Demenz Beratung Düsseldorf: Anlaufstellen und Gruppen

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Nach der Diagnose Demenz stehen Familien meist vor derselben Frage: Wer hilft uns jetzt, und womit fangen wir an? In Düsseldorf gibt es dafür ein dichtes Netz aus Beratungsstellen, Betreuungsgruppen, Gesprächskreisen und Besuchsdiensten. Viele Angebote sind über den Entlastungsbetrag nutzbar, wenn ein Pflegegrad vorliegt.

Wir von City Concierge, Ihr Betreuungsdienst in Düsseldorf, sortieren hier, welche Stelle wofür zuständig ist. Und wir unterstützen Sie bei der Beantragung der Leistungen, damit Sie nicht allein durch Formulare müssen.

Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge stellen. Wir ordnen mit Ihnen die nächsten Schritte, die Beratung ist für Sie kostenfrei.

Wo Sie nach der Diagnose zuerst anrufen können

Sie müssen nicht alles auf einmal klären. Bewährt hat sich diese Reihenfolge:

  • Eine Beratungsstelle für Demenz kontaktieren, um die Lage einzuordnen und passende Angebote zu finden.
  • Den Pflegegrad beantragen, falls noch keiner besteht. Ablauf und Begutachtung erklären wir im Ratgeber Pflegegrad bei Demenz beantragen.
  • Entlastung für den Alltag organisieren, etwa eine Betreuungsgruppe oder stundenweise Betreuung zu Hause.
  • Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung klären, solange die Person noch mitentscheiden kann. Hinweise dazu finden Sie unter Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

Welche medizinischen Schritte sinnvoll sind, besprechen Sie mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt. Alles Weitere organisatorisch begleiten wir.

Beratung in Düsseldorf: Demenznetz und Alzheimer Gesellschaft

Das Demenznetz Düsseldorf bündelt Angebote mehrerer Träger. Laut dem aktuellen Flyer gehören dazu die Demenznetzkoordinatorinnen von ASB, AWO, Caritas, Diakonie, DRK und Kaiserswerther Diakonie. Sie bieten individuelle Beratung und psychosoziale Begleitung sowie Schulungen und Informationen. Die DRK-Beratung findet laut Demenznetz-Flyer telefonisch, in einer DRK-Einrichtung oder bei Ihnen zu Hause statt, die Telefonnummer lautet 0211 2299-3030. Dort geht es unter anderem um den Umgang mit der Diagnose, Leistungen der Pflegeversicherung, Vorsorgevollmacht und rechtliche Betreuung.

Daneben gibt es zwei besondere Anlaufstellen. Die PAuSe des Arbeiter-Samariter-Bundes ist eine Sprechstunde für Menschen mit beginnender Demenz. Der Caritasverband berät zu seltenen Demenzformen.

Die Beratungsstelle der Alzheimer Gesellschaft Düsseldorf (Hardenbergstraße 3, Telefon 0211 280 17 59) berät laut Pflegewegweiser NRW kostenlos zu Alzheimer und Demenz, zu Entlastungsangeboten, zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sowie zur Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Hausbesuche sind möglich, eine Terminvereinbarung ist erforderlich.

Möchten Sie vor dem ersten Beratungstermin die Unterlagen sortiert haben? Lassen Sie sich zurückrufen, wir helfen kostenfrei beim Zusammenstellen und stimmen uns mit der Pflegekasse ab.

Betreuungsgruppen: Ein fester Rahmen für ein paar Stunden

Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz zählt das Gesetz zu den Angeboten zur Unterstützung im Alltag (§ 45a SGB XI). Ehrenamtliche betreuen dort unter fachlicher Anleitung. Für Sie als Angehörige bedeutet das einige freie Stunden, für die Teilnehmenden Gesellschaft und Beschäftigung.

In Düsseldorf dauern die Gruppen laut Demenznetz in der Regel drei Stunden und folgen festen Ritualen. Es gibt Gruppen mit Bewegungsschwerpunkt, mehrsprachige Gruppen und eine Gruppe für homosexuelle Männer. Der DRK-Flyer aus 2023 nennt Standorte in Derendorf, Gerresheim, Grafental, Reisholz, Unterrath und Wersten. Wochentage und Uhrzeiten können sich ändern, fragen Sie deshalb bei der Koordination nach dem aktuellen Stand und freien Plätzen.

Die Kosten lassen sich bei anerkannten Angeboten über den Entlastungsbetrag abrechnen. Er beträgt nach § 45b SGB XI bis zu 131 € monatlich, laut Bundesgesundheitsministerium in allen Pflegegraden. Wie Sie Reste sinnvoll nutzen, lesen Sie unter Entlastungsbetrag ansparen und Verfall.

Gesprächskreise für Angehörige

Wer einen Menschen mit Demenz begleitet, braucht auch jemanden, der zuhört. Angehörigengruppen bieten Austausch und Informationen unter Gleichbetroffenen. Das Demenznetz weist solche Gruppen aus, Termine erfahren Sie bei den Koordinatorinnen. Für Angehörige von Menschen mit frontotemporaler Demenz gibt es laut Pflegewegweiser NRW einen angeleiteten Gesprächskreis in der Hardenbergstraße 3, jeden ersten Donnerstag im Monat von 18 bis 20 Uhr. Eine Anmeldung ist nötig.

Weitere Austauschmöglichkeiten über die Demenz hinaus stellen wir im Beitrag Selbsthilfe für pflegende Angehörige vor.

Fehlt Ihnen gerade die Zeit, selbst bei mehreren Stellen anzurufen? Schreiben Sie uns per WhatsApp, was Sie brauchen. Wir geben Ihnen kostenfrei eine Orientierung.

Besuchsdienste und Betreuung zu Hause

Nicht jeder Mensch mit Demenz mag in eine Gruppe gehen. Dafür gibt es den häuslichen Besuchsdienst: Ehrenamtliche kommen stundenweise, hören zu, lesen vor und gehen spazieren oder ins Café. Das Demenznetz nennt ihn für das gesamte Stadtgebiet. Das DRK bietet außerdem den Hundebesuchsdienst „Wir für Dich“ an.

Reichen ehrenamtliche Besuche nicht aus oder brauchen Sie feste Zeiten, kommt unsere Alltagsbegleitung infrage. Wir leisten Gesellschaft, begleiten zu Terminen, unterstützen im Haushalt und bereiten Mahlzeiten vor, soweit die Vorgaben der Ärztin oder des Arztes es erlauben. Medizinische Pflege gehört nicht zu unseren Aufgaben, sie bleibt bei Ärzten und Pflegedienst. Mehr dazu auf unserer Seite zur Alltagsbegleitung in Düsseldorf und im Ratgeber Demenz-Betreuung zu Hause. Preise besprechen wir persönlich mit Ihnen.

Sie möchten wissen, was Ihre Pflegekasse für Betreuung zu Hause übernimmt? Rufen Sie uns vorab an, wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und unterstützen die Beantragung kostenfrei.

Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz: Was Sie prüfen sollten

Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft ist eine gemeinsame Wohnung, in der die Bewohner Mieter sind. Laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft leben dort meist 6 bis 12 Menschen. Die Pflege übernimmt ein ambulanter Dienst, den die Bewohner oder ihre Vertreter selbst auswählen. Angehörige oder Bevollmächtigte bilden ein Gremium, das die Interessen der Bewohner gegenüber dem Dienst vertritt. Miet- und Pflegevertrag sind getrennt, die Aufsicht unterscheidet sich je nach Bundesland.

Finanziell nennt das Bundesgesundheitsministerium für 2026 einen Wohngruppenzuschlag von 224 € monatlich. Für die Gründung kann es eine einmalige Anschubfinanzierung von bis zu 2.613 € je Anspruchsberechtigtem geben, begrenzt auf 10.452 € je Wohngruppe. Die Voraussetzungen prüft die Pflegekasse.

Fragen, die Sie bei einer Besichtigung stellen können: Wer ist rund um die Uhr im Haus? Wie arbeitet das Angehörigengremium? Dürfen Sie den Pflegedienst wechseln? Welche Kosten entstehen neben Miete und Pflege? Eine Gegenüberstellung mit anderen Wohnformen finden Sie im Beitrag Demenz zu Hause oder im Pflegeheim. Konkrete Wohngemeinschaften in Düsseldorf empfehlen wir hier nicht. Lassen Sie sich dazu bei den Beratungsstellen und der Stadt informieren.

Überlegen Sie, ob eine Wohngemeinschaft oder weiter zu Hause die bessere Lösung ist? Wir sprechen kostenfrei mit Ihnen über Betreuung und Antrag, die Entscheidung treffen selbstverständlich Sie.

Was Sie nicht allein stemmen müssen

Viele Angehörige zögern, Hilfe anzunehmen. Dabei sind Entlastungsangebote ausdrücklich dafür gedacht, dass Pflegebedürftige möglichst lange zu Hause leben können und Pflegende Luft bekommen (§ 45a SGB XI). Wer früh Strukturen aufbaut, hat später weniger Druck. Ergänzend kann ab Pflegegrad 2 ein Teil der Pflegesachleistung für anerkannte Angebote umgewandelt werden, wenn in dem Monat keine Pflegesachleistungen bezogen wurden. Wie das für Ihren Pflegegrad aussieht, klären wir im Gespräch. Allgemeine Tipps für Pflegende stehen im Beitrag Pflegende Angehörige entlasten.

Häufige Fragen zu Demenz-Anlaufstellen in Düsseldorf

Brauche ich einen Pflegegrad, um beraten zu werden?

Nein. Beratung zu Demenz können Sie in Anspruch nehmen, bevor ein Pflegegrad vorliegt. Für die Abrechnung vieler Entlastungsangebote ist der Pflegegrad allerdings Voraussetzung. Wir helfen kostenfrei bei der Vorbereitung des Antrags.

Was kostet die Beratung bei der Alzheimer Gesellschaft?

Laut Pflegewegweiser NRW ist die Beratung kostenlos. Sie brauchen einen Termin und können auf Wunsch auch einen Hausbesuch anfragen.

Kann ich eine Betreuungsgruppe über die Pflegekasse bezahlen?

Bei nach Landesrecht anerkannten Angeboten ist das über den Entlastungsbetrag von bis zu 131 € monatlich möglich. Reichen Sie die Belege bei der Pflegekasse ein. Wir erklären Ihnen kostenfrei, wie das abläuft.

Was ist der Unterschied zwischen Besuchsdienst und Alltagsbegleitung?

Der Besuchsdienst arbeitet mit Ehrenamtlichen, meist für wenige Stunden. Unsere Alltagsbegleitung ist ein professionelles Angebot mit festen Terminen. Welches besser passt, hängt vom Bedarf ab.

Gibt es einen Platz in einer Demenz-Wohngemeinschaft sofort?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Fragen Sie frühzeitig bei Beratungsstellen und Anbietern nach, denn die Entscheidung braucht Zeit.

Quellen: Demenznetz Düsseldorf Flyer 2025 (Kaiserswerther Diakonie), Demenznetz Flyer 2023 (DRK Düsseldorf), Pflegewegweiser NRW: Beratungsstelle Alzheimer Gesellschaft, Pflegewegweiser NRW: Angehörigengruppe frontotemporale Demenz, § 45a SGB XI, § 45b SGB XI, Deutsche Alzheimer Gesellschaft Infoblatt Demenz-WG, BMG Leistungsbeträge 2026.

Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Entlastungsbetrag und Alltagsbegleitung.

Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag stellen

Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, sortieren die Unterlagen und stimmen uns mit der Pflegekasse ab. Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind für Sie kostenfrei. Erreichbar Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr. Unsere Alltagsbegleitung unterstützt Sie, wenn Sie zu Hause entlastet werden möchten.

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