Der Tumor ist entfernt, doch nun beginnt der organisatorische Teil: Entlassung, Anschlussreha, vielleicht Chemotherapie oder Strahlentherapie, dazu Fragen an Krankenkasse und Rentenversicherung. Und zu Hause steht die Wohnung still, während Sie oder Ihr Angehöriger noch keine Kraft für den Alltag haben.
Wir zeigen Ihnen den Weg von der Operation bis zurück nach Hause und erklären, welche Stelle in welcher Phase zahlt. So wissen Sie, wann die Haushaltshilfe über die Krankenkasse ins Spiel kommt und wann etwas anderes gilt.
Rufen Sie uns am besten an, bevor Sie den Antrag auf Haushaltshilfe stellen. Wir bereiten ihn mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab, die Beratung ist kostenfrei.
Im Krankenhaus: Die Weichen stellt der Sozialdienst
Nach einer Krebs-OP laufen die wichtigsten Anträge oft schon auf Station. Die meisten Krankenhäuser haben einen Sozialdienst. Er unterstützt laut Krebsinformationsdienst bei Anträgen auf Reha oder Anschlussrehabilitation, bei der Schwerbehinderung und bei der Organisation der Versorgung zu Hause.
Dazu kommt das Entlassmanagement. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe müssen Krankenhäuser es seit Oktober 2017 für gesetzlich Versicherte organisieren. Die Klinik klärt vor der Entlassung, welche Hilfe zu Hause nötig ist, und dafür brauchen Sie Ihre schriftliche Zustimmung. Nennen Sie dort ausdrücklich auch den Haushalt: Wer kocht, wer kauft ein, wer wäscht?
Die Anschlussreha: Wer sie bezahlt und was in der Zwischenzeit passiert
Eine Anschlussrehabilitation (AHB) schließt sich direkt an die Klinikbehandlung an. Die Deutsche Rentenversicherung nennt als Regel, dass sie spätestens zwei Wochen nach der Entlassung beginnen soll. Sie dauert in der Regel drei Wochen und kann verkürzt oder verlängert werden. Das Krankenhaus stellt fest, ob eine AHB nötig ist, der Sozialdienst hilft beim Antrag.
Wer zahlt? Bei onkologischer Reha ist es nach Angaben der Apotheken Umschau je nach Situation die Rentenversicherung, die gesetzliche Krankenkasse oder bei Beamten die Beihilfe. Bei einer stationären AHB der Rentenversicherung zahlen Sie höchstens 10 € pro Tag und längstens 14 Tage im Kalenderjahr. Viele Patienten können sich ganz oder teilweise befreien lassen.
Wichtig für den Haushalt: Auch für die Reha-Zeit kann eine Haushaltshilfe infrage kommen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zur Haushaltshilfe bei Anschlussheilbehandlung und Reha.
Die Reha ist beantragt, aber zu Hause ist noch nichts organisiert? Lassen Sie sich zurückrufen, wir klären mit Ihnen kostenfrei, welche Hilfe Sie vor und nach der Reha beantragen können.
Die Haushaltshilfe der Krankenkasse: Voraussetzungen im Überblick
Rechtsgrundlage ist § 38 SGB V. Danach besteht Anspruch, wenn Sie Ihren Haushalt wegen einer Krankenhausbehandlung oder bestimmter Reha-Leistungen nicht weiterführen können und ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes, auf Hilfe angewiesenes Kind im Haushalt lebt. Bei schwerer Krankheit oder akuter Verschlimmerung ist die Hilfe laut Gesetz auf längstens vier Wochen begrenzt. Lebt ein betreuungsbedürftiges Kind im Haushalt, sind es bis zu 26 Wochen.
Beachten Sie diese Punkte:
- Kann eine andere Person im Haushalt den Haushalt weiterführen, besteht kein Anspruch.
- Haben Sie Pflegegrad 2 bis 5, entfällt die Hilfe bei schwerer Krankheit. Dann greifen die Leistungen der Pflegekasse.
- Ab 18 Jahren zahlen Sie eine Zuzahlung pro Kalendertag: zehn Prozent der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €.
- Zusätzliche Fälle kann die Satzung Ihrer Kasse vorsehen. Die Entscheidung trifft allein die Kasse.
Wir unterstützen Sie bei der Beantragung, ob bei der TK, der Barmer oder der AOK Rheinland/Hamburg.
Wenn die Rentenversicherung die Haushaltshilfe zahlt
Für die Zeit in der Reha ist oft nicht die Krankenkasse, sondern die Rentenversicherung zuständig. Die Deutsche Krebshilfe nennt sie als Träger der Reha-Haushaltshilfe. Voraussetzung ist laut Rentenversicherung, dass ein Kind unter zwölf Jahren im Haushalt lebt und niemand sonst den Haushalt führen kann. Der Antrag soll rechtzeitig vor Beginn der Reha gestellt werden.
Selbst beschaffte Hilfe wird in angemessener Höhe erstattet, höchstens für acht Stunden pro Tag. Weil Fristen und Zuständigkeit leicht durcheinandergeraten, lohnt ein Anruf vor dem Antrag.
Unklar, ob bei Ihnen Krankenkasse oder Rentenversicherung zuständig ist? Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, wir melden uns werktags zwischen 8 und 18 Uhr und sortieren die Unterlagen kostenfrei mit Ihnen.
Wer sichert Ihr Einkommen, während Sie ausfallen?
Parallel stellt sich die Geldfrage. Angestellte erhalten laut Apotheken Umschau bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber. Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld in Höhe von 70 % des Bruttoentgelts, höchstens aber 90 % des Nettoentgelts. Die Deutsche Krebshilfe nennt dafür eine Höchstdauer von 78 Wochen innerhalb von drei Jahren, einschließlich der sechs Wochen Entgeltfortzahlung.
Das ist kein Haushaltsthema, wirkt sich aber darauf aus, wie lange Sie sich Hilfe privat leisten können. Fragen Sie auch hierzu den Sozialdienst der Klinik.
Wenn der Alltag dauerhaft Hilfe braucht: Pflegegrad und Entlastungsbetrag
Nicht jede Krebserkrankung führt zu Pflegebedürftigkeit. Entscheidend ist, wie selbstständig Sie im Alltag sind, nicht die Diagnose. Wie der Antrag abläuft, lesen Sie in unserem Beitrag Pflegegrad bei Krebs. Zur Vorbereitung hilft ein Pflegetagebuch für die Begutachtung.
Mit anerkanntem Pflegegrad 1 bis 5 steht Ihnen laut gesund.bund.de der Entlastungsbetrag von 131 € pro Monat zu, also bis zu 1.572 € im Jahr. Er ist für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag gedacht, etwa Haushaltshilfe und Betreuung. Die Pflegekasse erstattet nachträglich gegen Beleg, ungenutzte Beträge können angespart werden und sind bis zum 30. Juni des Folgejahres einzusetzen. Wie das in Düsseldorf funktioniert, steht auf unserer Seite zum Entlastungsbetrag. Zur Pflegereform 2027 gibt es noch keine Beschlüsse, den Stand finden Sie in unserem Beitrag zur Pflegereform 2027.
Sie vermuten, dass nach der Krebs-OP dauerhaft Unterstützung nötig wird? Rufen Sie uns an, wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor, kostenfrei und noch bevor Sie Formulare abschicken.
Was Angehörige jetzt tun können
Angehörige tragen in dieser Phase viel. Hilfreich sind klare Zuständigkeiten:
- Beim Sozialdienst nachfragen, welche Anträge schon laufen und welche noch fehlen
- Reha-Termin, Entlassdatum und Haushaltshilfe zeitlich abstimmen, damit keine Lücke entsteht
- Die Vorgaben der Klinik und der behandelnden Ärztin zu Belastung und Ruhe einhalten
- Sich selbst entlasten, etwa über Angebote für pflegende Angehörige
Wir übernehmen im Alltag Einkauf, Wäsche, Kochen, leichte Hausarbeit und Begleitung zu Terminen. Behandlungspflege und medizinische Versorgung gehören nicht dazu, dafür bleiben Klinik, Praxis und Nachsorge zuständig. Als Betreuungsdienst in Düsseldorf sind wir Vertragspartner der Krankenkassen für Versicherte mit Wohnsitz in NRW und rechnen direkt mit der Kasse ab. Mehr zur Alltagsbegleitung finden Sie auf unserer Leistungsseite.
Zwischen Klinikentlassung und Reha bleibt manchmal nur wenig Zeit. Fordern Sie einen Rückruf an, dann klären wir kostenfrei, welche Unterstützung zuerst beantragt werden sollte.
Häufige Fragen zur Haushaltshilfe nach Krebs-OP
Übernimmt die Krankenkasse die Haushaltshilfe nach einer Tumor-OP automatisch?
Nein, sie muss beantragt und genehmigt werden. Die Kasse prüft, ob Sie den Haushalt nicht weiterführen können, ob ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt lebt und ob eine andere Person einspringen kann. Rufen Sie uns an, bevor Sie den Antrag stellen.
Wie lange läuft die Haushaltshilfe nach einer Krebsoperation?
Bei schwerer Krankheit gilt nach § 38 SGB V eine Höchstdauer von vier Wochen. Lebt ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes, auf Hilfe angewiesenes Kind im Haushalt, sind bis zu 26 Wochen möglich.
Wer zahlt die Haushaltshilfe während der Reha?
Das ist oft die Rentenversicherung, wenn sie auch die Reha trägt. Voraussetzung ist unter anderem ein Kind unter zwölf Jahren im Haushalt. Der Antrag soll rechtzeitig vor Beginn der Reha gestellt werden.
Was gilt, wenn ich schon einen Pflegegrad habe?
Mit Pflegegrad 2 bis 5 gibt es die Haushaltshilfe bei schwerer Krankheit nach § 38 SGB V nicht. Stattdessen setzen Sie den Entlastungsbetrag von 131 € pro Monat und weitere Leistungen der Pflegekasse ein. Wir prüfen mit Ihnen, was in Ihrer Lage passt.
Kostet Ihre Hilfe beim Antrag etwas?
Nein. Unsere Beratung und die Hilfe beim Ausfüllen der Antragsunterlagen sind für Sie kostenfrei. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab.
Quellen: § 38 SGB V, Gesetze im Internet, Deutsche Rentenversicherung: Anschlussrehabilitation (AHB), Deutsche Rentenversicherung: Haushaltshilfe bei Reha, Deutsche Krebshilfe: Sozialleistungen bei Krebs, Krebsinformationsdienst: Sozialrecht, Apotheken Umschau: Nach einer Krebsbehandlung, gesund.bund.de: Entlastungsbetrag.
Mehr zu unseren Leistungen von City Concierge, Ihrem Betreuungsdienst in Düsseldorf: Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung.
Ein Anruf vor dem Antrag erspart Ihnen Umwege
Zwischen Klinik, Reha und Kasse verlieren Sie schnell den Überblick. Wir kennen die Abläufe der Kassen in Düsseldorf und NRW, bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen uns mit der Kasse ab. Beratung und Hilfe beim Ausfüllen sind kostenfrei. Alles zur Haushaltshilfe in Düsseldorf finden Sie auf unserer Leistungsseite.

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