Die Operation ist überstanden, doch zu Hause wartet der Alltag: Einkauf, Wäsche, Kochen, dazu Termine für Chemotherapie und Kontrolle. Bei Darmkrebs verteilt sich diese Belastung oft auf viele Monate. Dieser Ratgeber zeigt, welche Phase welche Hilfe braucht und welche Leistungen von Kranken- und Pflegekasse infrage kommen.
Wir von City Concierge in Düsseldorf unterstützen Sie bei der Beantragung, zum Beispiel bei einer Haushaltshilfe über die Krankenkasse.
Rufen Sie uns am besten an, bevor Sie den Antrag selbst stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor. Die Beratung ist für Sie kostenfrei.
Ein Weg in drei Etappen: Operation, Therapie, Nachsorge
Bei Darmkrebs entfernen die Chirurgen die betroffenen Darmabschnitte, meist in einem Darmkrebszentrum. Bei manchen Tumoren schließt sich eine Chemotherapie an, um die Heilungschancen zu verbessern (Techniker Krankenkasse). Danach folgt die Nachsorge, die laut Krebsinformationsdienst meist mehrere Jahre läuft. Jede Etappe verlangt dem Alltag etwas anderes ab.
Nach der Darm-OP: Klinik, Stoma und die ersten Wochen daheim
Beim Enddarmkrebs bleiben Betroffene nach der Operation laut Krebsinformationsdienst 10 bis 14 Tage im Krankenhaus, beim Dickdarmkrebs mehrere Tage bis wenige Wochen. Ob ein Stoma nötig ist, hängt vom Eingriff ab. Bleibt der Schließmuskel erhalten, wird es oft nur vorübergehend angelegt und später in einem zweiten, kleineren Eingriff zurückverlegt. Muss der Schließmuskel entfernt werden, bleibt es dauerhaft.
Den Umgang mit Beutel und Hautpflege üben Sie zunächst mit Stomatherapeuten in der Klinik. Die Kosten der Versorgungssysteme übernimmt jede gesetzliche Kasse in der individuell benötigten Menge, verordnet wird auf Kassenrezept (Beratungsportal betanet). Stomaversorgung und medizinische Pflege bleiben bei Fachpersonal. Wir kümmern uns um das, was daneben liegt: leichte Einkäufe, Mahlzeiten, Wäsche, Ordnung in der Wohnung und Begleitung zu Terminen. Wie viel Sie anfangs heben dürfen, sagt Ihnen Ihr Behandlungsteam.
Denkbares Beispiel (kein realer Fall): Wer allein lebt und noch Schonung braucht, schafft den Wocheneinkauf mit zwei vollen Taschen oft nicht. Mehr zur Zeit nach dem Eingriff steht im Ratgeber zur Haushaltshilfe nach Darm-OP und Stoma.
Steht die Entlassung an? Lassen Sie sich von uns zurückrufen. Noch vor dem Heimkommen klären wir, welche Hilfe Sie brauchen und wie der Antrag bei der Kasse aussieht.
Chemotherapie: Wenn Nebenwirkungen den Haushalt bestimmen
Beim Dickdarmkrebs beginnt die Chemotherapie nach Angaben des Krebsinformationsdienstes meist innerhalb weniger Wochen nach der Operation, sobald die Wunden verheilt sind. Sie dauert insgesamt drei oder sechs Monate. Beim Enddarmkrebs kommt je nach Stadium eine Bestrahlung hinzu, entweder als kurze Serie über 5 Tage oder als Radiochemotherapie über mehrere Wochen. Typische Nebenwirkungen sind laut Krebsinformationsdienst:
- Taubheit, Kribbeln oder Schmerzen in Händen und Füßen (Polyneuropathie)
- Durchfall, den Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt melden sollten, weil es Medikamente dagegen gibt
- schmerzhafte Rötung und Schwellung an Handflächen und Fußsohlen
- Übelkeit und Erbrechen
- Müdigkeit, Schwäche und eine geringere Abwehr, die das Infektionsrisiko erhöht
Mit tauben Fingern wird Gemüseschneiden mühsam, mit wunden Füßen der Gang zum Supermarkt. Mehr dazu im Ratgeber zur Haushaltshilfe bei Chemotherapie, bei Bestrahlung hilft der Text zur Haushaltshilfe bei Strahlentherapie.
Fatigue: Warum Schlaf allein nicht reicht
Die Deutsche Krebshilfe beschreibt Fatigue als krankhafte, anhaltende Erschöpfung, die weit über normale Müdigkeit hinausgeht und sich auch durch Schlaf nicht beheben lässt. Bei vier von fünf Betroffenen klingt sie wenige Wochen nach Therapieende, spätestens nach einem Jahr, wieder ab. Ursachen wie Blutarmut sollten ärztlich abgeklärt werden, weil sie sich gezielt behandeln lassen.
Als Hilfe empfiehlt die Krebshilfe, Energie wie ein Haushaltsbudget einzuteilen: den Tag planen, anstrengende und leichte Tätigkeiten abwechseln, feste Ruhepausen einplanen. Außerdem: Nehmen Sie Hilfe an, wenn Sie merken, dass Sie etwas nicht allein schaffen.
Wenn die Kraft nur für das Nötigste reicht, schreiben Sie uns kurz per WhatsApp. Wir melden uns und besprechen mit Ihnen, welche Aufgaben im Haushalt wir übernehmen können.
Haushaltshilfe der Krankenkasse nach § 38 SGB V
Nach dem Gesetz kommt Haushaltshilfe bei einer Krankenhausbehandlung infrage oder bei schwerer Krankheit bzw. akuter Verschlimmerung nach stationärer oder ambulanter Behandlung, wenn Sie den Haushalt nicht weiterführen können. Der Anspruch besteht dann längstens vier Wochen. Lebt ein Kind unter zwölf Jahren oder ein behindertes, hilfebedürftiges Kind im Haushalt, sind es längstens 26 Wochen. Manche Kassen sehen in ihrer Satzung weitere Fälle vor. Ob die Kasse im Einzelfall genehmigt, entscheidet sie selbst. Das prüft sie:
- Liegt ein Anlass wie Klinikaufenthalt oder schwere Krankheit vor?
- Kann keine im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen?
- Liegt eine ärztliche Bescheinigung vor, dass Sie den Haushalt nicht führen können?
- Wurde der Antrag vor Beginn der Hilfe gestellt?
Die Zuzahlung beträgt für Erwachsene 10 Prozent der Kosten pro Kalendertag, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Bei Befreiung von Zuzahlungen entfällt sie (AOK). Mehr dazu auf unserer Seite zur Haushaltshilfe in Düsseldorf.
Die ärztliche Bescheinigung und der Antrag müssen vor dem Start der Hilfe vorliegen. Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen kostenfrei beim Ausfüllen und stimmen uns mit Ihrer Kasse ab.
Pflegegrad und Entlastungsbetrag: Wenn die Pflegekasse zuständig wird
Pflegebedürftig im Sinne des Gesetzes sind Sie, wenn Ihre Selbstständigkeit auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, eingeschränkt ist (§ 14 SGB XI). Bewertet werden sechs Module, etwa Mobilität, Selbstversorgung und der Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen wie Medikation und Arztbesuchen. Vorübergehende Einschränkungen während der Therapie reichen allein nicht aus; wann ein Antrag bei Krebs sinnvoll ist, erklärt unser Ratgeber zum Pflegegrad bei Krebs. Ein Pflegetagebuch macht den tatsächlichen Hilfebedarf sichtbar.
Mit Pflegegrad 2 bis 5 entfällt der Anspruch auf Haushaltshilfe wegen schwerer Krankheit nach § 38 SGB V. Dann greifen die Leistungen der Pflegekasse, darunter der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat, der ab Pflegegrad 1 zusteht (Bundesgesundheitsministerium, Stand 07/2026). Nicht genutzte Beträge können bis zum 30. Juni des Folgejahres eingesetzt werden. Wie Sie ihn nutzen, steht auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag.
Unsicher, ob Kranken- oder Pflegekasse der richtige Weg ist? Wir ordnen Ihre Situation im Gespräch ein und bereiten den passenden Antrag mit Ihnen vor. Die Beratung ist kostenfrei.
Reha und Nachsorge: Termine und Erholung organisieren
Die meisten Krebspatienten haben Anspruch auf eine Reha, stationär oder ambulant. Sie schließt oft direkt an Operation oder Therapie an, sonst kann sie bis zu einem Jahr nach Behandlungsende beginnen. Im Klinikaufenthalt helfen Sozialdienst und Ärzte beim Antrag (Krebsinformationsdienst). Eine Anschlussheilbehandlung dauert in der Regel drei Wochen (betanet). Wer in dieser Zeit den Haushalt hält, klärt der Ratgeber zur Haushaltshilfe bei Reha.
Die Nachsorge folgt einem festen Takt. Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes finden bei operierten Patienten Kontrollen in den ersten zwei Jahren alle sechs Monate statt, danach jährlich bis zum fünften Jahr. Welche Untersuchungen für Sie gelten, legt Ihr Behandlungsteam fest. Für Wege zu Terminen bieten wir Alltagsbegleitung an. Austausch finden Sie in Krebsberatungsstellen und bei Selbsthilfegruppen wie der Deutschen ILCO.
Häufige Fragen
Zahlt die Kasse bei Darmkrebs eine Haushaltshilfe?
Sie kann es, wenn die Voraussetzungen des § 38 SGB V erfüllt sind, etwa nach einer Krankenhausbehandlung oder bei schwerer Krankheit, und niemand im Haushalt einspringen kann. Die Kasse entscheidet im Einzelfall, der Antrag gehört vor den Beginn der Hilfe.
Wie lange läuft die Haushaltshilfe?
Bei schwerer Krankheit längstens vier Wochen, mit Kind unter zwölf Jahren im Haushalt längstens 26 Wochen. Einzelne Kassen können in ihrer Satzung abweichen.
Bekomme ich mit Pflegegrad weiterhin Haushaltshilfe von der Krankenkasse?
Wegen schwerer Krankheit nicht, sobald Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Für die Versorgung eines Kindes bleibt sie dagegen möglich. Mit Pflegegrad nutzen Sie stattdessen etwa den Entlastungsbetrag.
Versorgen Sie auch das Stoma?
Nein, die Stomaversorgung gehört in die Hände von Stomatherapeuten und Pflegefachkräften. Wir unterstützen Sie im Alltag mit Einkauf, Mahlzeiten, Wäsche und Begleitung und stimmen uns bei Anträgen mit der Kasse ab.
Was kostet die Beratung bei City Concierge?
Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Antragsunterlagen sind für Sie kostenfrei. Zu unseren Leistungen sprechen wir im persönlichen Gespräch.
Den Weg zum Antrag bei Ihrer Krankenkasse gehen wir mit Ihnen, ein Rückruf ist über die Kontaktseite möglich.
Quellen: Techniker Krankenkasse: Darmkrebs behandeln, Krebsinformationsdienst: Operation bei Darmkrebs, Krebsinformationsdienst: Darmkrebs, Chemotherapie und Bestrahlung, Krebsinformationsdienst: Nachsorge und Reha bei Darmkrebs, Deutsche Krebshilfe: Fatigue, Chronische Müdigkeit bei Krebs, betanet: Stoma und Hilfsmittel, betanet: Anschlussheilbehandlung, § 38 SGB V, § 61 SGB V, AOK: Haushaltshilfe, § 14 SGB XI, BMG: Pflegeleistungen zum Nachschlagen (Stand 07/2026).
Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Haushaltshilfe nach Darm-OP und Stoma.
Erst anrufen, dann den Antrag stellen
Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sind wir für Sie da. Schildern Sie uns Ihre Lage, wir erklären die nächsten Schritte, bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Das Gespräch ist kostenfrei.

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