Begutachtung, ergänzt durch das Pflegetagebuch.

    Gerade bei schwankenden Tagen fällt es schwer, den Hilfebedarf zu beschreiben. Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag stellen. Wir kennen die Abläufe in Düsseldorf und NRW und helfen kostenfrei beim Ausfüllen der Unterlagen.

    Entlastungsbetrag: 131 Euro im Monat für Unterstützung im Alltag

    Mit einem Pflegegrad, auch schon mit Pflegegrad 1, steht Ihnen nach dem Bundesgesundheitsministerium ein Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat zu, das sind bis zu 1.572 Euro im Jahr. Sie können ihn für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag nutzen. Nicht verbrauchte Beträge gehen in die Folgemonate über, am Jahresende noch offene Beträge bis zum Ende des folgenden Halbjahres.

    Alles Wichtige zur Abrechnung steht auf der Seite Entlastungsbetrag in Düsseldorf. Mit Pflegegrad entfällt zwar die Haushaltshilfe der Kasse bei schwerer Krankheit, dafür greifen dann diese Leistungen der Pflegekasse.

    Der Weg zum Antrag, Schritt für Schritt

    1. Sie rufen uns an und schildern, was im Alltag nicht mehr klappt.
    2. Wir klären mit Ihnen, ob die Krankenkasse (Haushaltshilfe) oder die Pflegekasse (Pflegegrad, Entlastungsbetrag) der richtige Weg ist.
    3. Sie holen bei Ihrer Ärztin die nötigen Nachweise. Wir sagen Ihnen vorher, was Ihre Kasse dafür verlangt.
    4. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab.
    5. Die Entscheidung trifft die Kasse. Nach der Bewilligung starten wir mit der Hilfe, die Abrechnung läuft direkt mit der Kasse.

    Unsere Beratung und die Hilfe bei den Antragsunterlagen sind kostenfrei. Besonders wichtig: Rufen Sie uns an, bevor Sie selbst einen Antrag stellen.

    Lieber in Ruhe sprechen, wenn es Ihnen besser geht? Hinterlassen Sie Ihre Nummer. Wir rufen zurück, wann es Ihnen passt, werktags zwischen 8 und 18 Uhr.

    Wenn Angehörige mitleiden

    Partner, Töchter und Söhne springen oft ein, bis sie selbst erschöpft sind. Für den Anspruch nach § 38 SGB V prüft die Kasse, ob eine Person im Haushalt den Haushalt weiterführen kann. Planen Sie Entlastung deshalb früh ein. Tipps dazu finden Sie im Ratgeber Pflegende Angehörige entlasten.

    Häufige Fragen

    Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe bei Burnout?

    Das hängt von der Diagnose und dem Einzelfall ab. Burnout selbst gilt nicht als eigenständige Krankheit. Liegt eine schwere Erkrankung vor, etwa eine Angststörung oder Depression, kann eine Haushaltshilfe nach § 38 SGB V in Frage kommen. Die Kasse entscheidet nach Prüfung des Antrags.

    Wie lange wird die Haushaltshilfe bewilligt?

    Bei schwerer Krankheit längstens vier Wochen, mit einem Kind unter 12 Jahren bis zu 26 Wochen. Nach Klinik oder Reha richtet sich die Dauer nach dem Einzelfall und dem Bescheid Ihrer Kasse.

    Kann ich beides haben, Haushaltshilfe und Pflegegrad?

    Bei schwerer Krankheit nicht. Der Anspruch besteht nur, wenn kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Mit Pflegegrad nutzen Sie stattdessen Leistungen der Pflegekasse wie den Entlastungsbetrag.

    Helfen Sie auch bei der Beantragung eines Pflegegrads?

    Ja. Wir erklären Ihnen den Ablauf, helfen kostenfrei beim Ausfüllen der Unterlagen und stimmen uns, wo gewünscht, mit der Pflegekasse ab.

    Kommt jemand zu mir nach Hause?

    Ja, wir kommen zu Ihnen nach Hause in Düsseldorf. Häufigkeit und Zeiten besprechen wir vorab mit Ihnen.

    Quellen: § 38 SGB V Haushaltshilfe, GKV-Spitzenverband: Haushaltshilfe, § 14 SGB XI Pflegebedürftigkeit, Bundesgesundheitsministerium: Entlastungsbetrag, Apotheken Umschau: Angststörungen, Pharmazeutische Zeitung: Burn-out.

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung.

    Wir helfen Ihnen in Düsseldorf, den ersten Schritt zu gehen

    Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag stellen. Wir bereiten ihn mit Ihnen vor, stimmen uns mit der Kasse ab und rechnen direkt ab. Unsere Beratung ist kostenfrei, ebenso die Hilfe bei den Unterlagen. Mehr dazu auf unserer Seite zur Haushaltshilfe in Düsseldorf. Erreichbar sind wir Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.

  • Darmkrebs: Haushaltshilfe und Alltagshilfe in Düsseldorf

    Die Operation ist überstanden, doch zu Hause wartet der Alltag: Einkauf, Wäsche, Kochen, dazu Termine für Chemotherapie und Kontrolle. Bei Darmkrebs verteilt sich diese Belastung oft auf viele Monate. Dieser Ratgeber zeigt, welche Phase welche Hilfe braucht und welche Leistungen von Kranken- und Pflegekasse infrage kommen.

    Wir von City Concierge in Düsseldorf unterstützen Sie bei der Beantragung, zum Beispiel bei einer Haushaltshilfe über die Krankenkasse.

    Rufen Sie uns am besten an, bevor Sie den Antrag selbst stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor. Die Beratung ist für Sie kostenfrei.

    Ein Weg in drei Etappen: Operation, Therapie, Nachsorge

    Bei Darmkrebs entfernen die Chirurgen die betroffenen Darmabschnitte, meist in einem Darmkrebszentrum. Bei manchen Tumoren schließt sich eine Chemotherapie an, um die Heilungschancen zu verbessern (Techniker Krankenkasse). Danach folgt die Nachsorge, die laut Krebsinformationsdienst meist mehrere Jahre läuft. Jede Etappe verlangt dem Alltag etwas anderes ab.

    Nach der Darm-OP: Klinik, Stoma und die ersten Wochen daheim

    Beim Enddarmkrebs bleiben Betroffene nach der Operation laut Krebsinformationsdienst 10 bis 14 Tage im Krankenhaus, beim Dickdarmkrebs mehrere Tage bis wenige Wochen. Ob ein Stoma nötig ist, hängt vom Eingriff ab. Bleibt der Schließmuskel erhalten, wird es oft nur vorübergehend angelegt und später in einem zweiten, kleineren Eingriff zurückverlegt. Muss der Schließmuskel entfernt werden, bleibt es dauerhaft.

    Den Umgang mit Beutel und Hautpflege üben Sie zunächst mit Stomatherapeuten in der Klinik. Die Kosten der Versorgungssysteme übernimmt jede gesetzliche Kasse in der individuell benötigten Menge, verordnet wird auf Kassenrezept (Beratungsportal betanet). Stomaversorgung und medizinische Pflege bleiben bei Fachpersonal. Wir kümmern uns um das, was daneben liegt: leichte Einkäufe, Mahlzeiten, Wäsche, Ordnung in der Wohnung und Begleitung zu Terminen. Wie viel Sie anfangs heben dürfen, sagt Ihnen Ihr Behandlungsteam.

    Denkbares Beispiel (kein realer Fall): Wer allein lebt und noch Schonung braucht, schafft den Wocheneinkauf mit zwei vollen Taschen oft nicht. Mehr zur Zeit nach dem Eingriff steht im Ratgeber zur Haushaltshilfe nach Darm-OP und Stoma.

    Steht die Entlassung an? Lassen Sie sich von uns zurückrufen. Noch vor dem Heimkommen klären wir, welche Hilfe Sie brauchen und wie der Antrag bei der Kasse aussieht.

    Chemotherapie: Wenn Nebenwirkungen den Haushalt bestimmen

    Beim Dickdarmkrebs beginnt die Chemotherapie nach Angaben des Krebsinformationsdienstes meist innerhalb weniger Wochen nach der Operation, sobald die Wunden verheilt sind. Sie dauert insgesamt drei oder sechs Monate. Beim Enddarmkrebs kommt je nach Stadium eine Bestrahlung hinzu, entweder als kurze Serie über 5 Tage oder als Radiochemotherapie über mehrere Wochen. Typische Nebenwirkungen sind laut Krebsinformationsdienst:

    • Taubheit, Kribbeln oder Schmerzen in Händen und Füßen (Polyneuropathie)
    • Durchfall, den Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt melden sollten, weil es Medikamente dagegen gibt
    • schmerzhafte Rötung und Schwellung an Handflächen und Fußsohlen
    • Übelkeit und Erbrechen
    • Müdigkeit, Schwäche und eine geringere Abwehr, die das Infektionsrisiko erhöht

    Mit tauben Fingern wird Gemüseschneiden mühsam, mit wunden Füßen der Gang zum Supermarkt. Mehr dazu im Ratgeber zur Haushaltshilfe bei Chemotherapie, bei Bestrahlung hilft der Text zur Haushaltshilfe bei Strahlentherapie.

    Fatigue: Warum Schlaf allein nicht reicht

    Die Deutsche Krebshilfe beschreibt Fatigue als krankhafte, anhaltende Erschöpfung, die weit über normale Müdigkeit hinausgeht und sich auch durch Schlaf nicht beheben lässt. Bei vier von fünf Betroffenen klingt sie wenige Wochen nach Therapieende, spätestens nach einem Jahr, wieder ab. Ursachen wie Blutarmut sollten ärztlich abgeklärt werden, weil sie sich gezielt behandeln lassen.

    Als Hilfe empfiehlt die Krebshilfe, Energie wie ein Haushaltsbudget einzuteilen: den Tag planen, anstrengende und leichte Tätigkeiten abwechseln, feste Ruhepausen einplanen. Außerdem: Nehmen Sie Hilfe an, wenn Sie merken, dass Sie etwas nicht allein schaffen.

    Wenn die Kraft nur für das Nötigste reicht, schreiben Sie uns kurz per WhatsApp. Wir melden uns und besprechen mit Ihnen, welche Aufgaben im Haushalt wir übernehmen können.

    Haushaltshilfe der Krankenkasse nach § 38 SGB V

    Nach dem Gesetz kommt Haushaltshilfe bei einer Krankenhausbehandlung infrage oder bei schwerer Krankheit bzw. akuter Verschlimmerung nach stationärer oder ambulanter Behandlung, wenn Sie den Haushalt nicht weiterführen können. Der Anspruch besteht dann längstens vier Wochen. Lebt ein Kind unter zwölf Jahren oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind im Haushalt, sind es längstens 26 Wochen. Manche Kassen sehen in ihrer Satzung weitere Fälle vor. Ob die Kasse im Einzelfall genehmigt, entscheidet sie selbst. Das prüft sie:

    • Liegt ein Anlass wie Klinikaufenthalt oder schwere Krankheit vor?
    • Kann keine im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen?
    • Liegt eine ärztliche Bescheinigung vor, dass Sie den Haushalt nicht führen können?
    • Wurde der Antrag vor Beginn der Hilfe gestellt?

    Die Zuzahlung beträgt für Erwachsene 10 Prozent der Kosten pro Kalendertag, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Bei Befreiung von Zuzahlungen entfällt sie (AOK). Mehr dazu auf unserer Seite zur Haushaltshilfe in Düsseldorf.

    Die ärztliche Bescheinigung und der Antrag müssen vor dem Start der Hilfe vorliegen. Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen kostenfrei beim Ausfüllen und stimmen uns mit Ihrer Kasse ab.

    Pflegegrad und Entlastungsbetrag: Wenn die Pflegekasse zuständig wird

    Pflegebedürftig im Sinne des Gesetzes sind Sie, wenn Ihre Selbstständigkeit auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, eingeschränkt ist (§ 14 SGB XI). Bewertet werden sechs Module, etwa Mobilität, Selbstversorgung und der Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen wie Medikation und Arztbesuchen. Vorübergehende Einschränkungen während der Therapie reichen allein nicht aus; wann ein Antrag bei Krebs sinnvoll ist, erklärt unser Ratgeber zum Pflegegrad bei Krebs. Ein Pflegetagebuch macht den tatsächlichen Hilfebedarf sichtbar.

    Mit Pflegegrad 2 bis 5 entfällt der Anspruch auf Haushaltshilfe wegen schwerer Krankheit nach § 38 SGB V. Dann greifen die Leistungen der Pflegekasse, darunter der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat, der ab Pflegegrad 1 zusteht (Bundesgesundheitsministerium, Stand 07/2026). Nicht genutzte Beträge können bis zum 30. Juni des Folgejahres eingesetzt werden. Wie Sie ihn nutzen, steht auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag.

    Unsicher, ob Kranken- oder Pflegekasse der richtige Weg ist? Wir ordnen Ihre Situation im Gespräch ein und bereiten den passenden Antrag mit Ihnen vor. Die Beratung ist kostenfrei.

    Reha und Nachsorge: Termine und Erholung organisieren

    Die meisten Krebspatienten haben Anspruch auf eine Reha, stationär oder ambulant. Sie schließt oft direkt an Operation oder Therapie an, sonst kann sie bis zu einem Jahr nach Behandlungsende beginnen. Im Klinikaufenthalt helfen Sozialdienst und Ärzte beim Antrag (Krebsinformationsdienst). Eine Anschlussheilbehandlung dauert in der Regel drei Wochen (betanet). Wer in dieser Zeit den Haushalt hält, klärt der Ratgeber zur Haushaltshilfe bei Reha.

    Die Nachsorge folgt einem festen Takt. Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes finden bei operierten Patienten Kontrollen in den ersten zwei Jahren alle sechs Monate statt, danach jährlich bis zum fünften Jahr. Welche Untersuchungen für Sie gelten, legt Ihr Behandlungsteam fest. Für Wege zu Terminen bieten wir Alltagsbegleitung an. Austausch finden Sie in Krebsberatungsstellen und bei Selbsthilfegruppen wie der Deutschen ILCO.

    Häufige Fragen

    Zahlt die Kasse bei Darmkrebs eine Haushaltshilfe?

    Sie kann es, wenn die Voraussetzungen des § 38 SGB V erfüllt sind, etwa nach einer Krankenhausbehandlung oder bei schwerer Krankheit, und niemand im Haushalt einspringen kann. Die Kasse entscheidet im Einzelfall, der Antrag gehört vor den Beginn der Hilfe.

    Wie lange läuft die Haushaltshilfe?

    Bei schwerer Krankheit längstens vier Wochen, mit Kind unter zwölf Jahren im Haushalt längstens 26 Wochen. Einzelne Kassen können in ihrer Satzung abweichen.

    Bekomme ich mit Pflegegrad weiterhin Haushaltshilfe von der Krankenkasse?

    Wegen schwerer Krankheit nicht, sobald Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Für die Versorgung eines Kindes bleibt sie dagegen möglich. Mit Pflegegrad nutzen Sie stattdessen etwa den Entlastungsbetrag.

    Versorgen Sie auch das Stoma?

    Nein, die Stomaversorgung gehört in die Hände von Stomatherapeuten und Pflegefachkräften. Wir unterstützen Sie im Alltag mit Einkauf, Mahlzeiten, Wäsche und Begleitung und stimmen uns bei Anträgen mit der Kasse ab.

    Was kostet die Beratung bei City Concierge?

    Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Antragsunterlagen sind für Sie kostenfrei. Zu unseren Leistungen sprechen wir im persönlichen Gespräch.

    Den Weg zum Antrag bei Ihrer Krankenkasse gehen wir mit Ihnen, ein Rückruf ist über die Kontaktseite möglich.

    Quellen: Techniker Krankenkasse: Darmkrebs behandeln, Krebsinformationsdienst: Operation bei Darmkrebs, Krebsinformationsdienst: Darmkrebs, Chemotherapie und Bestrahlung, Krebsinformationsdienst: Nachsorge und Reha bei Darmkrebs, Deutsche Krebshilfe: Fatigue, Chronische Müdigkeit bei Krebs, betanet: Stoma und Hilfsmittel, betanet: Anschlussheilbehandlung, § 38 SGB V, § 61 SGB V, AOK: Haushaltshilfe, § 14 SGB XI, BMG: Pflegeleistungen zum Nachschlagen (Stand 07/2026).

    Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Haushaltshilfe nach Darm-OP und Stoma.

    Erst anrufen, dann den Antrag stellen

    Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sind wir für Sie da. Schildern Sie uns Ihre Lage, wir erklären die nächsten Schritte, bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Das Gespräch ist kostenfrei.