Pflegestützpunkt Düsseldorf: Wer berät und wo Sie Hilfe finden

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Wer in Düsseldorf zum ersten Mal Pflege organisieren muss, sucht oft nach dem „Pflegestützpunkt“. Der Begriff taucht in Broschüren der Kassen und auf Bundesseiten auf. Vor Ort sieht die Beratungslandschaft allerdings etwas anders aus, als der Name vermuten lässt.

Wir zeigen, was ein Pflegestützpunkt leisten soll, wer Sie in Düsseldorf stattdessen berät und wann es sich lohnt, zusätzlich bei uns anzurufen. Wenn Ihr Pflegegrad noch fehlt, finden Sie die Schritte in unserem Ratgeber zum Pflegegrad beantragen.

Sie wissen noch nicht, an welche Stelle Sie sich wenden sollen? Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag selbst stellen. Wir ordnen Ihre Situation ein, und unsere Beratung ist kostenfrei.

Was ein Pflegestützpunkt leisten soll

Das Gesetz beschreibt den Pflegestützpunkt in § 7c SGB XI. Danach richten Pflege- und Krankenkassen solche Stellen ein, wenn die zuständige oberste Landesbehörde das bestimmt. Drei Aufgaben nennt die Vorschrift: umfassende und unabhängige Auskunft und Beratung (dazu gehört die Pflegeberatung nach § 7a), die Koordinierung wohnortnaher Angebote und deren Vernetzung.

Das Bundesgesundheitsministerium nennt den Stützpunkt „das gemeinsame Dach“ der beteiligten Kranken- und Pflegekassen, der Altenhilfe und der Sozialhilfeträger. Nach Angaben der AOK hilft man dort auch beim Ausfüllen von Anträgen, bei der Suche nach externer Hilfe und bei Anpassungen, wenn sich der Bedarf ändert. Die Beratung ist kostenfrei und unabhängig von der eigenen Pflegekasse möglich.

Gibt es in Düsseldorf einen Pflegestützpunkt?

Ob es Stützpunkte gibt, entscheidet sich also auf Landesebene und vor Ort. In Düsseldorf setzt die Stadt auf eine eigene Struktur. In einer Stellungnahme an den Landtag Nordrhein-Westfalen vom August 2024 nennt das Amt für Soziales und Jugend sein Pflegebüro „eine seit Jahren etablierte Beratungsstruktur“. Zusätzliche Pflegestützpunkte hielt die Stadt deshalb für nicht erforderlich.

Für Sie heißt das: Wer „Pflegestützpunkt Düsseldorf“ eingibt, landet praktisch bei den Angeboten, die wir unten aufführen. Welche Stelle für Ihren Fall zuständig ist, nennt Ihnen außerdem Ihre Pflegekasse. Sie ist nach dem Bundesgesundheitsministerium verpflichtet, Ihnen nach dem Erstantrag einen Beratungstermin innerhalb von zwei Wochen anzubieten oder einen Beratungsgutschein auszustellen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Pflegeberatung nach § 7a.

Möchten Sie die Beratung der Pflegekasse und den Antrag nicht allein stemmen? Lassen Sie sich zurückrufen. Wir bereiten die Unterlagen mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab, kostenfrei für Sie.

Das Pflegebüro der Stadt als erste städtische Adresse

Das Pflegebüro gehört zum Amt für Soziales und Jugend. Nach dem Serviceportal der Stadt finden Sie es in der Willi-Becker-Allee 8, 40227 Düsseldorf. Telefonisch ist es unter 0211 8998998 erreichbar, die Servicezeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung. Eine E-Mail an pflegebuero@duesseldorf.de ist ebenfalls möglich.

Das Serviceportal nennt keine Einzelheiten zu den Beratungsinhalten. Fragen Sie deshalb bei Ihrem Anruf direkt, ob ein Termin bei Ihnen zu Hause möglich ist und welche Unterlagen Sie mitbringen sollten. Bei Fragen rund um Senioren, Begegnung und Angebote im Stadtteil hilft zudem unser Überblick zur Seniorenberatung und den Seniorenzentren.

Weitere Beratungsstellen im Überblick

Neben dem Pflegebüro gibt es in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen mehrere Wege, kostenfrei Rat zu bekommen:

  • Ihre Pflegekasse: Sie benennt eine zuständige Pflegeberaterin oder einen Pflegeberater. Auf Wunsch kommt die Beratung zu Ihnen nach Hause.
  • Zentren plus: Das zentrum plus Stadtmitte beschreibt im Pflegewegweiser NRW eine Beratung zu Pflegeversicherung, Organisation und Finanzierung der Pflege, zur Entlastung pflegender Angehöriger und zu Vorsorgevollmacht. Die Beratung ist kostenlos, Hausbesuche sind möglich.
  • Pflege-Telefon NRW: Unter 0800 4040 044 erreichen Sie einen kostenfreien Telefonservice, montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr, donnerstags von 13 bis 17 Uhr.
  • compass private pflegeberatung: Sie berät privat Pflegeversicherte und deren Angehörige kostenfrei, auch bei Hausbesuchen. Die telefonische Beratung steht nach eigener Angabe allen Ratsuchenden offen.

Der Pflegewegweiser NRW hilft zusätzlich bei der Suche nach Beratungsstellen, Pflegekursen und Selbsthilfegruppen. Pflegekurse für Angehörige stellen wir in einem eigenen Beitrag vor: Pflegekurs für Angehörige.

Haben Sie eine Adresse gefunden, aber unklare Unterlagen? Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto des Schreibens. Wir sagen Ihnen, was als Nächstes zu tun ist, kostenfrei und ohne Verpflichtung.

Welche Stelle bei welcher Frage passt

Die Stellen überschneiden sich, aber jede hat einen Schwerpunkt. Eine Faustregel, die sich in der Praxis bewährt:

  • Sie haben Fragen zu Leistungen und zum Versorgungsplan Ihrer Kasse: Pflegekasse oder Beratungsstelle mit Gutschein.
  • Sie suchen kommunale Angebote, Hilfen im Stadtteil oder Entlastung für Angehörige: Pflegebüro und zentren plus.
  • Sie sind privat versichert: compass private pflegeberatung.
  • Sie möchten erst einmal telefonisch sortieren: Pflege-Telefon NRW.

Das Gesetz sieht in § 7a vor, dass die Pflegeberatung einen Versorgungsplan erstellen kann, mit Empfehlungen und Hinweisen zum örtlichen Angebot. Angehörige können auf Wunsch einbezogen werden. Die Inanspruchnahme der Beratung ist nach dem Bundesgesundheitsministerium freiwillig.

Wann sich ein Anruf bei uns zusätzlich lohnt

Die genannten Stellen beraten unabhängig und zeigen Wege auf. Wer den Alltag dann tatsächlich begleitet, ist eine zweite Frage. Hier setzen wir an: City Concierge ist Ihr Betreuungsdienst in Düsseldorf für Alltagsbegleitung, Betreuung zu Hause und Haushaltshilfe. Wir leisten keine Behandlungspflege, sondern entlasten im Alltag.

Ein Anruf bei uns lohnt sich vor allem in diesen Situationen:

  • Sie haben nach der Beratung eine Liste von Möglichkeiten, aber niemanden, der den Alltag begleitet.
  • Sie möchten wissen, wie sich der Entlastungsbetrag für Betreuung einsetzen lässt und wie die Abrechnung funktioniert.
  • Sie benötigen vorübergehend Unterstützung im Haushalt und haben noch keinen Pflegegrad 2 bis 5. Dann kann eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse in Betracht kommen.
  • Sie wollen den Antrag nicht allein ausfüllen.

Wir unterstützen die Beantragung: Wir gehen die Unterlagen mit Ihnen durch, helfen beim Ausfüllen und stimmen uns mit der Kasse ab. Das ist für Sie kostenfrei. Ob eine Leistung bewilligt wird, entscheidet allein die Kasse.

Rufen Sie uns an, bevor Sie Ihren Antrag abschicken. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW und helfen Ihnen dabei, nichts zu vergessen.

So bereiten Sie den ersten Beratungstermin vor

Ein Termin im Pflegebüro oder bei der Pflegekasse wird nützlicher, wenn Sie vorbereitet sind. Notieren Sie, welche Hilfen im Alltag fehlen, etwa beim Einkaufen, bei Arztterminen oder im Haushalt. Halten Sie Bescheide, Pflegegradunterlagen und Medikamentenliste bereit. Ein Pflegetagebuch hilft zusätzlich, wenn eine Begutachtung ansteht: Pflegetagebuch für die Begutachtung.

Bringen Sie wenn möglich eine Vertrauensperson mit. Fragen zu pflegenden Angehörigen und deren Belastung greifen wir in unserem Beitrag Pflegende Angehörige entlasten auf.

Termin steht, aber die Unterlagen fehlen noch? Fordern Sie einen Rückruf an. Wir sortieren mit Ihnen vorab, was Sie brauchen, und die Hilfe beim Ausfüllen ist kostenfrei.

Häufige Fragen zu Pflegestützpunkten in Düsseldorf

Gibt es einen Pflegestützpunkt in meinem Stadtteil?

Die Stadt Düsseldorf hat in einer Stellungnahme von August 2024 ihr Pflegebüro als zentrale Beratungsstruktur beschrieben. Fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse nach, welche Stelle in Ihrem Fall zuständig ist. Die Pflegekassen informieren über Stützpunkte in der Nähe, soweit es sie gibt.

Kostet die Beratung etwas?

Die Pflegeberatung der Kassen ist für Versicherte kostenfrei, ein Beratungsgutschein wird zulasten der Pflegekasse eingelöst. Auch die Beratung im zentrum plus wird als kostenlos beschrieben. Bei uns sind Beratung und Hilfe bei den Antragsunterlagen ebenfalls kostenfrei.

Kommt jemand zu mir nach Hause?

Ja, das ist möglich. Nach § 7a SGB XI erfolgt die Beratung auf Wunsch in der häuslichen Umgebung. Sagen Sie das bei der Terminvereinbarung ausdrücklich dazu.

Kann ich Angehörige in die Beratung einbeziehen?

Ja, auf Wunsch können Angehörige oder weitere Personen teilnehmen. Pflegende Angehörige haben laut Bundesgesundheitsministerium einen eigenen Anspruch auf Pflegeberatung, wenn die pflegebedürftige Person zustimmt.

Quellen: § 7c SGB XI, Pflegestützpunkte, § 7a SGB XI, Pflegeberatung, § 7b SGB XI, Beratungsgutschein, Bundesgesundheitsministerium, Pflegeberatung, AOK, Pflegestützpunkte, Stadt Düsseldorf, Stellungnahme an den Landtag NRW (August 2024), Serviceportal Düsseldorf, Pflegebüro, Pflegewegweiser NRW, Pflegewegweiser NRW, zentrum plus Stadtmitte, compass private pflegeberatung, Infoblatt 2026.

Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Alltagsbegleitung und Seniorenbetreuung und Entlastungsbetrag.

Wir begleiten Sie von der ersten Frage bis zum Antrag

Welche Beratungsstelle auch die richtige für Sie ist: Rufen Sie uns an, bevor Sie Ihren Antrag stellen. Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Unterlagen sind kostenfrei, erreichbar Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Mehr zu den Leistungen finden Sie auf unserer Seite zur Alltagsbegleitung.

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