Pflegekurs für Angehörige kostenlos: Inhalte und Anmeldung

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Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, lernt vieles im Alltag nebenbei. Manches wüsste man gern früher: Wie hilft man beim Aufstehen, ohne sich den Rücken zu ruinieren? Was tun bei Inkontinenz? Dafür gibt es den Pflegekurs für Angehörige, den die Pflegekasse nach § 45 SGB XI anbieten muss. Er ist für Sie kostenlos.

Dieser Ratgeber zeigt, was in den Kursen vermittelt wird, wer sie anbietet, wie die Anmeldung läuft und wann sich die Schulung bei Ihnen zu Hause lohnt. Als Betreuungsdienst in Düsseldorf helfen wir Ihnen, die passenden Schritte zu sortieren.

Sie wissen nicht, welche Leistung der Pflegekasse zuerst dran ist? Rufen Sie uns an. Wir bereiten Anträge mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab, die Beratung ist kostenfrei.

Was das Gesetz den Pflegekassen vorschreibt

Nach § 45 SGB XI haben die Pflegekassen Angehörigen und sonstigen an ehrenamtlicher Pflege Interessierten Schulungskurse anzubieten. Das Bundesgesundheitsministerium nennt die Kurse kostenfrei. Ziel ist, die Pflege zu erleichtern und zu verbessern sowie körperliche und seelische Belastungen zu mindern oder ihnen vorzubeugen.

Wichtig für den Alltag: Der Kurs richtet sich an die Person, die pflegen möchte oder bereits pflegt. Die Pflegekasse kann ihn selbst durchführen, mit anderen Kassen gemeinsam organisieren oder geeignete Einrichtungen damit beauftragen. Seit einiger Zeit sollen die Kassen zusätzlich digitale Kurse anbieten. Die Präsenzkurse bleiben davon unberührt.

Was Sie im Kurs konkret lernen

Die Inhalte unterscheiden sich je nach Anbieter. Nach den Angaben von Verbraucherzentrale, Betanet und dem NRW-Landesportal Alter, Pflege und Demenz gehören diese Themen häufig dazu:

  • rückenschonendes Heben, Stützen, Umlagern und Transfer, zum Beispiel vom Bett in den Rollstuhl
  • Körperpflege, Haut- und Mundpflege sowie Hygiene
  • Umgang mit Ausscheidung und Inkontinenz
  • Vorbeugung von Risiken wie Lungenentzündung, Thrombose oder Druckgeschwüren
  • Leistungen der Pflegeversicherung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
  • Selbstfürsorge und Stressbewältigung für Pflegende

Daneben gibt es Kurse zu bestimmten Krankheitsbildern, etwa Demenz, Parkinson oder Schlaganfall. Wenn bei Ihrem Angehörigen eine Demenz im Vordergrund steht, lesen Sie ergänzend unseren Beitrag zur Demenzbetreuung zu Hause.

Ein Nebeneffekt: In der Gruppe treffen Sie andere pflegende Angehörige. Der Austausch kann entlasten.

Beim Kurs lernen Sie die Handgriffe, im Alltag fehlen oft trotzdem die Stunden. Wir sprechen mit Ihnen kostenfrei durch, welche Entlastung sich dafür beantragen lässt.

Gruppenkurs, Einzelschulung oder Online: drei Formate im Vergleich

Der Gruppenkurs vor Ort

Laut Verbraucherzentrale laufen Gruppenkurse in kleinen Gruppen, oft als etwa drei Termine zu je drei Stunden, tagsüber, abends oder am Wochenende. Der genaue Umfang legt der Anbieter fest, fragen Sie vor der Anmeldung danach. Vorteil: Sie üben praktisch und tauschen sich aus.

Die Schulung bei Ihnen zu Hause

Das Gesetz sieht vor, dass die Schulung auf Wunsch von Pflegeperson und pflegebedürftiger Person in deren häuslicher Umgebung stattfindet. Das ist sinnvoll, wenn Ihr Angehöriger nicht mitkommen kann oder Sie nicht lange weg sein möchten. Geübt wird dort, wo Sie tatsächlich pflegen. Laut den Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW lässt sich dabei auch der Umgang mit Hilfsmitteln wie Rollstuhl oder Treppenlift üben.

Der Onlinekurs

Viele Pflegekassen bieten Onlineschulungen an, die Sie nach einer Registrierung von zu Hause aus nutzen können. Das passt, wenn Sie Termine schlecht planen können.

Fragen zur Kursanmeldung oder zu den Unterlagen für die Pflegekasse? Schreiben Sie uns per WhatsApp, wir helfen Ihnen kostenfrei beim Ausfüllen.

Wer bietet die Kurse an und wie melden Sie sich an?

Die Kurse laufen im Auftrag der Pflegekasse. Durchgeführt werden sie nach Angaben von AOK und Betanet oft von ambulanten Pflegediensten, Sozialstationen, Wohlfahrtsverbänden, Kliniken oder Volkshochschulen, in der Regel von zusätzlich geschulten Pflegefachkräften. Einzelne Kassen wie die AOK haben zudem eigene Kursangebote.

So gehen Sie vor:

  1. Fragen Sie bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen nach Kursen in Düsseldorf, Einzelschulungen und Onlineangeboten. Die Pflegekasse ist bei der Krankenkasse angesiedelt und über deren Kontaktdaten erreichbar.
  2. Nutzen Sie ergänzend das Verzeichnis des Pflegewegweisers NRW. Dort sind Kursanbieter aus der Region gelistet, darunter Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Düsseldorf.
  3. Klären Sie vor der Anmeldung Termine, Dauer und Ort, bei Wunsch auch die Schulung zu Hause.
  4. Wenn Sie denselben Kurs mehrfach besuchen möchten, klären Sie die Kostenübernahme vorher mit der Pflegekasse, rät das Landesportal Alter, Pflege und Demenz NRW.

Ob ein förmlicher Antrag nötig ist, handhaben die Kassen unterschiedlich. Die KKH etwa schreibt auf ihrer Seite, dass Pflegekurse und häusliche Schulungen ohne Antrag nutzbar sind und die Kasse direkt mit dem Anbieter abrechnet. Bei anderen Kassen fragen Sie am besten kurz nach.

Muss schon ein Pflegegrad vorliegen?

Das Gesetz nennt als Zielgruppe Angehörige und an ehrenamtlicher Pflege Interessierte, nicht eine bestimmte Pflegegrad-Stufe. Die KKH schreibt für die häusliche Schulung ausdrücklich, ein Pflegegrad sei nicht erforderlich, wohl aber die Mitgliedschaft der pflegebedürftigen Person bei der Kasse. Ob Ihre Kasse das genauso handhabt, erfahren Sie dort.

Gerade vor dem ersten Pflegegrad kann ein Kurs sinnvoll sein. Wer die Pflege ohnehin schon übernimmt, lernt Handgriffe, bevor sich Fehler einschleifen. Parallel lohnt der Blick in unseren Beitrag zur Beantragung des Pflegegrads und in das Pflegetagebuch für die Begutachtung.

Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag auf Pflegegrad selbst stellen. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, die Beratung dazu ist kostenfrei.

Was Sie als pflegende Angehörige davon haben

Sie lernen Techniken, die Ihren Rücken und den Körper Ihres Angehörigen schonen. Sie erkennen früher, wann Hilfsmittel nötig sind, und wissen, wie sie benutzt werden. Zu Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch und zum Hausnotruf gibt es eigene Ratgeber. Und Sie bekommen einen Überblick über Leistungen der Pflegeversicherung, die Ihnen im Alltag Luft verschaffen.

Was ein Kurs nicht leistet: Er ersetzt keine ärztliche Anleitung. Medizinische Fragen, etwa zu Wundversorgung oder Medikamenten, klären Sie mit der behandelnden Ärztin oder dem Pflegedienst. Für die Pflege selbst gelten die Vorgaben der Klinik oder Praxis.

Vom Wissen zur Entlastung: Was nach dem Kurs hilft

Viele Angehörige merken nach dem Kurs: Ich kann es jetzt, aber ich habe nicht genug Stunden. Dafür gibt es andere Bausteine der Pflegeversicherung. Wir erklären sie Ihnen gern im persönlichen Gespräch.

Bei uns bekommen Sie stundenweise Betreuung und Alltagsbegleitung zu Hause. Wir bereiten Anträge mit Ihnen vor, geben Hilfe beim Ausfüllen der Unterlagen und stimmen uns mit der Kasse ab. Beratung und Antragshilfe sind für Sie kostenfrei. Zu Preisen sprechen wir mit Ihnen im persönlichen Gespräch.

Möchten Sie Kurs und Entlastung zusammen planen? Fordern Sie einen Rückruf an, wir melden uns Mo bis Fr zwischen 8 und 18 Uhr.

Häufige Fragen zum Pflegekurs für Angehörige

Was kostet ein Pflegekurs für Angehörige?

Nichts. Pflegekurse nach § 45 SGB XI sind laut Bundesgesundheitsministerium kostenfrei, die Pflegeversicherung trägt die Kosten. Bei mehrfachem Besuch desselben Kurses klären Sie die Kostenübernahme vorab mit der Kasse.

Kann ich den Kurs auch bei uns zu Hause machen?

Ja, auf Wunsch von Pflegeperson und pflegebedürftiger Person sieht das Gesetz die Schulung in der häuslichen Umgebung vor. Fragen Sie bei der Pflegekasse nach, wie sie das organisiert und ob Termine verfügbar sind.

Wie lange dauert ein Pflegekurs?

Das ist je nach Anbieter verschieden. Als Beispiel nennt die Verbraucherzentrale Kurse mit etwa drei Terminen zu je drei Stunden. Einzelschulungen und Onlineangebote sind oft flexibler. Den genauen Umfang erfahren Sie bei der Anmeldung.

Ist der Kurs auch für Nachbarn und Freunde möglich?

Ja. Das Gesetz spricht von Angehörigen und sonstigen an ehrenamtlicher Pflege Interessierten. Auch Nachbarn und Freunde, die helfen möchten, können teilnehmen. In NRW gibt es nach Angaben des Landesportals außerdem einen eigenen Nachbarschaftshilfe-Kurs ohne pflegerische Handgriffe.

Wo finde ich Kurse in Düsseldorf?

Zuerst bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen, ergänzend im Verzeichnis des Pflegewegweisers NRW. Wir helfen Ihnen gern, die Ansprechpartner zu sortieren, auch bei der Wahl zwischen Kurs, Einzelschulung und Onlineangebot.

Quellen: § 45 SGB XI (gesetze-im-internet.de), Bundesgesundheitsministerium: Pflegekurse, Verbraucherzentrale: Pflegekurse für Angehörige, AOK: Pflegekurse für Angehörige, KKH: Kurse und Schulungen, Betanet: Pflegekurse, Alter, Pflege und Demenz NRW: Pflegekurs für Angehörige.

Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung und Entlastungsbetrag.

Wir begleiten Sie, bevor Sie loslegen

Rufen Sie uns an, bevor Sie Anträge selbst stellen. Wir bereiten sie mit Ihnen vor, geben Hilfe beim Ausfüllen und stimmen uns mit der Pflegekasse ab. Die Beratung ist für Sie kostenfrei. Wir sind Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr für Sie da.

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