Haushaltshilfe bei Pflegegrad 2 und 3: Wer zahlt was in Düsseldorf?

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Eine Hand voll Fragen hören wir bei Pflegegrad 2 und 3 immer wieder: Zahlt die Krankenkasse jetzt eine Haushaltshilfe? Und wenn nicht, wer dann? Die Antwort ist unspektakulär, aber hilfreich: Bei Pflegegrad 2 bis 5 ist die Haushaltshilfe der Krankenkasse bei schwerer Krankheit ausgeschlossen. Dafür springt die Pflegekasse ein, mit anderen Töpfen und anderen Regeln.

Wir von City Concierge unterstützen Familien in Düsseldorf dabei, genau diese Töpfe zu finden. Alles Wichtige zur Haushaltshilfe über die Krankenkasse finden Sie auf unserer Antragsseite.

Rufen Sie uns an, bevor Sie die Beantragung selbst angehen. Wir klären mit Ihnen, ob Kranken- oder Pflegekasse zuständig ist, und die Beratung ist für Sie kostenfrei.

Warum die Krankenkasse bei Pflegegrad 2 bis 5 meist nicht zahlt

Die Haushaltshilfe der Krankenkasse regelt § 38 SGB V. Wer wegen einer schweren Krankheit oder einer akuten Verschlimmerung den Haushalt nicht weiterführen kann, bekommt sie für längstens vier Wochen. Das Gesetz knüpft das aber an eine Bedingung: Es darf keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2 bis 5 vorliegen (§ 38 SGB V).

Der Gedanke dahinter: Wer einen Pflegegrad hat, wird bereits von der Pflegeversicherung versorgt. Deren Leistungen sind für den Dauerbedarf gedacht, die Haushaltshilfe der Krankenkasse für die Überbrückung.

Was die Krankenkasse sonst noch prüft, lesen Sie im Beitrag zur Haushaltshilfe bei Krankheit nach § 38 SGB V.

Wann die Krankenkasse trotzdem noch eine Rolle spielt

Es gibt Ausnahmen, die in der Praxis oft übersehen werden:

  • Lebt ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt (oder ein Kind mit Behinderung, das auf Hilfe angewiesen ist), schließt die Pflegebedürftigkeit die Hilfe zur Versorgung des Kindes nicht aus. Bei schwerer Krankheit verlängert sich der Anspruch dann auf bis zu 26 Wochen.
  • Nach einem Krankenhausaufenthalt, einer ambulanten Operation oder einer Reha kann die Haushaltshilfe ebenfalls infrage kommen, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Kasse entscheidet im Einzelfall.
  • Manche Krankenkassen sehen in ihrer Satzung Haushaltshilfe auch in weiteren Krankheitsfällen vor. Das unterscheidet sich von Kasse zu Kasse.

Diese Punkte beschreiben die Vorgaben des Gesetzes und des GKV-Spitzenverbands (GKV-Spitzenverband zur Haushaltshilfe). Ob sie bei Ihnen greifen, klären wir gern vorab mit Ihnen.

Unsicher, ob bei Ihnen die Krankenkasse oder die Pflegekasse zuständig ist? Lassen Sie sich zurückrufen, wir sortieren das mit Ihnen kostenfrei, bevor Sie Unterlagen einreichen.

Pflegegrad 2 oder 3: Woran die Pflegekasse das festmacht

Den Pflegegrad bestimmen Punkte aus sechs Bereichen. Pflegegrad 2 gilt ab 27 bis unter 47,5 Punkten, Pflegegrad 3 ab 47,5 bis unter 70 Punkten (§ 15 SGB XI). Die Haushaltsführung ist dabei kein eigener Bewertungsbereich (§ 14 SGB XI). Dass Ihnen Einkaufen, Kochen oder die Wäsche schwerfallen, bringt also keine eigenen Punkte, es spielt nur über die sechs Bereiche hinein.

Wie sich die Punkte zusammensetzen, erklärt der Beitrag zu Punkten und Modulen. Die Hilfe im Haushalt gehört trotzdem zu den Leistungen, die die Pflegeversicherung bezahlt, nur eben über andere Wege.

Die vier Wege zur Haushaltshilfe über die Pflegeversicherung

Statt einer Haushaltshilfe der Krankenkasse nutzen Sie bei Pflegegrad 2 und 3 diese Leistungen. Die Beträge gelten 2026 laut Bundesgesundheitsministerium (Stand 04.11.2025):

  • Entlastungsbetrag: bis zu 131 Euro im Monat, in beiden Pflegegraden gleich.
  • Pflegesachleistung für einen zugelassenen Dienst: bis zu 796 Euro (Pflegegrad 2) oder 1.497 Euro (Pflegegrad 3) im Monat.
  • Pflegegeld, wenn Angehörige die Pflege übernehmen: 347 Euro (Pflegegrad 2) oder 599 Euro (Pflegegrad 3) im Monat.
  • Umwandlungsanspruch: bis zu 40 Prozent der Sachleistung für anerkannte Alltagsangebote.

Der Entlastungsbetrag und der Umwandlungsanspruch bestehen unabhängig voneinander (§ 45a SGB XI).

Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto Ihres Pflegegradbescheids. Wir sagen Ihnen, welche Töpfe offen sind, und die Beratung bleibt kostenfrei.

Entlastungsbetrag: der naheliegende Weg für Hilfe im Haushalt

Der Entlastungsbetrag ist der naheliegendste Weg zur Haushaltshilfe. Er beträgt bis zu 131 Euro monatlich, also bis zu 1.572 Euro im Jahr. Das Ministerium nennt ausdrücklich, dass Hilfen bei der Haushaltsführung förderfähig sind, wenn sie ein Pflege- oder Betreuungsdienst oder ein anerkanntes Angebot erbringt (BMG zu Angeboten im Alltag).

Drei Regeln sind wichtig:

  • Bei Pflegegrad 2 bis 5 ist der Betrag nicht für Leistungen der Selbstversorgung einsetzbar, etwa Waschen oder Anziehen. Haushalt, Einkauf, Begleitung und Betreuung sind möglich.
  • Der Anspruch entsteht ohne Antrag. Erstattet wird auf Antrag gegen Belege, aus denen die Leistung klar hervorgeht (§ 45b SGB XI).
  • Nicht genutzte Beträge verfallen nicht sofort. Wie das Ansparen funktioniert, steht im Beitrag zu Ansparen und Verfall.

Wer in Nordrhein-Westfalen die Hilfe leisten darf

Der Entlastungsbetrag passt nur, wenn der Anbieter berechtigt ist. In NRW erkennen die Kreise und kreisfreien Städte Angebote zur Unterstützung im Alltag an, nach der Anerkennungs- und Förderungsverordnung (AnFöVO NRW). Dazu zählt ausdrücklich die hauswirtschaftliche Unterstützung zur täglichen Versorgung. Körperbezogene Pflege gehört nicht dazu, und Handwerks- oder Instandhaltungsarbeiten ebenfalls nicht.

Was das im Alltag bedeutet, beschreibt der Beitrag zu Angeboten zur Unterstützung im Alltag nach § 45a. Wir bieten Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe im Rahmen dieser Regeln an und unterstützen Sie bei der Erstattung über die Pflegekasse.

Sie möchten den Entlastungsbetrag für den Haushalt nutzen? Rufen Sie uns vorab an, wir bereiten die Unterlagen für die Pflegekasse mit Ihnen vor, kostenfrei und ohne Verpflichtung.

Sachleistung, Pflegegeld oder beides?

Die Pflegesachleistung deckt laut Ministerium körperbezogene Pflege, pflegerische Betreuung und Hilfen bei der Haushaltsführung, etwa Kochen oder die Wohnung säubern, jeweils bis zum Höchstbetrag (BMG zu Pflegesachleistungen). Sie geht direkt an einen zugelassenen Pflegedienst. Wer Pflegegeld bekommt und nur einen Teil der Sachleistung nutzt, erhält Pflegegeld anteilig. Nutzen Sie 50 Prozent der Sachleistung, wird das Pflegegeld um 50 Prozent gekürzt. Die Entscheidung bindet sechs Monate (§ 38 SGB XI).

Die Details zur Aufteilung finden Sie im Beitrag zur Kombinationsleistung. Für Pflegegrad 2 und 3 gibt es zudem je einen eigenen Überblick: Leistungen bei Pflegegrad 2 und Leistungen bei Pflegegrad 3.

Ein denkbares Beispiel für die Aufteilung

Ein denkbares Beispiel (kein realer Fall): Eine Seniorin mit Pflegegrad 2 lebt allein, wird von ihrer Tochter gepflegt und bezieht Pflegegeld. Beim Einkaufen, Wäschewaschen und Kochen braucht sie Unterstützung. Die Tochter kann nicht jede Woche kommen.

Hier kann der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat die stundenweise Haushaltshilfe tragen. Reicht das nicht, ließe sich zusätzlich der Umwandlungsanspruch prüfen. Rechnerisch sind 40 Prozent von 796 Euro bis zu 318,40 Euro im Monat, nur in Monaten, in denen keine ambulante Sachleistung genutzt wird. Ob und wie das bei Ihnen zusammenpasst, entscheidet am Ende die Pflegekasse. Wir stellen die Unterlagen mit Ihnen zusammen.

Möchten Sie Ihr eigenes Beispiel durchrechnen? Wir gehen mit Ihnen kostenfrei durch, welche Beträge Ihnen zustehen und wie wir sie bei der Pflegekasse beantragen.

Häufige Fragen zur Haushaltshilfe bei Pflegegrad 2 und 3

Kann ich trotz Pflegegrad eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse bekommen?

Bei schwerer Krankheit nach § 38 SGB V nur, wenn kein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegt. Lebt ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt, bleibt die Versorgung des Kindes aber möglich. Fragen Sie Ihre Krankenkasse oder uns, bevor Sie einen Antrag stellen.

Zahlt die Pflegekasse einen Reinigungsservice?

Nicht als reine Reinigung. Erstattet werden hauswirtschaftliche Hilfen von zugelassenen Diensten oder anerkannten Angeboten, die der täglichen Versorgung dienen. Handwerks- und Instandhaltungsarbeiten sind ausgenommen.

Müssen die 131 Euro beantragt werden?

Der Anspruch besteht ohne Antrag. Erstattet werden die Kosten aber nur auf Antrag mit Belegen bei der Pflegekasse. Wir helfen Ihnen beim Ausfüllen der Unterlagen, das ist für Sie kostenfrei.

Gilt das für Pflegegrad 3 genauso wie für Pflegegrad 2?

Ja, der Entlastungsbetrag ist in beiden Pflegegraden gleich hoch. Unterschiede gibt es bei Pflegegeld und Sachleistung, die bei Pflegegrad 3 höher ausfallen.

Ändert sich 2027 etwas?

Beschlossen ist nichts. Den Stand der Diskussion fassen wir im Beitrag zur Pflegereform 2027 zusammen.

Quellen: § 38 SGB V Haushaltshilfe, GKV-Spitzenverband: Haushaltshilfe, BMG: Leistungsbeträge 2026, BMG: Angebote zur Unterstützung im Alltag, BMG: Pflegesachleistungen, § 45b SGB XI, § 45a SGB XI, § 38 SGB XI, § 15 SGB XI, AnFöVO NRW.

Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Entlastungsbetrag.

Wir beantragen mit Ihnen die passende Hilfe

Rufen Sie uns an, bevor Sie selbst einen Antrag stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen sind kostenfrei. Mehr zur Haushaltshilfe in Düsseldorf lesen Sie auf unserer Leistungsseite.

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